Horkheim geht ohne Druck ins Derby in Kornwestheim

Handball  Am Freitag will der TSB unbeschwert Gas geben. Beide Vereine sind in der 3. Liga schlechter platziert als in der Vorsaison.

Von Andreas Öhlschläger
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Horkheim geht ohne Druck ins Derby in Kornwestheim

Felix Kazmeier (links) trägt in der kommenden Saison das SVK-Trikot.

Foto: Veigel

Das Tabellenbild hat sich geändert. Deutlich. Im Abschlussklassement der vergangenen Saison standen der SV Kornwestheim und der TSB Horkheim ganz oben, der SVK als Meister, der aber aus finanzieller Vorsicht nicht in die 2. Liga aufsteigen wollte, einen Punkt dahinter folgte der TSB auf Platz zwei.

Wenn man nun auf die Tabelle der 3. Liga Süd schaut, vor dem Duell der beiden Clubs heute Abend (20.30 Uhr, Sporthalle Ost), findet man die Kornwestheimer auf Rang neun. 26:24 Punkte sind eine Bilanz fürs graue Mittelfeld. Der TSB Horkheim, der zwei Spiele mehr absolviert hat, steht mit 32:22 Punkten immerhin auf Platz sieben.

Aber dem Duell Meister gegen Vizemeister fehlt kurz vor dem Ende der Nachfolgesaison der große Glanz. Ohne Brisanz ist die Partie allerdings nicht. Es ist schließlich ein Derby, da gibt es immer besondere Emotionen. Zudem steht schon länger fest, dass das Horkheimer Rückraum-Ass Felix Kazmeier in der kommenden Runde das Trikot des SV Kornwestheim tragen wird.

Pascal Welz erwartet ein kampfbetontes Spiel

Eine TSB-Vergangenheit hat SVK-Torwart Pascal Welz. Er wechselte vor der laufenden Spielzeit. Welz sagt: "Beide Teams können mit dem aktuellen Tabellenplatz nicht ganz zufrieden sein. Daher erwarten wir ein sehr kampfbetontes Derby, in dem wir neben einer dauerhaft konzentrierten Leistung stets einen kühlen Kopf bewahren müssen."

Für den Horkheimer Trainer Volker Blumenschein ist klar, dass es seiner Mannschaft nicht an Motivation fehlen wird: "Sie lässt sich null komma null hängen, obwohl wir im Niemandsland stehen." Das Ziel in den letzten drei Spielen, die für den TSB in der 3. Liga Süd noch anstehen: "Noch so viele Pünktchen wie möglich zu sammeln."

Mit den bislang geholten 32:22 Zählern ist Blumenschein zufrieden. In Kornwestheim soll das TSB-Team mental unbeschwert, "ganz befreit", wie der Trainer sagt, seine Qualitäten ausspielen können: "Wir fahren da hin und können richtig Gas geben mit viel Risiko."

Kornwestheim hofft auf ein lautstarkes Publikum

Beim SVK baut man auf den Heimvorteil. "Wir setzen in diesem Derby natürlich auf eine volle Halle und ein lautstarkes Publikum", meint Spielführer Christopher Tinti. Er hat zuletzt nach der 29:31-Schlappe bei der TSG Haßloch aber auch das Kornwestheimer Hauptproblem beschrieben, die fehlende Konstanz. "Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Wir kommen nicht in eine Siegesserie."

Dem TSB ist das zu Beginn der Runde gelungen, als es mit 14:0 Punkten einen Traumstart gab. Doch das ist lange her. Zuletzt gelang es den Horkheimern beim 31:26 in Baden-Baden immerhin, die schwarze Auswärtsserie mit acht Niederlagen hintereinander zu beenden. Allerdings ist der TVS Baden-Baden das weit abgeschlagene Schlusslicht der Liga.

Der SV Kornwestheim ist ein ganz anderes Kaliber.


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