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René Noller kämpft sich nach Auspuffbruch am Stemweder Berg zurück

Der dritte Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft in Lübbecke wird für den Abstatter früh zur Aufholjagd. Spitzengruppe der 2WD-Klasse rückt enger zusammen.

Nils Buchmann
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Lesezeit 2 Min
René Noller kämpft sich nach Auspuffbruch am Stemweder Berg zurück
Auf der zweiten Etappe am Samstag machten René Noller und Beifahrerin Anne Katharina Stein in ihrem Opel Corsa Rally4 noch einige Plätze gut.  Foto: highspeed-events

René Noller befand sich beim dritten Lauf um die Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) am Stemweder Berg in Lübbecke schon früh auf einer Aufholjagd. Denn bereits nach der ersten Etappe am Freitag waren alle Pläne des 20-jährigen Abstätters durchkreuzt worden. Vom Auspuff seines Opel Corsa Rally4.

Früh Top-Zeiten fahren, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen, einen möglichen Vorsprung komfortabel verwalten und am Ende die Gesamtführung in der 2WD-Klasse für Fahrzeuge ohne Allradantrieb ausbauen - das wäre wohl das Optimum für Noller und seine österreichische Beifahrerin Anne Katharina Stein gewesen. Doch es kam anders.

Keine Konzentrationsschwierigkeiten auf XXL-WP

Ein Bruch der Abgasanlage ließ den Auspuff bis zum Ende der ersten Etappe und der dortigen Service-Möglichkeit über den Boden schleifen und verhinderte am Freitag Top-Zeiten. "Dadurch haben wir natürlich Zeit auf die Spitze verloren", sagt Noller in der Rückschau. Rang 20 im Gesamtklassement, Vierter in der Klasse - der Abstatter stand bereits nach drei Wertungsprüfungen zu Beginn der zweiten Etappe am Samstag unter Druck.

Mit reparierter Abgasanlage arbeitete sich Noller dann aber schrittweise nach vorne, fuhr auf der achten Wertungsprüfung Klassen-Bestzeit und trotzte auch den beiden für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich langen "Langenhorst"-Prüfungen: 27,11 Kilometer galt es dort zweimal zu absolvieren. "Wertungsprüfungen dieser Länge gibt es normalerweise nur im Ausland", erklärt Noller. Konzentrationsschwierigkeiten habe er während der zweimal etwas mehr als 16 Minuten dauernden Zeiten-Hatz allerdings nicht gehabt.

Extra-Punkte könnten in der Endabrechnung noch wichtig werden

Nach den insgesamt 14 Wertungsprüfungen über 165 Asphalt-Kilometer blieb der Abstatter 34,2 Sekunden hinter Klassensieger Martin Christ, was schließlich für Rang drei in der Klasse und Gesamtplatz zwölf reichte. "Es ist trotzdem ein sehr gutes Ergebnis und ein guter dritter Platz", resümierte René Noller. Viele Top-Drei-Zeiten ließen den 20-Jährigen am Samstag ein positives Fazit ziehen. Und auch die drei Extra-Punkte für die Gesamtwertung, die er auf der speziell gewerteten "Power Stage" einfuhr, könnten am Ende der Saison noch wichtig werden.

Bis zum vierten von sieben DRM-Läufen in drei Wochen bei der ADAC Rallye Mittelrhein (Noller: "Eine der interessantesten Rallyes in diesem Jahr.") übernimmt jedoch erst einmal Stemwede-Sieger Martin Christ mit drei Punkten Vorsprung die Führung im 2WD-Gesamtklassement.

2019 war Noller am Stemweder Berg als damals gerade 17-Jähriger erstmals bei einer Rallye an den Start gegangen und ist dadurch bis heute mit 17 Jahren und zehn Tagen der jüngste Fahrer aller Zeiten in der Deutschen Rallye-Meisterschaft.

 

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