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Hamburg (dpa)
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FC St. Pauli: Sitzschalen sind Kult

  
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Beim FC St. Pauli haben auch ausgediente Sitzschalen und Plastikbänke Kultstatus. Mehrere Hundert Fans des Zweitligisten haben auf der alten Haupttribüne des Millerntor-Stadions, die demnächst abgerissen wird, die Sitze abgeschraubt und als Erinnerungsstücke erworben.

Ein Arbeiter geht 2007 in Hamburg über die Trümmer des Clubheims, an dessen Stelle die Südtribüne errichtet wurde.
Ein Arbeiter geht 2007 in Hamburg über die Trümmer des Clubheims, an dessen Stelle die Südtribüne errichtet wurde.

Pro Sitzschale waren 19,10 Euro fällig, der laufende Meter Bank kostete fünf Euro. Mit Werkzeugkästen bewaffnet waren die Anhänger des Vereins ins Stadion geeilt, um die Sitze zu demontieren. Andere sägten mit Flex-Trennschleifern die Bänke in transportable Stücke.

«Der Verkauf hat unsere Erwartungen doch ein wenig übertroffen», sagte Stadionprojektleiter Torsten Vierkant. 7000 Euro sind auf diesem Weg bislang in die Vereinskasse geflossen. Noch sind rund 50 Sitzschalen zu haben, die am Ticketschalter erworben werden können. Am 12. November feiert der Verein eine Abriss-Party mit seinen Fans. Neben Speis und Trank wird Live-Musik und ein Feuerwerk geboten.

Zu Beginn der nächsten Woche wird die 1961 erbaute und 3500 Plätze bietende alte Haupttribüne abgerissen. Das neue Stadionteilstück, das zum Start der nächsten Saison fertig sein soll, wird 4800 Zuschauer fassen. Angeboten werden ausschließlich Sitzplätze. Platz finden auf den neuen Traversen auch Logen, bei St. Pauli Séparées genannt, und 1800 Business-Sitze. Fertig ist bereits die Südtribüne mit über 5100 Plätzen. Bis 2014 soll das gesamte Millerntor-Stadion erneuert sein.

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