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Goldenes EM-Glück für Güglinger Voltigierin Alice Layher

Die Voltigierin des RC Güglingen gewinnt in Ungarn durchaus überraschend den ersten Europameisterschaftstitel der U21-Konkurrenz - auch dank ihrer Familie und Trainerin Andrea Blatz.

Nils Buchmann
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Lesezeit 1 Min
Goldenes EM-Glück für Güglinger Voltigierin Alice Layher
Konzentriert, grazil, elegant: Alice Layher und ihr Belgischer Warmblut "Lambic Van Strokappeleken" waren bei der EM in Ungarn nicht zu schlagen.  Foto: Daniel Kaiser

Auch noch Tage danach fühlt sich das Geschehene unwirklich an. "Wir können es tatsächlich noch nicht glauben", sagt Sabine Layher. Dabei findet es die überglückliche Mama einfach nur wundervoll. Alice Layher, ihre 20-jährige Tochter, hat am Wochenende im ungarischen Kaposvár die erstmals ausgetragene U21-Europameisterschaft im Voltigieren gewonnen. Am Montag wurde sie auf der heimischen Reitanlage in Güglingen unter großem Jubel und mit vielen schwarz-rot-goldenen Willkommen-Plakaten von rund 70 Fans und Freunden empfangen.

Zuvor hatte sich das Nachwuchstalent des RC Güglingen in Ungarn auf dem elfjährigen Belgischen Warmblut "Lambic Van Strokappeleken" in Pflicht, Technik und Kür zu insgesamt 8,515 Punkten geturnt. Vor allem die finale, einminütige Kür wurde für Layher mit 8,745 Zählern zu einer Gala-Vorstellung.

Schwester Helen als große Unterstützung

Die 20-Jährige, die von ihrer Trainerin und Longenführerin Andrea Blatz nach Kaposvár begleitet worden war, hatte sich nach Pflicht- und Technikprogramm an die Spitze des Feldes der 20 Reiterinnen gesetzt. Durch eine konzentrierte Darbietung in der Kür verteidigte sie dann ihre Führung souverän. Der Lohn waren die Goldmedaille und der Europameistertitel der U21-Voltigierinnen - mit mehr als drei Zehntel Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz.

Dabei hatte Layhers Familie, die vor Ort mitfieberte, erst einmal gehofft, dass die Güglingerin gut durch ihr Programm kommen würde. Auch Alice Layhers ein Jahr jüngere Schwester Helen, ihre größte Stütze und selbst Voltigierin im Landeskader, war als Pferdepflegerin und Unterstützung dabei.

Hochspannung bis zum Schluss

"Nach der guten Pflicht hat man natürlich gehofft, dass es für eine Medaille reicht", gesteht Mutter Sabine. Doch dass das Edelmetall nun sogar golden schimmert, sei für alle noch immer kaum zu glauben.

"In der Kür war es unglaublich spannend, weil in umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde und Alice als letzte dran war", blickt Sabine Layer zurück. Doch ihre Tochter behielt die Nerven und bescherte sich, ihrer Familie und dem RC Güglingen ein goldenes Glück.

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