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Zurückhaltung beim Neustart des Waldenburger Triathlons

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Die Teilnehmerzahlen beim traditionellen Hohenloher Sportevent sind deutlich niedriger als vor der zweijährigen Corona-Zwangspause. Statt 230 Einzelstarter gibt es diesmal nur 172 Anmeldungen.

Das Wasser im Neumühlsee gibt in diesem Jahr keinen Anlass zu Besorgnis.
Foto: Archiv/Bertok
Das Wasser im Neumühlsee gibt in diesem Jahr keinen Anlass zu Besorgnis. Foto: Archiv/Bertok  Foto: Bertok

Wenn am Sonntag nach zwei langen Jahren Corona-Zwangpause endlich der 31. Förch-Triathlon in Waldenburg gestartet wird, dann werden sich deutlich weniger Sportlerinnen und Sportler in den Neumühlsee stürzen. Statt der zugelassenen 230 Einzelstarter haben sich lediglich 172 angemeldet. Noch deutlicher fällt der Rückgang beim Staffelwettbewerb aus. Statt der üblicherweise 55 bis 70 Staffeln werden nur deren 20 am Start sein.

Rückgang bei den Staffelmeldungen ist auch der Pandemie geschuldet

"Das schmälert natürlich unsere Einnahmen, während die Ausgaben ähnlich hoch bleiben", sagt Organisatorin Karin Bach. Die Corona-Pandemie sei sicher ein wesentlicher Grund für die Anmeldezurückhaltung. "Die Leute sind weiterhin vorsichtig, gerade weil die Fallzahlen aktuell ja wieder steigen", sagt Bach. Den regelrechten Einbruch bei den Staffel-Teilnehmern führt die Waldenburger Ordnungsamtsleiterin aber auf eine andere Folge der Pandemie zurück. "Durch das vermehrte Homeoffice ist der direkte Kontakt zu den Arbeitskollegen eingeschränkt und Verabredungen für gemeinsame Aktivitäten kommen seltener zustande", erklärt Bach insbesondere den Rückgang bei den Firmenstaffeln.

Positive Coronatests sorgen für Ausfall von Helfern

Auf einen Wolkenbruch wie bei der jüngsten Auflage 2019 würden die Organisatoren am Sonntag gerne verzichten. Nach aktuellem Wetterbericht ist jedenfalls kein Regen vorhergesagt.
Foto: Archiv/Bertok
Auf einen Wolkenbruch wie bei der jüngsten Auflage 2019 würden die Organisatoren am Sonntag gerne verzichten. Nach aktuellem Wetterbericht ist jedenfalls kein Regen vorhergesagt. Foto: Archiv/Bertok  Foto: Bertok

Corona spielt auch im Drumherum nach wie vor eine deutlich größere Rolle als dem Organisationsteam lieb ist. Zwar gibt es keine behördlichen Auflagen mehr, aber einige der rund 300 Helfer mussten in den vergangenen Tagen wegen positiver Coronatests absagen. "Ich sitze zurzeit jeden Abend drei, vier, fünf Stunden zu Hause und versuche, die Aufgaben neu zu verteilen. Das ist ein sehr anstrengendes Puzzlespiel", gesteht Karin Bach.

Immerhin das Wetter dürfte am Sonntag mitspielen, wenn um 12.30 Uhr der Staffel- und um 13 Uhr der Einzelstart erfolgt. Allerdings könnten Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius erreicht werden. "Die Triathleten lieben es ja eher warm als kalt", sieht Bach darin kein Problem. Schließlich geht es ja nicht um eine Ironman-Distanz, sondern "nur" um 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Drei Wasserstellen entlang der Strecke für die dritte Teildisziplin sollten das Auftreten von Dehydrierungen unter den Sportlern sicher verhindern.

Titelverteidiger Moritz Bickel von der Sport-Union Neckarsulm nicht am Start

Mit einem gewissen Schrecken erinnert sich Bach noch an die jüngste Auflage 2019, als der Himmel vor dem Startschuss gefährlich grollte. "Da war lange unklar, ob wir würden pünktlich starten können", sagt Bach. Letztlich brach der Regen erst herunter, als die Sportler bereits auf dem Rad saßen. "Der Regen war eigentlich ganz erfrischend, kurz bevor es auf die Laufstrecke ging", sagte Sieger Moritz Bickel. Der Eberstädter, der für die Sport-Union Neckarsulm startet, hat dieses Jahr allerdings nicht gemeldet und kann daher seinen Titel-Hattrick auch nicht perfekt machen. Mit der Startnummer eins geht daher der 2019er-Zweite Raphael Junghans von der TSG 08 Roth Pro Win ins Rennen. "Er ist sicher der Favorit", sagt Bach. Bei den Frauen fehlen die Top drei von 2019, angeführt von Titelverteidigerin Alexandra Göcken ebenfalls. Das macht das Rennen völlig offen.

Uwe Richlik und Markus Wiedemann als Lokalmatadoren

Beim Staffel-Triathlon sind die Anmeldezahlen im Vergleich zu 2019 regelrecht eingebrochen.
Foto: Archiv/Renk
Beim Staffel-Triathlon sind die Anmeldezahlen im Vergleich zu 2019 regelrecht eingebrochen. Foto: Archiv/Renk  Foto: Renk

Immerhin zwei Lokalmatadoren und Waldenburg-Dauerbrenner sind am Start. Uwe Richlik bestreitet nach eigener Zählung seinen 28. Waldenburger Triathlon und dürfte in der Altersklasse 55 kaum zu schlagen sein. Ebenfalls wieder am Start - nachdem er 2019 verletzungsbedingt fehlte - ist Markus Wiedemann, der in der AK45 startet und 2018 Gesamtdritter war. Der Ingelfinger hat wie der Neuensteiner Richlik schon mehrmals den Ironman auf Hawaii bewältigt.

Bach rät allen Teilnehmern, ihre Startunterlagen frühzeitig - am besten bereits am Samstag zwischen 15 und 17 Uhr - abzuholen, um ein Gedränge beim Check-In zu vermeiden. Am Sonntag ist der Check-In ab 8.30 Uhr geöffnet. Nachmeldungen am Wettkampftag sind wie bisher nicht möglich.

Bereits am Samstag gehen die Kleinsten bei einem Kinder-Cross-Duathlon ohne Zeitmessung an den Start. Hier sind auch noch Nachmeldungen bis eine Stunde vor dem Start möglich. "Hier gibt es tolle Preise zu gewinnen", sagt Bach.


Weitere Informationen

www.tsg-waldenburg.de

 
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