Für die Schach-Bundesligisten aus Heilbronn und Eppingen geht es schon ans Eingemachte
Mit den ersten Spielen im neuen Jahr beginnt am Wochenende zugleich der Endspurt in der 2. Bundesliga. Der SC Eppingen und der Heilbronner SV stehen gleich unter Zugzwang.

Mit den ersten Duellen in diesem Jahr läutet die 2. Bundesliga im Schach zugleich ihren Endspurt ein, es geht ab diesem Wochenende Schlag auf Schlag. "In sechs, sieben Wochen ist die Runde schon vorbei", sagt Jonas Reimold, der Vorsitzende des SC Eppingen. Die Kraichgauer dürfen am Sonntag (10 Uhr) daheim an die Bretter, sind aber nur einmal gefordert. Konkurrent Heilbronner SV hat zwei Auswärtsspiele vor sich. Für beide Teams gilt: "Es geht jetzt ans Eingemachte", sagt Reimold.
Aufgrund einer anstehenden Reform der Bundesliga gilt diese Runde ein verschärfter Abstieg - und es zeichnet sich ab, dass der Kampf um den Klassenerhalt für beide Teams bis zum Ende andauern dürfte. Gerade Heilbronn, das aktuell einen Meisterpunkt weniger auf dem Konto hat und als Achter auf einem Abstiegsplatz steht, steht unter einem gewissen Zugzwang. Zunächst geht es diesen Samstag (14 Uhr) gegen das noch punktlose Schlusslicht SK Schmiden/Cannstatt, ehe am Sonntag (10 Uhr) der Tabellensechste TSV Schönaich wartet.
Heilbronner sind nach Pokal-Erfolg gut drauf

"Gegen Schmiden müssen wir gewinnen; ohne Wenn und Aber. Sonst können wir die Lichter langsam ausmachen", wird Julian Bissbort deutlich. Der Vorsitzende der Heilbronner ist zugleich jedoch guten Mutes, sagt er. "Die Jungs sind derzeit richtig gut drauf." Am vergangenen Wochenende haben die Heilbronner im deutschen Pokal in Mühlheim zwei Runden überstanden und stehen im Achtelfinale. "Das ist quasi der DFB-Pokal des Schachs", zieht Bissbort einen Vergleich zum Fußball.
In die Runde der letzten acht einzuziehen, wäre das Sahnehäubchen, die Unterländer wollen sich auf jeden Fall um die Ausrichtung des Viertelfinals bewerben. Ein weiterer Höhepunkt in den ohnehin gerade sehr erfolgreichen Zeiten der Heilbronner. Zuvor steht jedoch der Liga-Alltag an, da wartet nach Schmiden am Sonntag mit Schönaich ein ganz anderes Kaliber. "Die Mannschaft ist immer eine Wundertüte", sagt Bissbort. "In jedem Fall sind wir der Außenseiter, aber die Rolle liegt uns ja."
Eppingen hat es daheim mit Top-Team zu tun
Dass es erst gegen Schmiden und dann gegen Schönaich geht, ist dem Heilbronner Vorsitzenden sogar lieber. Mit dem erhofften Sieg im Rücken könnte sein Team am Sonntag freier aufspielen. "Wir sollten schon mindestens drei Punkte holen - besser vier", sagt er. "Aber mit drei sind wir noch voll im Rennen."
Vor allem gegen Schönaich drücken die Eppinger dem Lokalrivalen die Daumen. Schönaich sitzt den fünftplatzierten Eppingern nämlich im Nacken. In erster Linie aber konzentrieren sich die Kraichgauer auf ihr Spiel gegen die OSG Baden-Baden, das diesmal in der Villa Waldeck ausgetragen wird. "Nominell ist der Gegner klar stärker als wir aufgestellt, das ist Top-Niveau in der 2. Liga", sagt Reimold. Chancenlos sei man aber sicher nicht.
"In der Liga kannst du gegen jeden gewinnen - aber auch gegen jeden verlieren", sagt Reimold. Daher wollen die Eppinger zu Hause auch voll angreifen. "Man darf einfach keine Spiele verschenken."

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