Der TSB kann beweisen, dass es sogar für ganz oben reicht

Handball  Das Horkheimer Drittliga-Team ist nah dran an der Tabellenspitze, wird das Heimspiel gegen Balingen-Weilstetten II am Samstagabend zum Signal der Stärke?

Von Andreas Öhlschläger

TSB kann beweisen, dass es sogar für ganz oben reicht

Nils Boschen im Anflug. Die wuchtige Nummer 33 des TSB Horkheim ist vor allem für die Abwehr-Stabilität sehr wichtig. Zuletzt wurde Boschen allerdings von einem grippalen Infekt geplagt. Ganz fit ist er nicht.

Foto: Archiv/Berger

 

Und jetzt: ein Samstagabend-Topspiel. Im Heim-Duell mit den Talenten des HBW Balingen-Weilstetten II (ab 20 Uhr) kann der TSB Horkheim zeigen, dass er das Zeug zur Drittliga-Meisterschaft hat.

"Wir haben alle Chancen, sehr, sehr viel zu erreichen in dieser Saison", sagt TSB-Trainer Jochen Zürn. "Wir haben es selbst in der Hand."

Ganz eng geht es zu an der Tabellenspitze der 3. Handball-Liga Süd. Zwischen Spitzenreiter SV Kornwestheim (28:14 Punkte), dem Verfolgerduo Rhein-Neckar Löwen II und HBW Balingen-Weilstetten II (jeweils 27:17) sowie den beiden Rivalen auf den Rängen vier und fünf, SG Nußloch und TSB Horkheim (jeweils 26:16), sind es nur zwei Zähler Abstand. Mit einem Heimsieg gegen den HBW würde Zürns Mannschaft ein klares Signal an die Rivalen aussenden: Wir wollen ganz nach vorne!

Hervorragende Ausgangsbasis trotz personellen Umbruchs

Als Vizemeister ist der TSB in die Runde gestartet. Trotz des großen personellen Umbruchs im Kader haben sich die Horkheimer Drittliga-Handballer eine hervorragende Ausgangsbasis fürs letzte Saisondrittel geschaffen. Für den Balinger Trainer André Doster ist der TSB ein echtes Topteam, "auch wenn sie vor Saisonbeginn in Sebastian Heymann und Andreas Blodig zwei absolute Hochkaräter verloren haben." Doster sagt: "Das ist eine gestandene Mannschaft, nach wie vor sehr schlagkräftig."

So sieht es auch Jochen Zürn. "Wir haben natürlich den Ehrgeiz, am Samstagabend die zwei Punkte zu holen." Zuletzt gab es zwei Auswärts-Remis, das 29:29 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen und das 31:31 beim HC Oppenweiler/Backnang, doch in der Horkheimer Stauwehrhalle ist der letzte Punktverlust schon lange, sehr lange her.

Heimstarker TSB mit sieben Siege in Folge in der Stauwehrhalle

Am 23. September 2017 war es, als die Schwetzinger beim TSB mit 27:24 gewannen. Seitdem gab es sieben Heimsiege hintereinander. "Horkheim ist sehr heimstark, richtig gut drauf und sehr ausgeglichen und gut besetzt", sagt André Doster. "Das wird mit die schwierigste Aufgabe der vergangenen Wochen."

Wie eindrucksvoll die jungen Spieler aus der zweiten Mannschaft des Zweitligisten HBW Balingen-Weilstetten schwierige Aufgaben lösen können, zeigt der 37:25-Auswärtspaukenschlag beim Meister SG Nußloch. Zuletzt gab es trotz personeller Engpässe ein Heim-23:23 im Verfolgerduell mit den Rhein-Neckar Löwen II.

Trainer Doster muss immer wieder Talente an die Zweitliga-Mannschaft abstellen. Lukas Saueressig zum Beispiel, der beim Balinger 27:26-Hinrundensieg gegen den TSB achtmal getroffen hatte, wird definitiv zum Kader der ersten Mannschaft gehören.

TSB-Trainer Zürn schwärmt vom Gegner

Doch Jochen Zürn sieht im HBW-Nachwuchs so viel Qualität, dass er aus der Schwärmerei vom Gegner kaum herauskommt. Ob offensiv oder defensiv − das werde ein echter Härtetest für sein Team. "Aber wir schauen vor allem auf uns. Wir müssen leidenschaftlich in der Abwehr sein und extrem gut in der Vorwärtsbewegung, schnell, beweglich und doch geduldig die Angriffe ausspielen, genau auf den Punkt."

Von den letzten acht Partien hat der HBW nur eine verloren. Der TSB braucht also eine Topleistung.