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Showdown mit Endspiel um den Snooker-Meistertitel in Heilbronn

TSG Heilbronn mit Heimspielen gegen den Dritten Essen und Zweiten Mayen-Koblenz - Alexander Ursenbacher als Top-Verstärkung aus der Schweiz.

Alexander Bertok
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Lesezeit 2 Min
Showdown mit Endspiel um den Snooker-Meistertitel in Heilbronn
Richard Wienold und das Snooker-Team der TSG Heilbronn wollen am Sonntag zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Meister werden. Foto: Bertok  Foto: Seidel, Ralf

Die Spielplangestalter der Snooker-Bundesliga haben alles richtig gemacht und sich das Beste für den Schluss aufgehoben. Am Sonntag (11 Uhr) empfängt der Tabellenführer und amtierende deutsche Mannschaftsmeister TSG Heilbronn im Billiardzentrum am Pfühlpark den Zweiten SC Mayen-Koblenz. Es ist das letzte Spiel der Saison und finale Showdown um die DM.

"Verteidigen wir unseren Titel, ist er wertvoller als der von 2020", sagt Richard Wienold, Kapitän der Heilbronner. 2019/20 wurde die Saison nach dem ersten Rückrunden-Wochenende aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgebrochen, gewertet wurde die Hinrundentabelle. Und die wies die TSG als Meister aus. 2021/22 wurde die Saison wegen Covid-19 gar nicht gestartet.

Zwei Siege sind das Ziel

Ob den unbesiegten Heilbronnern gegen Koblenz ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage zur zweiten Meisterschaft der Vereinsgeschichte reicht, oder ob gegen den Titelträger der Jahre 2018 und 2019 gewonnen werden muss - das entscheidet sich am Samstag, wenn Heilbronn ab 14 Uhr den Drittplatzierten SC Essen 147 erwartet und die Koblenzer zeitgleich beim Vierten BC Stuttgart 1891 antreten.

Das Ziel der TSG ist klar, beide Spiele sollen gewonnen werden. "Am Samstag steht auf der Agenda, möglichst deutlich zu gewinnen, dann könnten wir es uns am Sonntag einfacher machen", sagt Wienold. "Für Essen geht es um nichts mehr. Was die noch anrichten können, wäre uns die Meisterschaft zu versauen."

Ismail Türker fällt nach Knie-OP aus

Anfangs der Woche war noch unklar, in welcher Aufstellung die Heilbronner in das Showdown-Wochenende gehen. Ismail Türker, der sich vor wenigen Wochen einer Knie-Operation unterziehen musste, hat noch kein Training absolviert und fällt aus. Für ihn hätte Soner Sari einspringen können. Doch am Dienstagabend erreichte das Team eine wichtige Nachricht. "Und es war eine sehr positive", erzählt Wienold. "Alexander Ursenbacher wird für uns spielen. Mit ihm im Team steigt unsere Zuversicht."

Und so feiert der Profi aus der Schweiz, die Nummer 62 in der Snookerwelt, seine Saisonpremiere für die Heilbronner. Ursenbacher ist der in der Weltrangliste bestplatzierte Bundesliga-Spieler. Der 26-Jährige hat auf der Profi-Tour mit zwei Siegen über Siebenfach-Weltmeister und aktuellen Weltranglisten-Ersten Ronny O"Sullivan sowie seiner Teilnahme an der WM-Endrunde 2021 überrascht.

Heilbronn geht auf Nummer sicher

Die deutschen Einzel-Meister der Jahre 2017 und 2018, Richard Wienold (Erster der Bundesliga-Einzelrangliste) und Michael Schnabel (3.) werden für die TSG ebenso in das Titelrennen eingreifen, wie der starke Syrer Omar Alkojah (4.). Doch die Gastgeber gehen auf Nummer sicher. "Soner ist ganz gut in Form und wird auf jeden Fall auch anreisen", sagt Wienold. "Es ist besser an so einem Spieltag einen fünften starken Mann zur Verfügung zu haben. Schließlich weiß man nie, was passiert."

"Ein Aufeinandertreffen dieser Güteklasse hat es in der Geschichte der Snooker-Bundesliga noch nicht gegeben", verspricht TSG-Billard-Abteilungsleiter Frank Haberzettl am Sonntag Snookersport auf Top-Niveau. Auch Mayen-Koblenz wird in stärkster Aufstellung erwartet.

Ex-Weltmeister Ken Doherty erwartet

Die Gäste dürften mit Simon Lichtenberg (Weltranglisten-75.) und Lukas Kleckers (WR-83.) antreten, die einzigen deutschen Spieler, die in der zu Ende gegangenen Main Tour der Profis aktiv waren. Auch das belgische Ass Kevin van Hove (Zweiter der Bundesliga-Rangliste) gehört zum Team. "Und dann darf man gespannt sein, ob Koblenz noch eine Überraschung aus dem Hut zaubert", spekuliert Wienold, Ex-Weltmeister Ken Doherty (WR-85.) könnte für die Gäste antreten. Steht er nicht zur Verfügung, spielt der deutsche Kaderspieler Felix Frede.

"Zuschauer sind zugelassen und erhofft", sagt Wienold, das Platz für bis zu 40 Zuschauer vorhanden ist. Der Eintritt ist frei, es besteht keine Maskenpflicht.

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