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HEC Eisbären schieben Favoritenrolle im Playoff-Finale nach Reutlingen

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In der Hauptrunde der Baden-Württemberg-Liga waren die HEC Eisbären und die Reutlingen Black Eagles nach Punkten gleichauf. Platz eins ging nur aufgrund der besseren Tordifferenz an die TSG. Dennoch sieht HEC-Trainer Kai Sellers die Reutlingen im Playoff-Finale leicht im Vorteil.

Jesse Lottonen (Zweiter von links) und Aiden Wagner (Zweiter von rechts) bilden zusammen mit Eetu Santanen eine kongeniale Angriffsreihe bei den HEC Eisbären.
Jesse Lottonen (Zweiter von links) und Aiden Wagner (Zweiter von rechts) bilden zusammen mit Eetu Santanen eine kongeniale Angriffsreihe bei den HEC Eisbären.  Foto: Christiana Kunz

Der Blick der HEC Eisbären geht nach dem Sweep im Halbfinale gegen die EHC Zweibrücken Hornets und einer langen Partynacht in der Diskothek Laube nach dem 10:3 im dritten Spiel der Best-of-Five-Serie direkt nach vorne. Im Playoff-Finale der Baden-Württemberg-Liga treffen die Unterländer auf den Hauptrundenersten TSG Reutlingen Black Eagles, der Heimrecht hat. Wann das ebenfalls im Best-of-Five ausgespielte Finale beginnt, steht noch nicht fest.

Heimrecht für Black Eagles könnte Rolle spielen - Halle in Reutlingen „gewöhnungsbedürftig“

Mit viel Respekt blickt Kai Sellers auf die Black Eagles. „Für mich sind die Reutlinger Favorit“, erklärt der HEC-Trainer. „Alleine schon deshalb, dass sie Hauptrundenerster sind. Sie haben eine super Saison gespielt. Auch ihre Halbfinalserie gegen die Baden Rhinos aus Hügelsheim haben sie souverän bestritten. Aber sie haben mit Christian Bauhof kurz vor Ende der Wechselfrist noch mal viel Qualität zu ihrem guten Kader hinzubekommen.“

Auch das Heimrecht für die Black Eagles - ein entscheidendes fünftes Duell würde in Reutlingen stattfinden - könnte eine Rolle spielen. „Die Halle in Reutlingen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Entlang der Seite der Eisfläche gibt es keine Plexiglasscheibe“, erzählt Sellers. 

Eigentlich ist das nun anstehende Wochenende noch für die Halbfinalserie reserviert. Am Sonntag, 15. März, hätten im Fall der Fälle die entscheidenden fünften Spiele der Best-of-Five-Serien angestanden. „Da sowohl wir als auch Reutlingen in drei Spiele gewonnen haben, besteht die Möglichkeit, dass wir gleich am nächsten Wochenende weitermachen und in die Finalserie starten“, berichtet HEC-Trainer Kai Sellers. „Jetzt werden wir aber erst mal unsere Wunden lecken. Dann schauen wir, ob wir das machen wollen.“ 

Der große Vorteil davon, die Finalserie nach vorne zu ziehen. „Wenn wir gleich weitermachen, dann hätten wir Ostern frei“, erklärt Sellers. „Ich muss aber die Jungs fragen. Was sie sagen, ist entscheidend.“ nac

Am Heimrecht für die Finalserie sind die Eisbären knapp vorbeigeschrammt. Am Ende waren sie und die Reutlinger punktgleich, die Black Eagles hatten aber die bessere Tordifferenz. „Ich hätte gerne das Heimrecht auch in der Finalserie gehabt. Aber dazu hätten wir in unserem vorletzten Hauptrundenspiel regulär und nicht nur nach Penaltyschießen gewinnen müssen“, berichtet Sellers. Und ein Sieg in Reutlingen würde den Heilbronnern reichen, um das Heimrecht zu klauen. „Wir haben in Reutlingen in dieser Saison gewonnen. Deshalb macht es uns nichts aus, zuerst auswärts ranzumüssen“, erklärt HEC-Stürmer Aiden Wagner. „Natürlich lieben wir es, zu Hause vor unseren großartigen Fans zu spielen. Aber wir werden nun halt den Job auch auswärts erledigen müssen. Und davor ist uns definitiv nicht bange.“

HEC-Stürmer Aiden Wagner sagt eine umkämpfte und enge Finalserie voraus

Denn für den 28-jährigen Kanadier sind die Eisbären noch „einen Schritt von unserem ultimativen Ziel entfernt“. Und er ist zuversichtlich, dieses zu erreichen. „Wir wissen, wie wir gegen die Reutlinger spielen müssen. Und die Black Eagles liegen uns sogar ein bisschen“, sagt Wagner, warnt aber im gleichen Atemzug: „Keine Mannschaft wird einen Freifahrschein im Finale bekommen. Es wird eine umkämpfte und enge Serie.“

Vier Regionalliga-Vereine haben für die Oberliga-Saison 2026/27 ihre Interessensbekundung zur Teilnahme am Lizenzierungsverfahren eingereicht. Die Abgabefrist hierfür war der 15. Februar. Die vier Vereine sind die EHC Neuwied Bären, die Eisadler Dortmund sowie die Eagles Essen-West aus der Region der Oberliga-Nord und die Heilbronner EC Eisbären aus der Region Oberliga-Süd. Die Frist für die Meldung zum Spielbetrieb der Saison 2026/27 für die Oberliga-Bestandsvereine sowie die Absteiger aus der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) läuft bis zum 15. Mai. Die für die Teilnahme am kommenden Spielbetrieb relevanten Unterlagen sind bis zum 1. Juni einzureichen.

Viel Arbeit in den Spielen mit Reutlingen erwartet auch Heilbronns Goalie Riku Törnqvist. „Die Black Eagles spielen zwar sehr einfaches Eishockey. Aber sie sind ein offensiv orientiertes Team. In unseren bisherigen Duellen habe ich viele Schüsse aufs Tor bekommen“, berichtet der 27 Jahre alte Finne. „Deshalb erwarte ich auch für die Finalduelle sehr viele Schüsse auf mein Tor aus allen möglichen Richtungen.“

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