Der TSB Horkheim hat nichts zu verlieren

Handball  Im Mittwochabendspiel beim TuS Dansenberg will der TSB den Schwung des 40:35 gegen Pfullingen nutzen. Läuft es perfekt, könnten die Horkheimer noch unter die besten Vier kommen.

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Endlich konnte das Horkheimer Team jubeln, im vierten Spiel gab es für den TSB den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga. Folgt nun der nächste?

Foto: Berger

Wenn der TSB Horkheim an diesem Mittwoch (19.30 Uhr, live bei Sportdeutschland.TV) in Kaiserslautern beim TuS Dansenberg antritt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, dass es einen Horkheimer Sieg geben wird. In den 15 bisherigen Partien der Süd-Gruppe in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga haben die Heim-Mannschaften bemerkenswerte 26:4 Punkte eingesammelt.

Einen einzigen Zwei-Punkte-Auswärtscoup gab es, als die HSG Hanau den TSB in der Heilbronner Römerhalle mit 37:29 düpierte.

Leichte Aufgaben gibt es nicht, sagt der Trainer

Aber Michael Schweikardts Mannschaft fährt trotzdem zuversichtlich in die Pfalz. "Leichte Aufgaben gibt es nicht", sagt der Horkheimer Trainer übers fünfte von insgesamt sechs TSB-Spielen in der Aufstiegsrunden-Gruppe. Der 40:35-Sieg gegen den VfL Pfullingen nach zuvor drei Niederlagen in Oppenweiler, gegen Hanau und in Willstätt hat Mut gemacht. Schweikardt wünscht sich, "dass wir auf diesem kämpferischen, emotionalen Niveau weiterspielen", das am vergangenen Samstag zu sehen war.

Seine Überzeugung lautet: "Wir sind wieder in der Spur."

Wenn es optimal läuft, könnte es Horkheim doch noch unter die Top Vier schaffen

Darauf setzt auch Mannschaftskapitän Pierre Freudl. Man habe "den Bock umgestoßen" nach dem enttäuschenden 0:6-Punkte-Start. Im Optimalfall, wenn wirklich alles perfekt zusammenkommt, könnte es der TSB mit 6:6 Zählern doch noch ganz knapp unter die Top Vier in der Gruppe schaffen und damit weiterkommen. "So lange es noch eine Möglichkeit gibt, geben wir alles, um das scheinbar Unmögliche doch möglich zu machen." Für Freudl ist die Sache ganz einfach: "Wir haben nichts zu verlieren. Ich kann versprechen, dass wir in Dansenberg voll da sein werden."

Das Selbstvertrauen ist beim TSB Horkheim gewaltig gewachsen durch den Triumph gegen Pfullingen. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) empfängt der TSB dann in der Römerhalle Krefeld zum letzten Gruppenspiel.

Die Hälfte der Aufstiegsrunde wird in einer Woche ausgetragen

Samstag, Mittwoch, Sonntag - der Spielplan ist jetzt eng getaktet. Der Pfullinger Trainer Daniel Brack versteht das nicht. Nach der 35:40- Niederlage beim TSB kritisierte er das Schlussprogramm als "ein bisschen absurd". Es sei eine "sehr surreale Situation", dass man sich nach der frühzeitig aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzten und schließlich beendeten Drittliga-Runde über viele Monate hinweg auf die nun laufende Aufstiegsrunde vorbereitet habe. Und jetzt gehe es zack, zack, zack, laufe "die Hälfte der Runde in einer Woche" ab. Drei von sechs Spielen.

Zwar sind die Aufstiegspartien als Profisport eingruppiert worden. Damit sind sie nicht von den Corona-Beschränkungen betroffen, die der Amateursport erdulden muss. Doch Vollprofis sind die Horkheimer Handballspieler nicht. Für sie ist der Gruppen-Endspurt stressig.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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