Triathlon
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Wer jubelt auf dem Heilbronner Marktplatz?

Am Sonntag geht es beim Triathlon Heilbronn nicht nur für U23-Europameister Simon Henseleit um den Sieg. Spannend wird es auch auf der Mitteldistanz.

Andreas Öhlschläger
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Lesezeit 3 Min
Wer jubelt auf dem Heilbronner Marktplatz?
Schon am Sonntagmorgen springen die Triathleten von den Steintreppen beim Marra-Haus aus in den Neckar und schwimmen bis zu 1,9 Kilometer. Die Zuschauer haben beste Möglichkeiten, die Teilnehmer zu verfolgen. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel

Es geht um den Spitzensport. Darum, die Allerbesten herauszufinden. Aber das ist nicht das einzig Bedeutsame beim hep Triathlon Heilbronn powered by Audi an diesem Sonntag. Jörg Ullmann, der Geschäftsführer der Deutschen Triathlon gGmbH, einer Tochtergesellschaft des nationalen Verbands DTU, verweist auch auf einen anderen Aspekt: "Wir wollen es den Menschen ermöglichen, sich sportlich anspruchsvoll zu betätigen. Wir veranstalten den Triathlon in Heilbronn nicht als privatwirtschaftliche Agentur. Unsere Investments tätigen wir nicht aus kommerziellen Gründen, wir müssen nicht ausschließlich auf Deckungsbeträge achten." Jeder Teilnehmende soll die Möglichkeit bekommen, seine individuellen Leistungsgrenzen auszutesten und im Wettkampf mit anderen Triathleten Spaß zu haben.

Gegen 12 Uhr sind die Ersten im Ziel

Los geht es an diesem Sonntag bei den Steintreppen am Heilbronner Marra-Haus mit dem Start der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) um 8.15 Uhr. Die Teilnehmenden der Kurzdistanz (1,5 km, 40 km, 10 km) gehen ab 12 Uhr ins Neckar-Wasser, die Aktiven auf der Sprintdistanz (0,75 km, 20 km, 5 km) ab 13.30 Uhr.

Die ersten Zieleinläufe werden gegen 12 Uhr auf dem Heilbronner Marktplatz erwartet.

Der Finishbereich ist jetzt wieder am angestammten Platz vor dem Rathaus. Im vergangenen Jahr musste wegen der Covid-19-Schutzbestimmungen das Veranstaltungskonzept des hep Triathlons Heilbronn powered by Audi angepasst werden. 2021 waren Start- und Zielbereich sowie die Wechselzone ans Frankenstadion verlegt worden, raus aus der Innenstadt. Jörg Ullmann ist nun "sehr froh, dass wir den Weg zurück auf den Marktplatz gefunden haben".

Guter Überblick für die Fans

Diesmal wird das Neckar-Wasser beim Schwimm-Start in allerbester Citylage spritzen. Von der Götzenturmbrücke hat man als Zuschauer einen guten Überblick. Raus aus dem Fluss geht es dann auf der Seite der Badstraße. Die Radstrecke führt in den Westen, durch Böckingen, vorbei an Klingenberg. Hinter Nordheim wenden die Teilnehmenden der kürzesten Distanz, während alle anderen auf der 45 Kilometer langen Runde noch einen Schlenker über Schwaigern, Stetten a.H. und Haberschlacht machen. Nach dem Wechsel vom Rennradsattel in die Laufschuhe in der Badstraße geht es für alle auf die östlich des Neckars verlaufende, fünf Kilometer lange Wendepunkt-Strecke.

Nah dran sein am Publikum, darum geht es den Triathlon-Machern in Heilbronn. "Dieser Wettkampf ist ja etwas Gelebtes, es ist alles sehr zuschauerfreundlich gemacht", sagt Simon Jung, der als Organisationsleiter der Veranstaltung in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv an den Details gefeilt hat, um auf der Basis der Tradition beim früheren City-Triathlon und der nachfolgenden Challenge Heilbronn hochattraktive Rennvoraussetzungen bieten zu können. "Im Radius von ein paar hundert Metern kann man alles sehen, das Schwimmen, die Wechselzone hin zum Radfahren und am Schluss dann auch den Laufkurs. Das ist bei uns sehr kompakt beieinander."

Warme Temperaturen und viel Sonne

Getäuscht hat sich Jung allenfalls in seiner Wetterprognose. Vor zwei Wochen sagte er: "Ich erwarte 23 Grad, leicht bewölkt. Dem Event angemessen." Das war damals eine ziemlich zuversichtliche Einschätzung. Nun sind die kurzfristigen Wettervorhersagen noch deutlich positiver. Bis zu 28 Grad Wärme soll es am Sonntagnachmittag geben. Strahlender Sonnenschein ist vorhergesagt.

Als Topathleten sind an diesem Sonntag dabei: der frischgebackene U 23-Europameister Simon Henseleit, der auf der Sprintdistanz starten wird, sowie Finn Große-Freese, der Ende Mai deutscher Vizemeister über die Mitteldistanz geworden ist und auch in Heilbronn auf dieser Strecke starten wird.

Lokalmatador Moritz Bickel

Starke Athleten aus der Mannschaft des Lokalmatadors hep Team Neckarsulm sind Moritz Bickel oder Philipp Nothof. Die Mannschaft aus der Heilbronner Nachbarstadt startet in der Triathlon-Bundesliga und spielt dort eine sehr gute Rolle.

Die ganz großen Namen aus dem Profibereich der Ironman-Asse werden in Heilbronn im Gegensatz zu früheren Austragungen nicht dabei sein. "Wir haben bewusst die Entscheidung getroffen, in die Veranstaltung an sich zu investieren", sagt Jörg Ullmann. Doch das soll sich in Zukunft ändern. "Wir haben Ideen, wie wir die Veranstaltung auch im Topsportbereich aufwerten können", sagt der Geschäftsführer des Veranstalters. "2023 werden wir den Wettkampf vielleicht mit der Triathlon-Bundesliga kombinieren."

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