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Oberliga-Relegation als bisheriger Höhepunkt für den TSV Kupferzell

TSV-Basketballer spielen nach bester Spielzeit der Abteilungsgeschichte die Relegation zur Oberliga. Im Hinspiel gastiert das Team von Trainer Steffen Dzieciuch nun bei der TSG Söflingen II.

Marc Schmerbeck
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Oberliga-Relegation als bisheriger Höhepunkt für den TSV Kupferzell
Voller Zuversicht gehen Trainer Steffen Dzieciuch und sein Team vom TSV Kupferzell die Relegation zur Oberliga an. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

So ein bisschen Kribben stellt sich bei Steffen Dzieciuch so langsam ein. Schließlich stehen für den Gründer der Basketball-Abteilung des TSV Kupferzell und Trainer der ersten Mannschaft zwei ganz besondere Wochenenden auf dem Programm. Für sein Team, das Zweiter in der Landesliga Nordwürttemberg wurde, steht die Relegation zur Oberliga an.

Das Hinspiel ist am Sonntag um 15 Uhr in Söflingen bei Ulm. Eine Woche später findet dann samstags um 16 Uhr in Kupferzell das Rückspiel statt. Gegner ist die zweite Mannschaft der Söflinger, deren erstes Team in der Regionalliga 1 spielt. "Ich denke, die wollen hoch, damit der Abstand zur ersten Mannschaft nicht zu groß ist", sagt Dzieciuch. "Aber ich kann den Gegner und die Staffel Alb/Bodensee nur schwer einschätzen. In so einem Spiel ist aber alles möglich."

TSV ist Rhythmusprobleme gewohnt

Der TSV reist mit der besten Platzierung seiner Geschichte nach Söflingen. Die Kupferzeller starteten gut in die Saison und trotz längerer verletzungsbedingter Ausfälle (Hannes Karle, Jonas Schmid) konnte sich das Team immer auf dem zweiten Tabellenplatz behaupten. Nichtsdestotrotz möchten sich Spieler und Trainer damit nicht zufriedengeben und den zum Greifen nahe liegenden Aufstieg in die Oberliga erreichen.

Mit Ausnahme von Jonas Schmid sind alle Spieler an Bord. Allerdings liegt das letzte Saisonspiel schon einige Wochen zurück. Aber Rhythmusprobleme sind die Kupferzeller in der von der Corona-Pandemie geprägten Saison gewohnt. Immer wieder wurden Spiele abgesagt und so gab es auch zwischendurch längere Phasen ohne Spiel.

Saisonvorbereitung als Vorbote des Erfolgs

"Man weiß nie, wie oft man so eine Chance bekommt", sagt Dzieciuch, "wir wollen das jetzt unbedingt nutzen und die Ernte der Arbeit einfahren". Fast alle Spieler wurden im Verein ausgebildet. Und so hat sich ein eingespieltes Team entwickelt, das im Jahr zuvor wahrscheinlich sogar durchmarschiert wäre, wenn es von Corona und dem Saison-Abbruch nicht ausgebremst worden wäre. "Wir waren diese Saison sehr konstant, hatten eigentlich keine Ausrutscher", sagt Dzieciuch. Drei Spiele gingen lediglich verloren. Nur der SC Fellbach II (eine Niederlage) war besser.

Schon in der Vorbereitung hatte der Trainer gesehen, dass sein Team bereit ist. Denn trotz eines straffen Programms zogen alle voll mit. "Jeder hat sich zugehörig gefühlt und seinen Teil dazu beigetragen, sagt Dzieciuch. "Alle haben sich dem Ziel untergeordnet und haben teilweise auch die eigenen Ansprüche runtergeschraubt." Der Coach schaffte es zu vermitteln, dass es nur zusammen geht und man nur als Team erfolgreich sein kann. Ich glaube schon, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl viel ausmacht", sagt Dzieciuch.

Kupferzeller Rats Run muss warten

Zumal es in Kupferzell auch gepaart mit individueller Klasse ist. Denn Kevin Ulrich und David Hägele gehörten zu den besten Punktesammlern der Liga, spielten aber trotzdem mannschaftsdienlich. "Und wenn es dann mal läuft, läuft es eben", sagt Dzieciuch lapidar. "Dann glaubt man an seine Stärken." Und so konnten die Kupferzeller teilweise auch mehrerer Ausfälle gut kompensieren. "Deswegen glauben wir jetzt auch daran, dass wir es in der Relegation schaffen können", sagt Dzieciuch.

Davon wollen sie sich auch von der Tatsache nicht abbringen lassen, dass am Sonntag auch der Rats Run in Kupferzell stattfindet, in dessen Planungen auch die Basketballer mit eingebunden waren. Aber die Relegation geht in diesem Fall natürlich vor. Vielleicht folgt ja kurz nach dem bisher größten Erfolg der Abteilungsgeschichte gleich der nächste.

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