NSU-Nachwuchs überzeugt mit zahlreichen Kurzbahn-Medaillen
Zum fünften Mal bot das Neckarsulmer Aquatoll die Kulisse für die württembergischen Kurzbahnmeisterschaften. Den Heimvorteil wussten die Neckarsulmer zu nutzen.

Maya Werner und Matti Gäbler wissen gar nicht mehr wohin mit ihren Medaillen. "Die meisten sammle ich in einer Kiste, die besonderen hänge ich in meinem Zimmer auf", sagt die 12-Jährige. Sie und der 12-jährige Matti Gäbler gehören zum Nachwuchsteam der Neckarsulmer Sport-Union, das bei den württembergischen Kurzbahnmeisterschaften vergangenes Wochenende mit zahlreichenTiteln belohnt wurde.
Zu den Wettkämpfen im Aquatoll Sportbad kamen mit Sportlern, Trainern, Helfern und Zuschauern rund 1500 Menschen aus dem ganzen Ländle. Darunter waren viele Eltern der Kinder und Jugendlichen, die sie anfeuerten und die auch organisatorisch tatkräftig das sportliche Wochenende unterstützten.
Medaillenhamster im Wasser
Die Leistung der NSU war auch dieses Mal wieder enorm: Insgesamt 87 Medaillen gewannen die 25 NSU-Nachwuchsschwimmer von elf bis 19 Jahren. Die sieben Sportler des Topteams ab 20 Jahren um Bente Fischer, Nadine Lämmler und Daniel Pinneker sammelten insgesamt 13 Medaillen. "Es war eine erfolgreiche Veranstaltung für uns", sagte Peter Fischer, Sportlicher Leiter der NSU. Für die Topschwimmer waren die württembergischen Wettkämpfe ein Test für die deutschen und Europameisterschaften und schließlich Olympia.
Die Trainerin des NSU-Nachwuchsteams, Mattika Hirschmann, war von ihren jungen Wassersportlern begeistert: "Das Wochenende war ganz toll. Wir haben super viele Medaillen gewonnen." Dabei hat sich nicht nur Talent, Motivation, und Spaß am Sport ausgezeichnet, sondern auch viel Fleiß: So haben die jüngeren NSU-Talente vier - bis fünfmal die Woche Training. Sieben- bis achtmal die Woche üben die Schwimmer ab 14 Jahren im Neckarsulmer Sportbad für Triumphe bei Wettkämpfen.
Einer der überragenden Erfolge ist für die 28-jährige Trainerin die Goldmedaille von Maya Werner in der offenen Wertung. Am Samstag siegte die Freibergerin in der offenen Klasse über 400 Meter Freistil. Als 14-Jährige war sie mit die jüngste bei diesem Start. Insgesamt gewann die Schülerin, die vor dieser Saison vom SV Bietigheim nach Neckarsulm wechselte, 16 Medaillen, darunter neun mal Gold. "Ich bin überall Bestzeiten geschwommen", sagt Maya Werner, die an diesem Wochenende als württembergische Jahrgangsmeisterin brillierte.
Während die 14-Jährige elegant und dynamisch zugleich ihre Bahnen zog, feuerte sie ihre Trainerin Mannika Hirschmann am Beckenrand an, gab ihr Kraultipps per Armbewegung. Was die Jugendliche an ihrem Sport besonders liebt? "Dass ich mein eigenes Ding machen kann und dass die Bewertungen so objektiv und deshalb fair sind: Hier zählt ganz faktisch am Ende die Zeit."
Die Armtechnik fasziniert besonders

Herausragender Jungschwimmer war diesmal auch wieder Matti Gäbler. Das zwölfjährige NSU-Mitglied liebt die Bewegungen im Wasser schon seit dem Babyschwimmen, wie er in der Halle, die kurzen blonden Haare noch nass vom Schwimmen, erzählt. Sieben Medaillen nimmt er diesmal mit nach Hause nach Weinsberg, vier aus Gold darunter. "Mir liegen lange und mittlere Strecken, weniger die kurzen", sagt der junge Topschwimmer. Ihn fasziniert besonders das Kraulen, "weil du mit der richtigen Armtechnik so viel Druck erzeugen kannst."
Er wird wie viele des insgesamt 35-köpfigen NSU-Nachwuchses von Trainerin Mattika Hirschmann bei den nächsten Nachwuchs-Schwimmwettkämpfen in Sindelfingen am 7. und 8. Dezember mit dabei sein.
Im Aquatoll Sportbad fanden die Württembergischen Meisterschaften zum fünften Mal in Folge statt. Da ab kommender Saison die Wettkämpfe zur baden-württembergischen Meisterschaft zusammengelegt werden, ist noch unklar, ob Neckarsulm weiterhin der Gastgeber sein wird. "Wir hoffen wieder auf eine Zusage", sagt Peter Fischer am Sonntagabend.
Stimme.de
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