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Neckarsulm zeigt Schozach-Bottwartal im Handball-Test die Grenzen auf

Erstligist Sport-Union Neckarsulm schlägt den klassentieferen Nachbarn Schozach-Bottwartal im ersten Testspiel standesgemäß mit 34:23. Bei den Neckarsulmer Handball-Frauen gibt es bereits drei Ausfälle.

Stephan Sonntag
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Lesezeit 1 Min
Neckarsulm zeigt Schozach-Bottwartal im Handball-Test die Grenzen auf
Neckarsulms Luisa Schulze (links) im Duell mit Julia Bauer. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Als nach 20 Minuten in der Beilsteiner Langhanshalle die Sirene ertönte, erwarteten die rund 100 Zuschauer eine Auszeit. Doch es folgte eine Spielpause. Die beiden Top-Frauen-Teams der Region hatten sich im Vorfeld darauf geeinigt im Eishockeymodus drei Mal 20 Minuten zu spielen statt der üblichen zwei Mal 30 Minuten. Am Ende gewann die Sport-Union Neckarsulm bei der SG Schozach-Bottwartal standesgemäß mit 34:23 (15:4, 11:9, 8:10).

Dem gastgebenden Zweitliga-Aufsteiger kam das Novum der Drittelpause nach den ersten 20 Minuten entgegne. Denn da lag das Team von Trainer Rouven Korreik bereits mit 4:15 zurück. Die Sport-Union hatte die Kräfteverhältnisse früh zementiert.

Viele einfache Neckarsulmer Treffer

Das erste Neckarsulmer Tor erzielte Neuzugang Luisa Schulze vom Kreis. Lisa Loehnig glich für die Gastgeberinnen postwendend aus. Doch das blieb für längere Zeit der einzige Treffer. Gegen die körperlich klar überlegene Defensive der Sport-Union fand die SGSB kein Mittel. Aus dem Rückraum war nichts zu bestellen, Durchbrüche gelangen nur selten. Also entstand das erwartbare Spiel. Der Erstligist eroberte hinten die Bälle, spielte schnell nach vorne und markierte die einfachen Treffer. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 14:4.

Dabei hat die Sport-Union beinahe schon traditionell früh in der Vorbereitung die ersten verletzten Spielerinnen zu verzeichnen. Die erst Ende der vergangenen Saison von einem Kreuzbandriss zurückgekehrte Carmen Moser wird sich einer Meniskus-Operation unterziehen müssen. Die Rückraumspielerin dürfte sechs bis acht Wochen ausfallen. Svenja Mann kommt zwar um eine Operation herum, wird wegen einer gebrochenen Wurfhand aber ebenfalls einige Wochen fehlen. Neuzugang Fatos Kücükyildiz fällt mit einem Ödem im Knie auf unbestimmte Zeit aus.

Viele Wechsel haben Folgen

Im zweiten Spielabschnitt wechselte Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin ihren Innenblock. Die schier unüberwindlichen Schulze und Olga Gorshenina wurden durch Annefleur Bruggeman und Sharon Nooitmeer ersetzt. Diese Formation hatte schon nach zehn Minuten mehr Gegentreffer bekommen als die erste Garnitur in deren 20. Daher stockte auch das Tempospiel, der Abstand blieb konstant. Daran hatte auf Seiten der Gastgeberinnen auch Natascha Weber ihren Anteil. Die quirlige Rückraumspielerin brachte die Neckarsulmer Abwehr in Bewegung und schaffte damit die nötigen Lücken für Durchbrüche und Kreisanspiele. Nach dem zweiten Drittel stand es 26:13 für Neckarsulm.

Im Schlussabschnitt wurde auf beiden Seiten weiter viel ausprobiert, worunter der Spielfluss litt.

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