Drittligastart beginnt für starken TSB Horkheim mit einem Unentschieden

Handball  29:29-Unentschieden zum Drittligastart beim TuS Dansenberg für den TSB Horkheim. Hess und TSB-Kapitän Freudl kassieren Zeitstrafe und rote Karte durch unnötige Fouls.

Von Stephan Sonntag
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Starker TSB Horkheim verpasst nur die Belohnung

Remis zum Debüt: Michael Schweikardt und der TSB Horkheim.

Foto: Veigel

Einen Tag vor dem Spiel hätte Michael Schweikardt ein Unentschieden beim TuS Dansenberg sofort unterschrieben. Einen Tag nach dem Spiel haderte der Trainer des TSB Horkheim immer noch ein wenig mit dem 29:29 (16:10) vom Samstagabend. Der Grund dafür steht in den Klammern. Zur Pause führten die Gäste mit sechs Toren. Selbst sechs Minuten vor dem Ende waren es beim 29:25 noch vier. "Natürlich ist es ärgerlich, wenn du ein Spiel 45 Minuten im Griff hast, am Ende aber nur Unentschieden spielst", sagte Schweikardt, fügte aber sofort hinzu: "Kein Vorwurf an meine Mannschaft, die sehr viel von dem umgesetzt hat, was wird uns vorgenommen hatten."

Nach den ersten zehn Minuten und einem 4:6-Rückstand griff die Horkheimer Taktik. Ballgewinne, Gegenstöße, einfache Tore - der TSB zog im Eiltempo mit einem 10:1-Lauf auf 14:7 davon. "Das Tempospiel ist ihre Stärke, darüber haben sie viele Tore erzielt", konstatierte auch TuS-Trainer Steffen Ecker, der seinem Team eine "wirklich schlechte" erste Hälfte attestierte.

Glatt Rot für Oliver Hess

Das erste Anzeichen für eine Trendwende in der Partie ereignete sich mit dem Halbzeitpfiff. Oliver Hess vereitelte einen Gegenstoß der Dansenberger mit einem Foul von hinten. Die Schiedsrichter zeigten dem erfahrenen Rückraumspieler glatt Rot. "Die Karte kann man geben", räumte Schweikardt ein.

Doch von dieser Schwächung ließ sich der TSB zunächst nicht beeindrucken, baute seinen Vorsprung nach dem Seitenwechsel sogar noch aus. Janik Zerweck überzeugte im Angriff auf der Hess-Position, traf insgesamt sieben Mal. Als ebenfalls äußerst treffsicher erwies sich Michael Seiz von der Siebenmeterlinie mit einer 100-Prozent-Quote. "In der Vorbereitung hat sich Pierre Freudl eigentlich als der sicherere Schütze entpuppt. Nachdem er den ersten aber verworfen hat, hat Micha das sehr gut gemacht", lobte Schweikardt.

Aufholjagd des TuS

Auf der Gegenseite war es in der Folge aber Seiz"-Beinahe-Namensvetter Christopher Seitz, der als Kapitän voranging und die Aufholjagd des TuS initiierte. "Ohne ihn wären wir nicht zurückgekommen", lobte Trainer Ecker. Und auch der in der ersten Halbzeit noch indisponiert wirkende Franzose Loic Laurent drehte nun auf.

"Dansenberg hat sich deutlich gesteigert, aber wir haben unser Tempospiel in der entscheidenden Phase auch nicht mehr so hinbekommen", sagte Schweikardt. In den letzten sechs Minuten gelang den Gästen kein Tor mehr. Eines hätte schon zum Sieg gereicht.

Zeitstrafe und Ärger über falsche Auszeit 

Aufgrund einer ähnlich unnötigen Aktion wie zuvor Hess kassierte TSB-Kapitän Freudl in der 59. Minute eine Zeitstrafe. "Zwei solche Aktionen sind mindestens eine zu viel", ärgerte sich Schweikardt über seine Routiniers, nahm sich aber selbst bei seinem Drittliga-Trainerdebüt von Kritik nicht aus: "Meine letzte Auszeit nehme ich zum falschen Zeitpunkt, die hätte ich für den letzten Angriff aufheben sollen. Da muss ich noch bedachter werden."

TSB Horkheim: Grathwohl, Hölzl (Tor) - Weißer (1), Gehrke (2), Reichert (3), Grosser (2), Fröhlich (1), Zeiler, Hess (1), Seiz (9/7), Freudl (1), Matusik, Zerweck (7), Bohnenstengel (2).

Beste Schütze der TuS: Laurent (13/5).

Siebenmeter: TuS 6/5; TSB 8/7.

Zeitstrafen: 5/3.

Disqualifikation: Rote Karte für Hess (TSB/30.).


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