Rückkehr der Bundesliga-Fans in der Ballei

Handball  Nach neun Monaten dürfen sich die Neckarsulmer Handballerinnen zu Hause erstmals wieder Zuschauern zeigen. Drei Heimspiele stehen an.

Email

Die ersten vier Heimspiele durfte ein Teil der Neckarsulmer Fans vergangene Saison noch besuchen, dann war wegen der Corona-Pandemie Schluss.

Foto: Archiv/Berger

Das letzte Heimspiel der Bundesliga-Frauen der Neckarsulmer Sport-Union vor Fans? Trainerin Tanja Logvin muss lachen: "Gefühlt ist das drei Jahre her." Tatsächlich sind neun Monaten vergangen, seit ihre Spielerinnen sich zu Hause zuletzt einer kleinen Zuschauerzahl zeigen durften. Bis jetzt.

Nach den ersten Vorbereitungsspielen in der Fremde und einem Trainingslager in Wien startet die Sport-Union am Donnerstag auch in der heimischen Ballei den Testspielbetrieb. Um 18 Uhr empfängt das Team von Tanja Logvin den Schweizer Erstligisten HV Herzogenbuchsee. Und kann dabei wieder bis zu 250 Fans in der Halle begrüßen.

Perspektivisch sind 600 bis 800 Zuschauer möglich

"Wir haben es aufgrund der angespannten Helfer-Situation während der Urlaubszeit erstmal darauf beschränkt. Bei der aktuellen Corona-Lage und einer Abfrage des 3G-Status wäre aber auch eine Auslastung von bis zu 60 Prozent möglich - das entspricht 600 bis 800 Zuschauern", erklärt Sascha Göttler, Pressesprecher der Sport-Union. Gegen Herzogenbuchsee ist es in Neckarsulm aber noch keine Pflicht, geimpft, genesen oder getestet zu sein. Dafür sind alle Zuschauer dazu verpflichtet, während des gesamten Aufenthalts einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Auch über ein eingeschränktes Publikum sind die Neckarsulmerinnen aber schon extrem froh. "Wir freuen uns sehr. Das wird die Mädels nochmal zusätzlich motivieren, auch wenn sie müde sind", versichert Tanja Logvin, die hofft, "dass auch die Saison mit Zuschauern stattfinden kann".

Zunächst gastiert der HV Herzogenbuchsee aus der Schweiz

Gegen Herzogenbuchsee soll ihr Team den Fans "eine gute Abwehr und Tempospiel" zeigen. Und für klare Verhältnisse sorgen. "Die Hierarchie muss zu sehen sein", fordert die Trainerin. Eine große Herausforderung darf der Schweizer Kontrahent trotz der kräftezehrenden Vorbereitung nicht sein. Herzogenbuchsee musste vergangene Saison schließlich bis zum Ende um den Klassenerhalt in der Schweizer Premium League bangen - kein Maßstab also für die ambitionierte Sport-Union. Der jüngste Test gegen das ungarische Topteam Mosonmagyarovari KCSE war es allerdings auch nicht. "Da haben sie mal internationales Niveau gespürt", kommentiert Tanja Logvin die Niederlage.

Unzufrieden war die Neckarsulmer Trainerin dennoch nicht: "In der zweiten Halbzeit haben sie stark gekämpft, ich war zufrieden, vieles hat geklappt. Da wollen wir weitermachen."

Am 11. August kommt Metzingen, dann Herrenberg

Nach dem Duell mit Herzogenbuchsee geht es für die Sport-Union am 11. August zu Hause immerhin gegen die TusSies Metzingen, einen Liga-Konkurrenten, der sich mit Platz drei erneut für das internationale Geschäft qualifiziert hat. Am 19. August reist dann Zweitligist SG H2Ku Herrenberg nach Neckarsulm. Und die Zuschauer sollen etwas zu sehen bekommen.

Tickets für die ersten drei Tests: www.nsu-handball.reservix.de


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

Kommentar hinzufügen