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Valentyna Salamakha komplettiert Torhüterinnen-Trio der Sport-Union Neckarsulm

Die bundesligaerfahrene Ukrainerin ist der zwölfte und letzte Neuzugang von Handball-Bundesligist SUN, der in der nächsten Saison vor einem Neustart steht. Salamakha soll dazu Qualität und Erfahrung beisteuern.

Nils Buchmann
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Lesezeit 2 Min
Valentyna Salamakha komplettiert Torhüterinnen-Trio der Sport-Union Neckarsulm
Valentyna Salamakha kennt die Bundesliga durch ihre Zeit in Bietigheim bestens. Nun soll sie ihre Qualität und Erfahrung in Neckarsulm einbringen.  Foto: IMAGO/wolf-sportfoto

Aller guten Dinge sind zwölf. Jedenfalls bei der Sport-Union Neckarsulm. Denn mit der Verpflichtung von Valentyna Salamakha sind die Kaderplanungen beim Frauen-Handball-Bundesligist nun abgeschlossen. Die 36-jährige Torhüterin wechselt vom rumänischen Erstligisten CS Gloria Bistrita-Nasaud in die Ballei und unterschreibt in Neckarsulm einen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2023/2024. Sie ist damit nach neun Abgängen der insgesamt zwölfte Neuzugang der Sport-Union, die damit zur ab September beginnenden Saison vor einem echten Neustart steht.

Salamakha, die in Kirowograd, in der damaligen ukrainischen Sowjetrepublik geboren wurde, bringt bereits Bundesliga- und internationale Erfahrung mit nach Neckarsulm. "Wenn ich ehrlich bin, dann ‚jage‘ ich ‚Vala‘ bereits zwei Jahre und bin sehr glücklich, dass sie sich nun für unseren Verein entschieden hat", verrät Chef-Trainerin Tanja Logvin.

Meisterschaften und Pokalsieg mit Bietigheim

Nach ihren sportlichen Anfängen beim ukrainischen Club Motor Zaporoshje spielte Salamakha von 2011 bis 2015 beim TSV Bayer 04 Leverkusen. Dort entwickelte sie sich zu einer der Top-Torhüterinnen der Liga, ehe sie für ein Jahr zum ungarischen Erstligisten Siofok KC wechselte. Anschließend lief Salamakha, die auch einen aserbaidschanischen Pass besitzt und bereits für die Nationalmannschaft zwischen den Pfosten stand, fünf Jahre für die SG BBM Bietigheim auf. Beim Liga-Konkurrenten der Sport-Union gewann sie zwei Meisterschaften und 2021 den DHB-Pokal.

"‚Vala‘ kennt den Weg zum Erfolg und hat durch viele Einsätze in der Champions League sowie im Europapokal reichlich internationale Erfahrung. Sie kennt dazu auch das Business in der Handball-Bundesliga, spricht hervorragend deutsch und passt menschlich super in unser Team", freut sich Logvin über die Verpflichtung der Ukrainerin.

Salamakha trifft in der Ballei auf alte Bekannte

Nicht nur Salamakhas Sprachkenntnisse, auch die Tatsache, dass sie Luisa Schulze und Daphne Gautschi aus gemeinsamen Zeiten in Bietigheim kennt, dürfte die Eingewöhnung nach einem Jahr in Rumänien erleichtern. "Ich freue mich sehr, wieder zurück in der Bundesliga zu sein. Die Entscheidung, in Neckarsulm zu spielen, ist mir sehr leicht gefallen, da ich viele Mädchen kenne. Ich bin mir sicher, dass wir eine erfolgreiche Saison haben werden und bin gespannt auf die Zeit bei der Sport-Union", sagt die Torhüterin.

Vor einer Woche hatte die Sport-Union bereits die Verpflichtung der 19-jährigen tschechischen Junioren-Nationalspielerin Anita Polácková bekanntgegeben. Nach dem Abgang von Isabel Góis ist Salamakha neben Polácková und Sarah Wachter damit die dritte Torfrau im Kader.

Trainerin sah Handlungsbedarf zwischen den Pfosten

Sie könne mit ihrer Erfahrung und Qualität das gesamte Trio noch einmal "auf eine andere Stufe bringen" und gerade für Polácková auch eine Vorbildfunktion übernehmen, prognostiziert Tanja Logvin. Die Trainerin hatte jüngst auf den Handlungsbedarf zwischen den Pfosten hingewiesen: "Wir müssen uns auch im Tor breiter aufstellen und wollen kein Risiko eingehen, wie zuletzt gegen Buxtehude, nur noch mit einer Torhüterin in ein Spiel zu gehen."

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