SGI Waldenburg: Teamchemie stark, Finale nur um Haaresbreite verpasst
Nicht nur in Ludwigsburg fehlen der SGI Waldenburg am Abschlusswochenende der Luftpistolen Bundesliga Stammkräfte. Die Saison war geprägt von Personalproblemen. Trotzdem zeigt man sich in Hohenlohe zufrieden mit dem Abschneiden.

Eine schwierige Bundesliga-Saison liegt hinter den Luftpistolen-Schützen der SGI Waldenburg. Von Beginn an war sie geprägt von anhaltenden Personalproblemen, obwohl das Team gerade mit weiteren ausländischen Gastschützen verstärkt worden war. Unter anderem mit der Silbermedaillengewinnerin im Mixed bei den Olympischen Spielen von Paris, Sevval Ilayda Tarhan (Türkei).
International aktive Stammschützen machen die Saisonplanung der SGI Waldenburg nicht einfacher
Doch internationale Wettkämpfe, familiäre Verpflichtungen oder Krankheiten sorgten dafür, dass selten alle Sportler zur Verfügung standen. Einmal musste sogar der 55-jährige Olympiateilnehmer von 2004, Abdullah Ustaoglu, der sich schon vor einigen Jahren aus privaten Gründen aus dem Waldenburger Bundesliga-Team zurückgezogen hatte, reaktiviert werden, damit die SGI überhaupt eine Mannschaft stellen konnte. Gut, wer solche Joker hat.
„Es macht es natürlich schwierig, dass unsere Stammschützen international so oft auf Wettkämpfen unterwegs sind“, meint Florian Peter, der selbst zu diesen Athleten gehört – mit der Schnellfeuerpistole. „Wir haben es aber ganz gut hinbekommen.“

Es gab diese Saison einige unnötig erscheinende Waldenburger Niederlagen
Um Haaresbreite verpassten die Waldenburger schließlich die Teilnahme am Finale um die deutsche Meisterschaft. Am Abschlusswochenende der Hauptrunde in Ludwigsburg musste die SGI auf Doreen Vennekamp und Noah Mauler verzichten. Nach dem 3:2-Sieg am Samstag gegen den Titelverteidiger ESV Weil am Rhein verlor Waldenburg am Sonntag nur knapp mit 2:3 gegen die FSG Kempten. Zwei Duelle gingen dabei jeweils mit 9:10 im Stechen verloren. Doch auch während der Saison gab es ein, zwei im Rückblick unnötig erscheinende Niederlagen.
„Wir können trotzdem stolz auf uns sein. Jeder hat sein Bestes gegeben. Aber es ist natürlich bitter, wenn man so knapp scheitert.“
Florian Peter
„Wir können trotzdem stolz auf uns sein. Jeder hat sein Bestes gegeben. Aber es ist natürlich bitter, wenn man so knapp scheitert“, meinte Florian Peter. „Wir wollen sehen, dass wir uns noch etwas breiter aufstellen.“ Wohl wissend, dass die Mannschaft aber auch nicht zu groß sein sollte. Er selbst ist mit der Schnellfeuerpistole immer wieder bei internationalen Wettbewerben unterwegs und hofft zum Start der kommenden Saison auf eine Medaille bei den Europa- und Weltmeisterschaften.
Die Bundesliga ist auch ein gutes Training unter Wettkampfbedingungen
Für Peter sind die Bundesliga-Wettkämpfe mit der Luftpistole wie für viele andere Spitzenathleten auch, ein gutes Training unter Wettbewerbsbedingungen. Aber der Reiz an diesem speziellen Mannschaftswettbewerb ist ein anderer: „Überhaupt ist die Chemie in der Mannschaft super. Man freut sich vor jedem Bundesliga-Wochenende, dass man Zeit zusammen verbringen kann“, sagt er. Auch das ist ein wichtiger Punkt für die guten Leistungen. Und wenn es bei einem der Schützen nicht so läuft, gibt es auch keine Vorwürfe.
„Dafür, dass wir solche Probleme hatten in dieser Saison, haben wir super Ergebnisse geschossen und Top-Leistungen gezeigt. Aber natürlich hätten wir uns gerne fürs Finale qualifiziert.“
Florian Peter
„Dafür, dass wir solche Probleme hatten in dieser Saison, haben wir super Ergebnisse geschossen und Top-Leistungen gezeigt. Aber natürlich hätten wir uns gerne fürs Finale qualifiziert“, sagt Peter. Schon jetzt scheint klar, dass das Team zum Großteil zusammenbleibt. Auch Tarhan signalisierte, dass sie gerne weiterhin für Waldenburg schießen würde. Zweimal war sie in dieser Saison zu Wettkämpfen angereist – beim Heimwochenende Ende November und nun zum Abschluss in Ludwigsburg. „Sie passt super ins Team, und wir sind froh, dass wir sie haben“, meinte Peter.
So werden die Waldenburger eben in der nächsten Saison erneut die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft anstreben.
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