Basketball
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Zu viele Nackenschläge für den TSV Kupferzell

Der Basketball-Landesligist TSV Kupferzell kassierte im Hinspiel der Relegation zur Oberliga eine bittere 74:98-Niederlage gegen Söflingen. Das hatte auch seine Gründe.

Marc Schmerbeck
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Lesezeit 2 Min
Zu viele Nackenschläge für den TSV Kupferzell
Jonathan Hägele (links) und die Kupferzeller erwischten zum Auftakt der Relegation gegen Söflingen keinen guten Tag und verloren deutlich. Foto: Archiv/Gesper  Foto: KURT GESPER

Das hatte Steffen Dzieciuch nicht so erwartet. Aber der TSV Kupferzell unterlag im Relegations-Hinspiel zur Basketball-Oberliga bei Sovit Söflingen II deutlich mit 74:98. "Das ist schon ein richtiges Brett", sagt der Trainer. "Wir haben leider unsere schlechteste Saisonleistung abgerufen."

Am Samstag um 16 Uhr empfangen die Kupferzeller nun die Söflinger in eigener Halle. Einen 24-Punkte-Rückstand noch aufzuholen ist dabei natürlich schwer. "Wir wollen versuchen, gut ins Spiel reinzukommen, unser Spiel zu finden und zu gewinnen", sagt Dzieciuch. Druck will er auf das eigene Team keinen aufbauen. "Im Basketball ist dann ja viel möglich. Und die waren gut, aber nicht überragend."

Kupferzell verschläft den Start

In Söflingen waren alle Kupferzeller Spieler mit an Bord - und auch die Trainingswoche verlief positiv. So waren die Voraussetzungen für ein hochklassiges Spiel gegeben. Allerdings verschlief der TSV den Start und so musste Dzieciuch gleich nach vier Minuten die erste Auszeit nehmen (13:4). Diese zeigte auch nur etwas Wirkung, so dass man offensiv etwas besser ins Spiel fand, aber in der Verteidigung weiter nachlässig agierte (28:17). Dabei war die Defensive während der Runde eher das Prunkstück der Kupferzeller.

Auch im zweiten Viertel zeigte sich das gleiche Bild: Was der TSV auch versuchte, man bekam nie den Zugriff. So konnte die Heimmannschaft jeden kleinen Lauf der Kupferzeller sofort stoppen und ihrerseits wieder Akzente setzen. So ging man mit einem verdienten 40:51-Rückstand in die Halbzeit.

Halbzeitstand ließ den TSV noch hoffen

Eigentlich war man noch im grünen Bereich, da elf Punkte im Basketball schnell aufgeholt sind und der TSV auch keine Foulprobleme hatte, aber dann überschlugen sich die Ereignisse. Die Gäste kamen gut nach der Halbzeit ins Spiel und verkürzten bis auf 50:55.

"Immer wenn wir einen Ansatz hatten und rangekommen sind, hatte Söflingen die richtige Antwort", sagte Dzieciuch. "Bei uns hatte keiner einen guten Tag, zwei, drei einen normalen, das reicht dann aber nicht in so einem Spiel. Dazu kam die Hitze. Wenn man immer wieder Nackenschläge kassiert, macht es das nicht einfacher, wieder aufzustehen."

Nach einer gegnerischen Auszeit kassierte Christopher Windau im folgenden Angriff sein drittes persönliches Foul, um, nachdem die Schiedsrichter einen Wechsel verschliefen, direkt sein viertes zu kassieren.

Rückschlag bringt das Team aus dem Konzept

Dies sorgte wieder für Frustration und brachte den TSV etwas aus dem Konzept. Als dann zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels Kevin Ulrich bei einem Kampf um den Ball umknickte und ihm der gegnerische Center noch auf den Fuß flog, merkte man, dass die Köpfe nach unten gingen. Die Hitze, strittige Entscheidungen, die eigene schlechte Leistung und natürlich die Enttäuschung taten ihr Übriges. So verlor man an diesem Tag auch in der Höhe verdient mit 74:98.

Dzieciuch hofft auf eine bessere Leistung

"Die haben das super sauber als Mannschaft gelöst. Und wir hatten Scheiße an den Fingern und dann kam auch noch Pech dazu", meint Dzieciuch. "Es war ganz schwach von unserer Seite. Wir haben einfach nicht gezeigt, was wir können. So eine Situation mit der Relegation hatten wir ja auch noch nie. Aber das gehört einfach zum Sport dazu. Weiter geht"s".

Und zwar am Samstag im Rückspiel. Hier droht nun mit Kevin Ulrich einer der stärksten Kupferzeller auszufallen. "Riskieren wollen wir auch nichts", sagt Dzieciuch. "Die haben uns auch nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt. Wir wollen uns jetzt auf jeden Fall mit einem Sieg aus der Saison verabschieden." Und falls nicht: "Was wir bis hierher erreicht haben, ist trotzdem gut." Es war schon jetzt der größte Erfolg in der Geschichte der Abteilung.

TSV Kupferzell: Ulrich, K; Karle, H; Feuchter, M; Hägele, D; Teuffel, P; Hägele, J; Windau, C; Hartmaier, J; Baumann, J und Klaiber, J

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