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Basketball: Siegzwang beim Nachsitzen für Merlins und Riesen

In den ausstehenden Basketball-Nachholspielen geht es für Crailsheim um den Playoff-Einzug und für Ludwigsburg um das Heimrecht im Viertelfinale

Marc Schmerbeck
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Lesezeit 2 Min
Siegzwang beim Nachsitzen für Merlins und Riesen
Gelingt den Merlins mit Jaren Lewis (Zweiter von links) noch der Sprung in die Playoffs? Die Riesen Ludwigsburg hätten nichts dagegen. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Das internationale Geschäft ist eine Gratwanderung. Auch im Basketball. Die Gedanken an das Champions-League Final Four am kommenden Wochenende könnten den Riesen Ludwigsburg im BBL-Endspurt das Heimrecht in den Playoffs kosten. Ärgerlich aber irgendwie verschmerzbar.

Ähnlich ist die Lage bei den Hakro Merlins Crailsheim. Im Europe-Cup verletzte sich mit TJ Shorts der beste Offensivspieler der Bundesliga, kurz darauf erwischte eine Coronawelle den Club. Nun haben die Crailsheimer nur noch eine kleine Chance auf den Einzug in die Playoffs. Eine bessere Ausgangsposition haben sie am vergangenen Wochenende verspielt.

Die Saison zieht sich coronabedingt in die Länge

Zwar stand offiziell da der 34. und damit letzte Spieltag an, doch nur sechs von 18 Teams haben schon alle Partien hinter sich. Zu viele Spielausfälle gab es in einer weiteren von Corona beeinflussten Saison. Die Euro-League-Clubs Alba Berlin und FC Bayern München haben sogar noch drei Spiele ausstehen. Berlin könnte den aktuellen Tabellenführer Bonn noch abfangen. Am Tabellenende stehen die Gießen 46ers und die Fraport Skyliners als sportliche Absteiger fest. In den restlichen Nachholspielen geht es nun um die Ausgangsposition für die Playoffs.

Eine Partie entscheidet für die Riesen, ob sie das Heimrecht haben werden oder nicht. Der Termin gegen die MLP Academics Heidelbeg steht mittlerweile fest: Es ist der 11. Mai um 19 Uhr. Das Problem daran: Davor steht am Freitag um 21 Uhr das Halbfinale in der Champions League an. Im Idealfall folgt dann das Finale am Sonntag um 20 Uhr. Erst danach wird der Fokus wieder auf die BBL gerichtet sein. "Jeder konnte heute sehen, dass auf unserer Seite die Konzentration gefehlt hat", ärgerte sich Riesen-Trainer John Patrick über die 86:102-Niederlage gegen Oldenburg am Sonntag. "Obwohl wir stellenweise hart gespielt haben. Wir freuen uns klar auf das Spiel am kommenden Freitag in Bilbao, aber für mich ist das Ergebnis heute dennoch enttäuschend, weil es über den Heimvorteil für die Playoffs entscheiden könnte", sagte Patrick.

Immer wieder diese Aussetzer

"Es kann nicht sein, dass uns als Mannschaft in so einem Spiel so viele Aussetzer passieren. Das ist aber so und wir müssen die weiteren Ergebnisse in der Liga abwarten und bereiten uns ab sofort auf das Finalturnier in Bilbao vor", sagt er. Die Niederlage brachte es mit sich, dass Ludwigsburg auf Rang fünf rutschte. Nun steht Ludwigsburg gegen Heidelberg unter Siegzwang gegen Heidelberg. In der eigenen Hand haben es die Riesen aber nicht mehr. Sie könnten vom Sechsten Ulm, der noch zwei Spiele (am Freitag gegen München, am Sonntag gegen Gießen) ausstehen hat, noch abgefangen werden. Außerdem gilt es Chemnitz von Platz vier wieder zu verdrängen.

Und die Niners bekommen es am Samstag um 20.30 Uhr mit den Merlins Crailsheim zu tun - ein Duell also, das viel Brisanz verspricht. Denn nur mit einem eigenen Sieg und einer Niederlage vom Achten Brose Bamberg (Sonntag, 20.30 Uhr) gegen die Hamburg Towers können die Merlins noch in die Playoffs einziehen. Ärgerlich, weil mehr möglich gewesen wäre für die Hohenloher. Am vergangenen Freitag fehlte beim 70:91 gegen Absteiger Frankfurt zu Hause die Frische. Am Sonntag fehlte dann nach schwachem Start gegen Ulm das Glück. 90:100 hieß es nach Verlängerung. In der regulären Spielzeit hatten die Merlins beim 87:87 noch 13,7 Sekunden für einen letzten Angriff. Der Ball fand sein Ziel nicht. In der Verlängerung ging den Zauberern dann die Luft aus.

"Viele Spieler haben ihr Limit abgerufen, aber es hat nicht gereicht. Unser nächstes Ziel ist es genau so wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, im letzten Heimspiel vor unseren unglaublich tollen und treuen Fans zu spielen", sagte Trainer Sebastian Gleim.

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