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Schnelles Ende einer schrägen Saison

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Corona hat alles durcheinander gebracht: Die Verbandsliga-Männer des TC Heilbronn unterliegen Aufsteiger VfL Sindelfingen 0:9. Damit ist die kurze Runde schon wieder vorbei - wichtig war sie dennoch.

Hat am Sonntag für das knappste Ergebnis gesorgt: Tom Bruel vom TC Heilbronn am Trappensee unterlag an Position vier mit 2:6, 6:7.
Foto: Mario Berger
Hat am Sonntag für das knappste Ergebnis gesorgt: Tom Bruel vom TC Heilbronn am Trappensee unterlag an Position vier mit 2:6, 6:7. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Erst kam Corona - und dann auch noch Pech dazu. "Eigentlich spiele ich an Position vier, bin heute aber als Nummer eins auf den Platz", sagte Mathieu Meyer am Sonntagnachmittag. Obwohl drei Spieler fehlten und es am letzten Spieltag der Verbandsliga eine 0:9-Klatsche zu Hause gegen den VfL Sindelfingen gab, war der Mannschaftsführer des TC Heilbronn am Trappensee gut gelaunt und sagte: "Ich habe das Gefühl: Jetzt könnte es richtig losgehen."

Doch nach lediglich vier Spieltagen ist der Ersatz für die Verbandsrunde schon wieder vorbei - wobei die Heilbronner lediglich drei Spiele bestritten, weil der TC Weingarten nicht antrat. Dass dies der einzige Saisonsieg der Jungs vom Trappensee blieb, passt zur Corona-Runde - diese Tennissaison war schräg.

Tom Bruel schlägt sich mehr als respektabel

"Eigentlich war unser Ziel der Aufstieg", sagt Tom Bruel. Der 20-jährige Heilbronner an Position vier hatte bei seiner 2:6, 6:7-Niederlage gegen Jonas Brezing für das knappste Ergebnis gesorgt - mehr als respektabel gegen einen übermächtigen Gegner, der sechs Spieler der Leistungsklasse (LK) 1 aufschlagen ließ. Die Heilbronner bewegen sich zwischen LK 3 (Meyer) und LK 13 (Robin Storf). Eigentlich sollten für die Heilbronner noch drei richtig gute Spieler aufschlagen: Jungprofi Rudi Christiansen sowie Juan Cruz Scoppetta und Kevin Abele.

Doch Rudi Christiansen ist verletzt. Juan Cruz Scoppetta lebt in Argentinien und konnte wegen der Pandemie nicht wie sonst für den Tennis-Sommer nach Heilbronn fliegen. Kevin Abele hatte vor einer Woche bei der 2:7-Niederlage bei der TG Ebingen sein Einzel wegen starken Hustens aufgeben müssen. Ihm wurde mit Hinweis auf Corona nahe gelegt, auf das Doppel zu verzichten; was der Asthmatiker auch tat. "Die Ebinger riefen anschließend nochmal an und baten darum, dass sich Kevin auf Corona testen lässt", berichtet Mathieu Meyer. Der Test sei negativ gewesen - dennoch war sich die Mannschaft einig, ohne Abele anzutreten.

Es war dennoch eine wichtige Runde

So oder so wurde die kurze Saison für die ambitionierten Heilbronner "mehr als eine Trainingsrunde", so Meyer. "Wir haben alle wenig trainiert und wenig Sport getrieben. Dennoch hatten wir Lust zu spielen und den Anspruch, erfolgreich zu sein." Es sei dennoch eine wichtige Runde gewesen, sagte Tom Bruel. "Es hat es tatsächlich leichter gemacht, dass wir wegen Corona nicht absteigen konnten und nichts zu verlieren hatten." So konnte er an Position vier Erfahrungen sammeln, Robin Storf (Jahrgang 2002) sich in der ersten Mannschaft präsentieren.

Wie es weitergeht? Zunächst ging es am Sonntag noch auf einen "kleinen Umtrunk" in die Stadt, sagte Mathieu Meyer. "Die nächsten Tage müssen wir dann schauen, wie wir nächstes Jahr spielen wollen, sollen, können." Es gelte zu klären, ob Rudi Christiansen gehalten werden könne und was Juan Cruz Scoppetta plane. Klar ist: Auf Corona und Verletzungspech würden die Heilbronner 2021 gerne verzichten.

 

TC Heilbronn a. Trappens. - VfL Sindelfingen 0:9

Mathieu Meyer - Benedict Kurz 1:6, 2:6;
Benjamin Buck - Martin Dimitrov 0:6, 0:6;
Jonas Rades - Christian Koch 4:6, 3:6;
Tom Bruel - Jonas Brezing 2:6, 6:7;
Nicolas Moser - Adrian Kohler 1:6, 2:6;
Robin Storf - Philippe Zehender 1:6, 1:6;
Meyer/Buck - Dimitrov/Kohler 1:6, 1:6;
Rades/Moser - Kurz/Zehender 1:6, 2:6;
Bruel/Storf - Koch/Brezing 1:6, 3:6.

 

Bestes Saisonresultat
Das war knapp: Die Verbandsliga-Männer des TC Lauffen haben die Saison mit einer 3:6-Niederlage im Derby beim TC Ludwigsburg beendet und sind in der Corona-Runde ohne Sieg geblieben. Es war die knappste Entscheidung der vier Spieltage: Max-Leonard Mirlieb und Hagen Hochmuth punkteten nicht unerwartet an den Positionen fünf und sechs, Sven Zimmer hätte beinahe überraschend den dritten Einzelpunkt geholt, verlor sein Einzel gegen Max Müller aber mit 4:10 im Match-Tiebreak. Für den dritten Punkt sorgte das Doppel Pascal Barreuther/Paul Speitelsbach.

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