Stimme+
Eishockey
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Zielstrebig im Angriff, clever in der Verteidigung: HEC Eisbären dominieren Zweibrücken 60 Minuten lang

   | 
Lesezeit  3 Min
Erfolgreich kopiert!

Beim 10:3-Sieg der HEC Eisbären gegen die Zweibrücken Hornets lassen die Unterländer nichts anbrennen. Goalie Riku Törnqvist verlebt einen ruhigen Abend, Stürmer Aiden Wagner wird offensiv zum Mann des Spiels.

Marco Haas (links) erzielte den zehnten Treffer der HEC Eisbären gegen Zweibrücken und muss dafür der Mannschaft einen Kasten Bier ausgeben.
Marco Haas (links) erzielte den zehnten Treffer der HEC Eisbären gegen Zweibrücken und muss dafür der Mannschaft einen Kasten Bier ausgeben.  Foto: Christiana Kunz

Mit dem 10:3 (5:0, 3:2, 2:1)-Sieg der HEC Eisbären gegen die EHC Zweibrücken Hornets ist der Unterländer Eishockey-Viertligist souverän ins Playoff-Halbfinale der Baden-Württemberg-Liga gegen die TSG Reutlingen Black Eagles eingezogen. Es war der dritte Sieg im dritten Spiel der Best-of-Five-Halbfinalserie für die Heilbronner. „Dass wir zu Hause ins Finale eingezogen sind, ist das Schönste"„ freut sich HEC-Trainer Kai Sellers.

Riku Törnqvist verlebte dabei einen relativ ruhigen Abend; Denn die Gäste aus der Pfalz brachten den Kasten des Goalies der Heilbronner kaum in Gefahr. „Es war wirklich schwer, fokussiert zu bleiben“, erklärt der Finne. „Es war doch etwas überraschend, dass die Zweibrücker nicht mehr Druck ausüben würden. Denn ich hatte erwartet, dass alle Spiele der Serie so eng sein würden wie das erste.“ In diesem lagen die Eisbären lange zurück, schafften erst kurz vor Ende den Ausgleich und gewannen im Penaltyschießen mit 5:4.

HEC Eisbären sorgen früh für klare Verhältnisse

Die entscheidenden Schläge versetzten die Unterländer den Zweibrückern gleich in den ersten 77 Sekunden. Nach 47 Sekunden brachte Aiden Wagner die Eisbären in Führung. Eine halbe Minute später ließ Leon Rausch das 2:0 folgen (2. Minute). „Wir wollten gleich von Anfang an den Druck aufs Tor hochhalten, was auch gut geklappt hat. Denn ich hatte erwartet, dass viel Gegenwehr kommt“, berichtet Sellers. 

Nach dem frühen Rückstand hatte Ralf Wolf genug und nahm eine Auszeit. „Wir hatten uns so viel vorgenommen und wollten in der Serie auf 1:2 verkürzen“, echauffiert sich der Hornets-Trainer. „Und dann bekommen wir schnell Gegentore aufgrund von Unachtsamkeiten. Wir waren immer zu weit weg, haben den Heilbronnern zu viel Raum und Zeit gegeben. Sie kamen immer wieder frei zum Schuss.“

Frühe Auszeit der Hornets verpufft - HEC Eisbären bewegen sich gut im System

Seine Worte in der Auszeit verpufften allerdings. Die Hornets bekamen auch in der Folge kaum ein Bein aufs Eis. „Was will man auch in 30 Sekunden Auszeit auch machen. Man kann ja nicht in die Kabine gehen“, erklärt Wolf. Nico Horter (5.), Jesse Lottonen in doppelter Überzahl (6.) sowie Marco Haas (9.) schraubten das Ergebnis auf 5:0. „Wir haben uns sehr gut im System bewegt und hatten das Spiel gut im Griff“, freut sich Sellers. 

Danach nahmen die Eisbären schon etwas das Tempo raus, ließen eine zweite doppelte Überzahl ungenutzt. Zu Beginn des Mittelabschnitts spielten die Eisbären weiter Katz und Maus mit den Gästen. Nico Horter machte das halbe Dutzend voll, als er einen Schuss von Cedric Platz in Überzahl abfälschte (22.). Kurz darauf gab Wagner einem Platz-Schuss die entscheidende Richtungsänderung zum 7:0 (26.). 

Mit Mittelabschnitt der HEC Eisbären ist Kai Sellers nicht wirklich zufrieden

„Danach war es aber etwas verfahren. Bei  so einer hohen Führung fängt man unbewusst an - egal, wie fokussiert man ist -, ein paar Schlendriane reinzubringen“, berichtet Sellers. Mit zwei Überzahltoren betrieben die Hornets Ergebniskosmetik. Marco Trenholm drückte jeweils den Rebound über die Linie (28./29.). Doch mit einem Solo über das ganze Spielfeld beendete Rausch die torlose Phase der Eisbären und erhöhte in Überzahl auf 8:2 (40.).

„Das mit dem Schlendrian habe es dann in der Drittelpause angesprochen, gesagt, dass es mehr Spaß macht, so wie im ersten Drittel zu spielen. Und das sehen die Jungs dann auch selbst und sind gut zurückgekommen“, erklärt Sellers. Im Schlussabschnitt verwalteten die Eisbären den Vorsprung geschickt. In Überzahl erhöhte Wagner mit seinem dritten Treffer an diesem Abend auf 9:2 (45.). „Es ist eine Mannschaftsleistung“, lobt der 28-jährige Kanadier seine Teamkollegen. „Ein großes Lob an meine die beiden Finnen Eetu Santanen und Jesse Lottonen, mit denen ich in einer Reihe spiele. Sie haben mir den Puck sehr gut aufgelegt. Aber eigentlich ist es egal, wer die Tore erzielt. Nur das Ergebnis zählt.“

Hornets lassen ihrem Frust freien Lauf

In der Schlussphase ließen die Hornets dann ihrer Frustration freien Lauf, die schon das ganze Spiel über eine Strafzeit nach der anderen sammelten. Marco Schütz und Frederic Hellmann gerieten unter anderem aneinander. Fäuste flogen aber nicht. In den letzten Sekunden ließ dann erst Marco Haas das 10:3 folgen (59.). Sellers: „Dafür muss er einen Kasten Bier ausgeben.“). Den Schlusspunkt setzte dann aber Zweibrückens Jacob Ratcliffe mit dem Treffer zum Endstand (60.).

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben