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Unverhoffte Meisterfeier der Reds

Heilbronns Basketballer machen durch einen 68:63-Erfolg gegen Esslingen vorzeitig den Aufstieg klar.

Dominik Knobloch
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Lesezeit 2 Min
Unverhoffte Meisterfeier der Reds
Klar obenauf: Heilbronns Spielertrainer Goran Mijic hat seine Reds in die Regionalliga 2 geführt. Auch gegen Esslingen blieb die TSG in eigener Halle eine echte Macht. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Der entscheidende Schritt kam selbst für die Heilbronner etwas überraschend. Der goldene Konfetti-Regen, der am Sonntagabend durch die brodelnde Mörikehalle in Sontheim rieselte, hatte sehr fix organisiert werden müssen. Genau wie der Meister-Sekt, mit dem TSG-Center Simon Schmitz Spielertrainer Goran Mijic bespritzte, ehe er sich selbst einen großen Schluck gönnte und die Flasche an seine Teamkollegen weiterreichte.

Unverhoffte Meisterfete

"Dass Konstanz am Samstagabend verliert und wir damit schon die Chance hatten, alles klar zu machen, damit war nicht wirklich zu rechnen", sagte TSG-Manager Matthias Götz mit Blick auf den hartnäckigsten Verfolger in der Oberliga-Meisterschaftsrunde. Mit einem 68:63 gegen Esslingen nutzte Heilbronn den Steilpass direkt und genoss die unverhoffte Meisterfeier "mit allem, was man eben noch auf die Schnelle auftreiben konnte", berichtete Götz mit einem Grinsen. "Es war aber gar nicht die Riesenparty, eher harmlos. Montags musste schließlich jeder wieder arbeiten und wir haben ja auch noch zwei Partien zu spielen. Danach wird richtig gefeiert."

Davor möchte Mijic das Restprogramm genau so angehen, wie seine Reds es auf dem Weg in die Regionalliga 2 immer gehalten haben, "einfach mit dem Maximum, wir wollen alles gewinnen - das ist unsere Richtung".

Aufstieg in fünfthöchste Liga

Und diese Richtung führt Heilbronn künftig in Deutschlands fünfthöchste Liga. Die nach Bundesländern unterteilte Regionalliga 2 umfasst für die Reds künftig ganz Baden-Württemberg. Für die Reds kommen also badische Gegner mit dazu. "Wir sind eh Nordwürttemberger, das ist eigentlich eher günstig", sagt Götz zum sportlichen und geographischen Weg nach oben. "Wir sind richtig glücklich, dass es nach den vielen zweiten Plätzen endlich geklappt hat. Wir waren extrem fokussiert", lobt der Spielertrainer sein Team, das wohl weitgehend zusammenbleibt: "Vielleicht holen wir aber noch ein, zwei Leute dazu. Sie müssen aber zu uns passen, vor allem vom Kopf."

Erste Interessenten haben sich schon gemeldet, verrät der Teammanager: "Mich haben diese Woche, schon bevor der Aufstieg feststand, erste Spieler mit guten Qualifikationen kontaktiert und Interesse bekundet. Es hat sich rumgesprochen, was hier in Heilbronn passiert." Für Matthias Götz ist es nun "natürlich ein Bonus, dass wir schon drei Wochen vorher Gewissheit haben und ein bisschen planen können - das wird ja für uns alle auch absolutes Neuland."

Eine Familie bleiben

Neuland, das die Red allerdings mit altbewährter Struktur angehen. "Klar kann man Geld immer gebrauchen, aber das ist nicht unsere DNA. Wir wollen weiter eine Basketball-Familie sein, der Etat wird sich nicht groß ändern", versichert Götz: "Keiner kriegt hier bisher was, sondern die meisten bringt eher noch was. Ob das so bleibt, müssen wir jetzt als Mannschaft beschließen. Es ist in der Regionalliga eigentlich auch nicht üblich, dass Leute Geld bekommen. Ich glaube, ab der Regio 1 ist so der Punkt, wo sich die ein oder andere Mannschaft mal einen Ausländer leistet."

Die Regio 1 ist aber zumindest für Goran Mijic noch kein Thema, mit dem er sich beschäftigt: "Unser Ziel wird in der ersten Saison einfach nur sein, zu bleiben und dafür unser Maximum zu geben. Ob dieses Maximum dann vielleicht für noch mehr reicht, kann man noch nicht sagen - wir werden sehen."

Zunächst einmal hat der Spielertrainer die beiden letzten Begegnungen der Oberliga-Meisterrunde vor Augen. Am 21. Mai geht es für die TSG zum Topspiel nach Konstanz, ehe am 29. zu Hause der Abschluss gegen Urspring wartet. Mit planbarer Meisterfeier im Anschluss.

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