Leichtathetik
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Untauglich: Kritik am Zustand der Tartanbahn im Heilbronner Frankenstadion

Bei den württembergischen Meisterschaften der Leichtathlen im Heilbronner Frankenstadion ist eine Bahn gesperrt worden. Wie geht es nun mit den geflickten Stellen weiter?

Stefanie Wahl
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Lesezeit 1 Min
Untauglich: Kritik am Zustand der Bahn im Frankenstadion
Um jede Hundertstelsekunde hat der Nachwuchs bei den württembergischen Meisterschaften gekämpft. Doch die Tartanbahn im Frankenstadion weist sichtbare Schäden auf.  Foto: Veigel, Andreas

Gewusel im Frankenstadion. Für mächtig Betrieb auf der Tartanbahn, den Sprunganlagen und im Kugelstoßring haben auch die besten Schüler gesorgt, die am 30. und 31. Juli 2022 im Rahmen der Landesmeisterschaften der Aktiven in Heilbronn ihre württembergischen Titelkämpfe der M 14 und 15 sowie der W14 und 15 ausgetragen haben.

Aus regionaler Sicht war Elina Göcken (Sport-Union Neckarsulm) die herausragende Nachwuchsathletin.

Die 15-Jährige, die in Obersulm-Eichelberg wohnt, hat nach ihrem souveränen Titel über die 800 Meter am Samstag von der obersten Stufe des Podests gestrahlt, weil sie in der W 15 in starken 2:23,25 Minuten die Schnellste gewesen ist. Tags darauf holt die Schülerin des Paul-Distelbarth-Gymnasiums über die 300 Meter Hürden auch noch die Bronzemedaille in 48,39 Sekunden und beweist damit ihre Vielseitigkeit. "Der Titel fühlt sich schon ziemlich cool an", sagt Elina Göcken.

Viel Diskussionsstoff

Die Tartanbahn im Frankenstadion steht gewöhnlich für schnelle Zeiten - und doch hat sie am Rande der Meisterschaften ob der Reparaturarbeiten als Folge des Ärzte-Konzerts wenige Wochen zuvor für reichlich Diskussionsstoff gesorgt.

Michael Manke-Reimers, Vizepräsident des Süddeutschen Verbandes, ist den Tartanbelag abgelaufen - und hat entschieden die Bahn fünf zu sperren. Zu hoch sei das Verletzungsrisiko gewesen. "Das ist dermaßen schlecht geflickt", sagt Manke-Reimers im Gespräch mit der Heilbronner Stimme, "wenn Athleten dort mit dem Fußballen reinlaufen, ist es viel zu weich."

Seine Athletin, WM-Starterin Jessica-Bianca Wessolly, hat der Mannheimer aufgrund des schlechten Zustandes der Bahn gar nach nur einem Lauf zurückgezogen.

Spürbare Dellen

Zudem haben die Sprinter moniert, dass es leichte, optisch nicht sichtbare, aber beim Laufen durchaus spürbare Dellen gäbe. "Da müssen schwere Gewichte draufgestanden haben. Das ist untragbar. Die Bahn ist für den Leistungssport nicht mehr tauglich, sie muss komplett saniert werden", sagt Michael Manke-Reimers. "Ich kann nur hoffen, dass der Eigentümer ein qualifiziertes Gutachten erstellen ließ."

Der Sportwart hat sich Notizen gemacht und wird seine Gedanken nun zu Papier bringen. Der Brief an Oberbürgermeister Harry Mergel soll in wenigen Tagen fertig sein.

 

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