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Reitturnier in Heilbronn: Fabio Völk sorgt für einen Krimi mit Längen

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Der Franke hat beim wichtigsten Springen beim Reitturnier in Heilbronn drei Eisen im Feuer und holt sich mit der letzten Möglichkeit noch den Sieg.

Flott, wenngleich drei Paare noch flotter waren: Joachim Durst (RC Güglingen) belegt auf Con-Tico im Heilbronner M*-Springen am Sonntag Platz vier.
Foto: Ralf Seidel
Flott, wenngleich drei Paare noch flotter waren: Joachim Durst (RC Güglingen) belegt auf Con-Tico im Heilbronner M*-Springen am Sonntag Platz vier. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Aller guten Dinge sind drei: Mit seinem dritten Versuch beziehungsweise seinem dritten Pferd hat Fabio Völk (Reitclub Eltmann) die wichtigste Prüfung beim Springturnier des RV Heilbronn gewonnen - in einem außergewöhnlichen Stechen. Neun von 16 Paaren waren am Sonntagnachmittag im Umlauf des M*-Springens fehlerfrei geblieben, hatten sich fürs Stechen qualifiziert. Darunter waren mit Joachim Durst (RC Güglingen), Armin Schmid (RV Gellmersbach) und Luisa Kölz (SV Leingarten) drei Sportler aus der Region. Und eben der zwei Autostunden aus Bayern angereiste Fabio Völk mit drei Pferden. Was die zwölfte und letzte Prüfung des Frühjahrsturniers zu einem 90-minütigen Krimi mit Längen machte.

"Ich bin Dreifachstarts ja gewohnt", sagte der Franke mit einem Lächeln. "Aber es war dann doch stressig: Weil es nicht so viele Nennungen waren. Und ich nur einen Sattel dabeihabe." So war im Umlauf wie im Stechen bei den Zuschauern und Konkurrenten immer wieder Geduld gefragt, bis Fabio Völk umgesattelt und das jeweilige Pferd vorbereitet hatte.

Auch im Reiten ist alles teurer geworden

Das Reitsportjahr 2024 im Pferdesportkreis Franken hat begonnen, wie das Reitsportjahr 2023 aufgehört hat: Sowohl beim Late-Entry-Turnier Ende Februar in Weinsberg als auch nun in Heilbronn sind die Nennungen ordentlich, aber nicht überragend. Ein S-Springen ausschreiben? Das funktioniert nicht. Ein gutes M-Feld zusammenzubekommen, ist Herausforderung genug. Warum? Weil alles teurer geworden ist - was ganz besonders für den Reitsport gilt.

Da ist es gut, wenn man drei Eisen im Feuer hat. So wie Fabio Völk. Der mit Rabauke im Stechen in fehlerfreien 36,37 Sekunden Fünfter wurde, mit Casallino Dritter (35,50) und mit Cortes (31,21) als letzter Reiter doch noch Tobias Sawatzki ((RG Sandweg Hof/34,30) den Sieg entriss. "Fünfter, Dritter, Erster - das war perfekt", freute sich Fabio Völk. "Aber er ist nicht so, dass man so mit einem finanziellen Plus aus dem Wochenende kommt."

Für Luisa Kölz mit Quintino und Armin Schmid auf Champion de l"Air wurden es nicht fehlerfreie Plätze acht beziehungsweise sieben. Bester aus der Region war Joachim Durst mit Con-Tico (36,04). Die beiden Routiniers - der Reiter ist 58-jährig, das Ross 16-jährig - waren zufrieden. Auch mit dem Parcours, der für die vielen guten Reiter mit guten Pferden keine große Herausforderung war.

Ziel sind die Amateur-DM

"Der Parcours war sehr gefällig", urteilte Joachim Durst. "Aber ist doch in Ordnung, wenn es so früh in der Saison ein paar Nuller mehr gibt. Nicht nur wir sind in der Trainingsphase." Dursts Fernziel dieses Jahr: "Wir wollen wieder bei den baden-württembergischen Amateurmeisterschaften gut sein, uns erneut für die Amateur-DM qualifizieren." Weil parallel Qualifikationen liegen, wird der Güglinger nicht bei den nächsten Turnieren in der Region satteln: von 2. bis 5. Mai in Schwaigern und 9. bis 12. Mai in Leingarten.

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