Tennis
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Krimis beim TC Oberstenfeld, Träume in Bad Friedrichshall, Unverständnis beim TC Heilbronn

Für vier von sechs Aktiventeams auf Verbandsebene steht im großen Saisonfinale noch viel auf dem Spiel. Aufstieg, Klassenerhalt, lockerer Saisonausklang - alles ist möglich.

Lars Müller-Appenzeller
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Letztes Tennis-Wochenende der Saison: Krimis beim TC Oberstenfeld, Träume in Bad Friedrichshall, Unverständnis beim TC Heilbronn
Steigen sie doch noch auf? Nein, Richard Pressler und die Verbandsliga-Männer des TC Heilbronn haben eine Vergnügungsfahrt nach Heidenheim. Foto: Helmut Melchert  Foto: HELMUT MELCHERT

Das wird ein heißer Tennis-Sonntag: Für vier der sechs Aktivenmannschaften aus der Region geht es am finalen Wochenende der Saison noch um den Aufstieg beziehungsweise den Klassenerhalt - bei den Oberliga-Männern des TSV Künzelsau ist die Luft schon raus, stehen der letzte Tabellenplatz und der Abstieg fest. Gezittert und gehofft wird in Oberstenfeld und Bad Friedrichshall, so oder so gefeiert wird in Heilbronn. Das ist die Ausgangslage, so stehen die Chancen auf ein Happy End.

TC Oberstenfeld: In den Württembergligen droht ein Krimi

Es läuft in den beiden Württembergligen auf einen Krimi heraus, wie schon vergangene Saison. Gut für die Frauen des TCO ist, dass sie am finalen Doppelspieltag zwei Heimspiele haben: am Samstag (10 Uhr) gegen den TC Tübingen, am Sonntag (11 Uhr) gegen den TEC Waldau II. Schlecht ist, dass von sieben Teams drei absteigen. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen steht das Team um Mannschaftsführerin Anna-Lena Gerger noch über dem Strich. "Das Wochenende wird herausfordernd", sagt sie. "Aber es ist schon ein Vorteil, zwei Heimspiele zu haben." Übrigens als einzige Mannschaft.

Letztes Tennis-Wochenende der Saison: Krimis beim TC Oberstenfeld, Träume in Bad Friedrichshall, Unverständnis beim TC Heilbronn
Bleiben sie drin? Marcelo Zormann und die Württembergliga-Männer des TC Oberstenfeld. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

An Doppelspieltagen - wie bereits vergangenes Wochenende bei den ebenfalls in der Württembergliga aufschlagenden Männern - sei es besonders wichtig, optimal zu regenerieren, sagt Mannschaftsführer Julian Schöller. Der Reiseplan sieht erst ein Gastspiel beim Tabellenzweiten TV Reutlingen II vor, dann am Sonntag (11 Uhr) ein Heimspiel gegen Tabellennachbar Markwasen Reutlingen um den Leingartener Robin Lang. Der TC Markwasen und der TCO haben bisher erst einen Sieg; drei Teams steigen ab. Ob die Hitze ein entscheidender Faktor wird? "Nein, das glaube ich nicht", sagt Julian Schöller. "Die vergangenen Wochenenden war es auch heiß. Wir sind das gewohnt." Fazit: Das wird schwer für beide TCO-Teams.

TC Bad Friedrichshall: Gelingt das Triple?

Udo Graser ist als Sportwart eine Mischung aus altem Hase und altem Fuchs. "Ich werde motivationstechnisch alle Register ziehen", verspricht der Rentner aus Offenau, der im Idealfall beim Sommerfest des TC Bad Friedrichshall am Sonntagabend das Triple feiern möchte: den Aufstieg der Frauen in die Oberliga, den Klassenerhalt der Verbandsliga-Männer und den Aufstieg der zweiten Herrenmannschaft in die Bezirksoberliga. Die Chancen stehen nicht nur motivationstechnisch gar nicht mal so schlecht.

Klar ist, dass die Frauen ihre Hausaufgaben im Heimspiel am Sonntag (10 Uhr) erledigen müssen - es geht gegen das sieglose Tabellenschlusslicht TC Friedrichshafen. Gleichzeitig wird dem TC Leinfelden-Echterdingen die Daumen gedrückt, der den TC Metzingen empfängt. "Wenn, dann passiert der Ausrutscher des Tabellenführers in diesem Spiel", sagt Trainer Michael Gysin, der mit Blick auf die Corona-Zahlen und die vergangenen Wochenenden seiner Mannschaften ergänzt: "Wir haben die Hoffnung, dass es auch mal die anderen trifft."

Die Männer müssen beim punktgleichen Tabellennachbarn SV Leonberg/Eltingen gewinnen und benötigen ebenfalls fremde Hilfe, um in der Achtergruppe zumindest Platz sechs zu halten.

TC Heilbronn: Zwischen Vergnügungsfahrt und Regionalliga

Letztes Tennis-Wochenende der Saison: Krimis beim TC Oberstenfeld, Träume in Bad Friedrichshall, Unverständnis beim TC Heilbronn
Bleiben sie drin? Maxima Reule und die Württembergliga-Frauen des TC Oberstenfeld. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

"Den Aufstieg zu packen, ist schwieriger als die Klasse zu halten", sagt Mathieu Meyer mit einem Seufzer. Nein, das wird wieder nichts für die Verbandsliga-Männer vom Trappensee mit der Rückkehr in die Oberliga. Am vergangenen Sonntag, Heilbronn war spielfrei, hat der TC Waiblingen den Aufstieg klar gemacht. Nach der Auftaktniederlage eben in Waiblingen hofften Mannschaftsführer Meyer und Co. auf einen Ausrutscher des größten Gegners - der Patzer blieb aus. So wird die Sonntagsfahrt des Tabellenzweiten zur SPG TA/TC Heidenheim (Dritter) zu einer ambitionierten Vergnügungsfahrt. "Es geht darum", so Meyer, "noch einmal gut zu spielen". Und anschließend im Liberté am Heilbronner Marktplatz beim traditionellen Abschlussabend Spaß zu haben und die Saison Revue passieren zu lassen. Wobei Trainer Metehan Cebeci anmerkt: "Ich hätte mir ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl beim Württembergischen Tennis-Bund gewünscht. Warum hat man die beiden besten Mannschaften gleich am ersten Spieltag gegeneinander spielen lassen? Normalerweise wird bei der Spielplangestaltung darauf geschaut, wer auf- oder abgestiegen ist, wer in den Vorjahren wie abgeschnitten und wer welche Spieler in der neuen Saison gemeldet hat." Auf ein Neues 2023.

Das Derby zum Schluss: Die Herren 30 des TC Heilbronn empfangen am Sonntag (10 Uhr) am letzten Spieltag in der Württembergliga den TC Oberstenfeld. Die Heilbronner sind mit vier Siegen aus bisher fünf Spielen Tabellenführer vor dem spielfreien TEC Waldau (4:2 Punkte) und den Gästen (3:2). Der Meister bestreitet am 6. August gegen den Sieger aus Hessen das Aufstiegsspiel zur Regionalliga Südwest.

 
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