Neckar-Cup: Mehr Werbung für mehr Zuschauer
In sieben Wochen beginnt das Heilbronner ATP-Challenger-Turnier. Dieses Jahr wollen die Macher des Neckar-Cup mehr Zuschauer zu begrüßen als zuletzt. Dafür gibt es schon konkrete Planungen.

Alles läuft bei den Vorbereitungen zum fünften Neckar-Cup nach Plan. Nur eins nicht. Die Sandplätze auf der Anlage des TC Trappensee sind immer noch im Wintermodus und noch nicht hergerichtet. "Nächste Woche soll es endlich losgehen. Es wird auch höchste Zeit", sagt Turnierdirektor Metehan Cebeci. In sieben Wochen beginnt das Heilbronner ATP-Challenger-Turnier.
Bei einer Pressekonferenz sprachen die Turniermacher am Freitag über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Vor einigen Wochen wurde das Turnier von den Tennisprofis zum weltbesten seiner Art gewählt. Anspruch und Verpflichtung zugleich für die drei Macher Metehan Cebeci (Sportliche Leitung), Mine Cebeci (Organisation und Rahmenprogramm) und Tom Bucher (Sponsoring).
Heilbronn als gutes Omen
"Mit uns nach oben" lautete einst das sportliche Motto der Heilbronn Open, als es in der Tennishalle von Talheim noch um Weltranglistenpunkte ging. Das passt irgendwie auch auf den Neckar-Cup: Für alle vier bisherigen Turniersieger ging es nach dem Erfolg in Heilbronn nach oben in der Weltrangliste. Der aktuelle Titelverteidiger Filip Krajinovic ist mittlerweile die Nummer 27 − im Vorjahr musste er in Heilbronn sogar noch in die Qualifikation. 26 der aktuellen Top 100 der Tennis-Weltrangliste haben in den vergangenen vier Jahren auf der Anlage des TC Trappensee aufgeschlagen. Beeindruckende Zahlen gibt es weitere.
Um 85.000 Euro Preisgeld (plus Kostenübernahme der Spielerübernachtungen) geht es "bei unserer kleinen Jubiläumsauflage", wie Tom Bucher als Geschäftsführer der Veranstaltungs-GmbH es ausdrückt. Mehr als verdoppelt wurde das Preisgeld seit der Premiere 2014. Der Turnier-Etat wuchs von 200?000 Euro auf 320?000 Euro. "Auf dieses Niveau wollten wir schon immer", sagt Metehan Cebeci. Zwei höhere Preisgeld-Kategorien wären noch möglich. Dann ist dem Wachstum allerdings eine natürliche Grenze gesetzt. Ein ATP-World-Tour-Event kann es in Heilbronn nicht geben, dafür müsste ein Stadion mit einer Kapazität von 2000 Plätzen her.
Mehr Werbung, mehr PR - mehr Zuschauer?
Aktuell stehen 1000 Zuschauer-Plätze auf der Anlage des TC Trappensee zur Verfügung. Voll ausgelastet waren diese zuletzt nicht immer. Die Zuwächse beim Sponsoring und der sportlichen Qualität, "sollten sich auch in den Zuschauerzahlen widerspiegeln", sagt Tom Bucher. Mehr Werbung, mehr PR möchten die Turniermacher im Vorfeld machen. In der Heilbronner Innenstadt will man in der Woche vor Turnierbeginn mit einem Infostand Präsenz zeigen. Es bringe nichts, die Hände in den Schoß zu legen, sagt Bucher: "Wir sind in der Pflicht, etwas zu tun."
Für die Tennisprofis läuft aktuell die Meldefrist, konkrete Namen fürs Teilnehmerfeld gibt es noch nicht. Das aktuelle Aushängeschild des Württembergischen Tennis-Bundes (WTB) heißt Yannick Maden. Der Stuttgarter ist auf Position 137 zu finden und wird nach Lage der Dinge im Mai in Heilbronn dabei sein. "Er ist ein Zugpferd für den Verband", sagt Metehan Cebeci. Premierensieger Jan-Lennard Struff oder auch der aktuell verletzte Cedrik-Marcel Stebe sind für den Turnierdirektor mögliche Kandidaten. Bis auf 2015-Sieger Alexander Zverev (Nummer fünf im ATP-Ranking) und Philipp Kohlschreiber (31) könnten alle deutschen Top-Profis in Heilbronn aufschlagen, weiß Cebeci.
Das würde dann auch den Patron des deutschen Männer-Tennis auf den Plan rufen. Der heißt als "Kopf des deutschen Männertennis" ja Boris Becker. Und wäre als Gast und Zuschauer durchaus ein richtig großes Zugpferd. "Ich würde mich freuen, wenn er kommt", sagt Metehan Cebeci und lächelt. Die anderen Zuschauer beim Neckar-Cup sicherlich auch.
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