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Neckarsulmer Rugbyteam stellt sich nach Bundesliga-Abstieg neu auf

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Mark Kuhlmann gibt sein Traineramt nach sieben Jahren in Neckarsulm auf. Ein neuer Fokus liegt nun auf der Jugendarbeit. Und der Sportplatz am Rossmarkt wird zur adäquaten Heimspielstätte umgebaut.

Von Stephan Sonntag
Der Frust bei den Neckarsulmern saß nach dem Bundesliga-Abstieg tief, doch die Planungen für die 2. Bundesliga sind bereits in vollem Gange.
Foto: Andreas Veigel
Der Frust bei den Neckarsulmern saß nach dem Bundesliga-Abstieg tief, doch die Planungen für die 2. Bundesliga sind bereits in vollem Gange. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Der Bundesliga-Abstieg ist besiegelt, bedeutet aber keinen Untergang für die Rugby-Abteilung der Neckarsulmer Sport-Union. "Für uns ist das die Chance zum Neustart", sagt Finanzvorstand Sven Neubert. Der ist mit einer Reihe von personellen Veränderungen, einer neuen sportlichen Ausrichtung und dem Ausbau der Heimspielstätte verbunden.

Neues Trainerduo beerbt Kuhlmann

Der Reihe nach: Cheftrainer Mark Kuhlmann hört auf. Der langjährige Erfolgsweg ist eng mit dem Namen des 49-jährigen Ex-Nationalspielers verbunden. 2012 übernahm der gebürtige Hannoveraner mit Wohnsitz Heilbronn den frischgebackenen Zweitliga-Aufsteiger und führte das Team über den Ligapokalsieg 2014 bis zum Bundesliga-Aufstieg 2017. Über seine guten Kontakte in die Rugbywelt formte er aus einer Schüler-AG-Hobbytruppe eine semiprofessionelle Bundesligamannschaft, die im ersten Jahr in der Beletage den Klassenerhalt schaffte. Doch die alte Sportregel, dass das zweite Jahr oft schwieriger wird, bewahrheitete sich in der abgelaufenen Saison.

Einige langjährige Leistungsträger hatten aufgehört oder fielen verletzungsbedingt aus, die ausländischen Neuzugänge schlugen nicht so ein wie in den Vorjahren. Durch die fehlenden Säulen war keine unumstößliche Einheit mehr auf dem Platz. Die emotionale Art des Trainer verfing ebenfalls nicht mehr wie bis dahin gewohnt. Ohne einen Sieg im Jahr 2019 war der Abstieg die logische Folge.

Eine Neuausrichtung hätte aber auch im Fall des Klassenerhalts erfolgen müssen. Der Stamm der Mannschaft ist in die Jahre gekommen, aus der eigenen Jugend ließ sich nicht genügend Nachwuchs für die erste Mannschaft rekrutieren. Diese Lücke mit weiteren Spielern aus dem Ausland zu füllen, war finanziell nicht machbar.

Mit Philipp Carter und Daniel Ludik werden sich künftig zwei langjährige Spieler das Traineramt teilen. Der Fokus für die Zweitliga-Saison liegt auf der Förderung und Eingliederung der Nachwuchsspieler.

Gemeinsame Nutzung des umgebauten Hundesportheims

Die vielleicht wichtigste Entscheidung betrifft die künftige Sportstätte. Die Stadt Neckarsulm hat zugesagt, den Sportplatz am Rossmarkt bis zum Saisonstart im September gemäß den Vorgaben des Deutschen Rugby Verbands umzubauen. Dafür wird das Spielfeld leicht gedreht und die Fluchtlichtmasten versetzt. Das Heim des angrenzenden Hundesportvereins wird mit zwei Umkleiden und sanitären Anlagen ergänzt und darf künftig von der Rugbyabteilung genutzt werden.

Keine Zusage der Stadt

Die Stadt Neckarsulm widerspricht der Aussage der Rugby-Abteilung, dass der Umbau des Sportplatzes am Rossmarkt beschlossene Sache sei. Vielmehr „werde derzeit untersucht, unter welchen Bedingungen der Sportplatz ligatauglich umgebaut werden könne“, teilte Pressesprecher Andreas Bracht mit. „Die Abstimmungen mit den beteiligten Stellen laufen derzeit. Vom Ergebnis hängt es ab, ob die Verwaltung dem Gemeinderat vorschlägt, den Sportplatz entsprechend umzubauen.“ 

AMS Sevens

Die zehnte Auflage des internationalen Siebener-Rugbyturniers findet vom 12. bis 14. Juli in Obereisesheim statt.

 

 

 

 

 

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