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Nächste Chance für Neckarsulmer Länderspiel-Minuten

Neckarsulms Bundesliga-Spielerin Johanna Stockschläder durfte sich in der Nationalmannschaft bereits empfehlen. Selina Kalmbach und Sarah Wachter müssen bislang noch warten.

Dominik Knobloch
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Nächste Chance für Neckarsulmer Länderspiel-Minuten
Bundestrainer Henk Groener gibt die Richtung vor. Foto: dpa

Immer mal wieder waren Sarah Wachter und Selina Kalmbach groß im Fokus der "Sport1"-Fernsehkamera. Jubelnd, die Fäuste ballend - aber doch als Statistinnen hinter der deutschen Bank. In den 16 Haupt- und Nebenrollen auf dem Spielfeld hatte Bundestrainer Henk Groener die beiden Neckarsulmerinnen am Donnerstagabend beim 36:10-Kantersieg gegen Griechenland zum lockeren Aufgalopp in die EM-Qualifikation nicht bedacht.

Im Duell mit Belarus an diesem Sonntag (19.30 Uhr/Sport1) erwartet die DHB-Auswahl eine ungleich schwerere Aufgabe. Ob das die Chance für Keeperin Wachter und Linksaußen Kalmbach erhöht, nicht erneut zu den vier Streichkandidatinnen des 20er-Kaders zu zählen? "Ich weiß nicht, ob sich an dem Kader nochmal etwas ändert, sich die Chancen verteilen - ich lasse es einfach auf mich zukommen und werde bis dahin weiter mein bestes geben", sagt Selina Kalmbach geduldig.

Johanna Stockschläder legt mit fünf Treffern einen guten Auftritt hin

Deutlich weniger Geduld brauchte ihre Neckarsulmer Mannschaftskollegin Johanna Stockschläder, die in der zweiten Halbzeit gegen Griechenland mit fünf Toren auf Linksaußen einen guten Auftritt hinlegte und Groener wenig Grund lieferte, etwas an der Besetzung zu ändern. "Wir sind ein Team und fiebern, selbst wenn wir dahinter sitzen, genauso mit, wie wenn wir selbst auf der Platte stehen", sagt Kalmbach, die sich auch mit Stockschläder und dem restlichen deutschen Team freuen konnte.

"Das Ziel war, das Spiel klar zu gewinnen. Das haben wir geschafft und das ist das einzige, was nachher zählt." Und auch das einzige, was gegen das deutlich bessere Belarus zählt. Zumindest, wenn es nach dem Bundestrainer geht. Sollte seine Mannschaft wie in der zweiten Halbzeit gegen Griechenland auftreten, "mit demselben Druck im Angriff, bin ich sicher, dass es auch ein gutes Spiel werden wird", sagte Groener und fügte hinzu: "Wir wollen uns weiter verbessern und natürlich gewinnen."

Jede Partie bietet die Möglichkeit, sich für die WM einzuspielen

Vordergründig geht es zwar um wichtige Punkte für die Qualifikation zur EM-Endrunde 2022 in Nordmazedonien, Slowenien und Montenegro, aber die Partie gilt auch als erster Härtetest im Hinblick auf die WM im Dezember. "Jeder Termin trägt bei zur Weiterentwicklung der Mannschaft", betonte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Freitag.

Kapitänin Emily Bölk blickte ebenfalls schon etwas weiter voraus. "Das primäre Ziel in diesem Spiel ist die EM-Qualifikation. Aber das lässt sich natürlich nicht von der WM trennen. Jede Partie bietet die Möglichkeit zum Einspielen für die Weltmeisterschaft", sagte die Rückraumspielerin vom ungarischen Meister Ferencvaros Budapest.

Vielleicht ist am Sonntag Platz für Sarah Wachter

Bei der Endrunde vom 1. bis 19. Dezember in Spanien ist Tempo-Handball aus einer kompakten Abwehr heraus gefragt, wie ihn das DHB-Team gegen Griechenland vornehmlich nach der Pause zelebrierte. "Die zweite Halbzeit war super", lobte Torfrau Dinah Eckerle.

Vielleicht ist neben ihr am Sonntag zumindest für die formstarke Sarah Wachter Platz.

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