Reitsport
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Volles Programm beim dreitägigen Reitturnier des RV Schwaigern

Endlich wieder Zuschauer beim Muttertagturnier, das diesmal ohne S-Springen steigt. Wie kommt der neue Modus der Regionsmeisterschaften an?

Lars Müller-Appenzeller
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Lesezeit 2 Min
Volles Programm beim dreitägigen Reitturnier des RV Schwaigern
Ist am Start, auch wenn in Schwaigern keine S-Prüfung mehr ausgeschrieben ist: Jan Müller vom RV Ilsfeld. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Die Tradition kann wieder gelebt werden. Das Maiturnier des RV Schwaigern ist ein Muttertagturnier. Am Sonntag gibt es Spargel und die sportlichen Höhepunkte des dreitägigen Turniers. Oliver Schmiech, 2. Vorsitzender des RVS, sagt es so: "Der Sonntag macht das Turnier." Und die Aussichten sind nach zwei Pandemie-Jahren mit Blick auf Corona und den Wetterbericht für alle gut: für die Veranstalter, für die Zuschauer, für die Reiterinnen und Reiter. Also alles wie gewohnt von Freitag bis Sonntag? Fast alles.

Zum einen wird es keine schweren Prüfungen geben. Die beiden M*-Springen am Samstag (17.45 Uhr) und am Sonntag (15.30 Uhr) sind die Tageshöhepunkte, nicht zu vergessen die M*-Dressuren am Samstag (19 Uhr) und am Sonntag (16 Uhr). "Mit ländlichen S-Springen auf einem Rasenplatz ist es schwierig", sagt Oliver Schmiech. "Und so eine Prüfung ist mit vielleicht acht Startern wirtschaftliche nicht ansprechend." Deshalb wurde schon vor Jahren das Turnier umgebaut, die Ausschreibung verändert: Der Trend geht zur Dressur.

Jan Müller versteht den Trend zu Sandböden nicht

Springreiter Jan Müller versteht nicht so recht, warum sich seine Kolleginnen und Kollegen bei Turnieren auf Rasen rarmachen: "Wenn ein Verein in der Region ein Turnier macht, sollten wir Reiter aus der Region das unterstützen", sagt der Amateur vom SC Ilsfeld. "Durch Corona hat sich das in die falsche Richtung entwickelt: Jeder glaubt, nur noch auf Turnieren mit Sandböden reiten zu können. Aber wie soll das gehen? Wir haben in der Region nun mal die großen Rasenplätze." Jan Müller schaut jedenfalls, ob die Ausschreibung passt und nicht auf den Untergrund. In Ilsfeld präsentiert er seine jungen Pferde.

Etwa 280 Reiterinnen und Reiter haben mit fast 400 Pferden gemeldet - klassisch. Der RV Schwaigern hat das dreitägige Turnier nicht als Late-Entry-Turnier ausgeschrieben, was in den vergangenen Corona-Jahren branchenüblich war und für die Teilnehmer höhere Nenn- und niedrigere Preisgelder bedeutete. Deshalb sei klar gewesen, so Schmiech: "Wenn alles wieder normal läuft, machen wir wieder eine normale Ausschreibung - es ist nicht einfach, wenn man seine Kundschaft einmal verärgert hat."

PSK Franken zieht im September einen Strich drunter

Ob der neue Modus der Regionsmeisterschaften bei den Turnieren für mehr Kundschaft sorgt, sei noch nicht erkennbar, sagt Frank Uhde, der Vorsitzende des Pferdesportkreises Franken. Kürzlich in Brackenheim war es losgegangen. "Wir müssen abwarten, im September werden wir dann alles bewerten." Nach einer hoffentlich, so Uhde, ganz normalen Turnier-Saison.

Bisher wurden die Regionsmeister an einem einzigen Turnier ermittelt. Jetzt können bei den Turnieren in der Region Punkte gesammelt werden - die besten vier Prüfungen kommen in die Wertung. So viel ist schon klar: "In der Dressur haben wir sehr stabile Teilnehmerfelder", sagt Oliver Schmiech. Das sorgt in Schwaigern für einen langen Samstag, wo unter anderem 46 Paare in einer L*-Trense- und 28 Paare in der M*-Dressur starten wollen: "Da haben wir von 8 bis 22 Uhr Programm." Wie in alten Zeiten.

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