Reitsport
Lesezeichen setzen Merken

Reitturnier in Öhringen-Cappel: Stelldichein der regionalen Elite

Für die S-Prüfungen beim Reitturnier in Öhringen-Cappel hat ein starkes Teilnehmerfeld gemeldet. In Dressur wie im Springen sind hochkarätige Wettkämpfe zu erwarten.

Marc Schmerbeck
  |    | 
Lesezeit 2 Min
Stelldichein der regionalen Elite in Cappel
Beim letzten Turnier ohne Corona-Einschränkungen holte sich Pascal Lindner im Jahr 2019 den Sieg in Öhringen. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel

Papier ist geduldig. Doch die Nennliste für den Großen Preis beim 58. Reit- und Springturnier in Öhringen-Cappel kann sich sehen lassen. Für die S-Prüfungen - egal ob im Springen oder der Dressur - haben die großen Namen der Region gemeldet. Angefangen bei der auch international erfolgreichen Titelverteidigerin im Springen, Barbara Steurer-Collee, fortgesetzt über Sven Schlüsselburg, Jan Müller, Joachim Durst oder den Sieger von 2019, Pascal Lindner. Der Große Preis am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr könnte ein außerordentlich starkes Starterfeld haben. Wer dann wirklich antritt, bleibt bei den vorhergesagten Temperaturen abzuwarten.

22 Nennungen für das S*-Springen

Die Zahl der Nennungen für das S*-Springen wurden von 15 im vergangenen Jahr auf 22 gesteigert. "Wir sind die Reiter teilweise auch aktiv angegangen", sagt Michael Pfisterer vom veranstaltenden Verein RFV Öhringen. Er selbst wird sich auch der großen Konkurrenz stellen. "Wenn ich eine Platzierung erreichen könnte, wäre ich zufrieden", sagt er. "Am Ende muss man auch abwarten, wer wirklich kommt und mit welchen Pferden die Spitzenathleten an den Start gehen. Aber es sind einige Reiter da, die schon ein S-Springen gewonnen haben. Von daher dürfte es einen spannenden Wettkampf geben." Geritten wird wie üblich mit Siegerrunde. Am Samstag um 17.30 Uhr gibt es eine erste S-Prüfung - ein Punktespringen mit Joker.

Gute Erinnerungen für Ann-Kathrin Lindner

Ebenso interessant wird es in der Dressur am Sonntag ab 14 Uhr zugehen. Mit Ann-Kathrin Lindner hat unter anderem die U25-Europameisterin und Siegerin von 2019 gemeldet. An das letzte Turnier vor der Corona-Pandemie wird sich die Heilbronnerin, die mittlerweile den Hof von Jürgen Kurz in Leingarten gepachtet hat, sicher gerne erinnern. Schließlich gelang der Familien-Doppelsieg im Springen und der Dressur. Es war auch das Jahr, in dem sie mit der Mannschaft bei der U25-EM gewann. Diesen Erfolg wiederholte sie im vergangenen Jahr.

In Cappel war danach erstmal ein Jahr Corona-Zwangspause. Die Einschränkungen ließen kein Turnier zu. Erst 2021 wurde auf der Anlage wieder geritten - unter anderem mit Zuschauerbeschränkung. Gewonnen hat da in der Dressur Fiona Serafina Lukas, die sich nun dieses Jahr mit Lindner messen kann. Insgesamt gibt es 38 Nennungen für die Prüfung. Darunter auch Malin Kampp vom Gastgeber-Verein, die sich eine Platzierung erhofft. "Wir sind froh, dass wir dieses Jahr fast den Stand von vor Corona erreicht haben", sagt Pfisterer. Nicht ganz 1000 Nennungen gibt es für das traditionsreiche Turnier, das gestern begonnen hat und mit der S*-Prüfung seinen Abschluss findet. Vor Corona waren es etwas mehr als 1000. "Wir haben auch einige Prüfungen umgestellt, um vielfältiger aufgestellt zu sein", sagt Pfisterer.

Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben