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Erstmals seit 2019 wieder Zuschauer beim Neckar-Cup

Das am Samstag am Trappensee beginnende Challenger ist zurück in der Zukunft und bekommt ein neues Make-up.

Lars Müller-Appenzeller
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Lesezeit 2 Min
Erstmals seit 2019 wieder Zuschauer beim Neckar-Cup
 Foto: Veigel

Die größte Veränderung beim 8. Heilbronner Neckar-Cup ist: Alles ist wie früher, wie vor der Pandemie. Das Tennisturnier am Trappensee ist quasi eine Reise zurück in die Zukunft: Wie zuletzt 2019 dürfen Zuschauer auf die Anlage. "Wir haben keinerlei Beschränkungen mehr", sagt Mine Cebeci, die mittlerweile an der Seite ihres Mannes Metehan als Turnierdirektorin fungiert. Lediglich die Ballkinder und Helfer müssen noch Maske tragen, wenn sie sich in der Tennishalle aufhalten. Die Zuschauer haben bei ihrer Rückkehr alle Optionen. "Alle können sich wieder frei auf der Anlage bewegen", so Mine Cebeci. "Wir können uns endlich wieder auf das Wesentliche, das Turnier, konzentrieren." Der Neckar-Cup ist zurück in der Zukunft.

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"Es braucht Zuschauer und Emotionen", sagt Organisator Tom Bucher. "Deshalb möchten wir die Fans auf die Anlage zurückbringen. Ein Event wie der Neckar-Cup lebt von der Live-Atmosphäre." Gut zu sehen und zu hören beim zuschauerlosen Turnier vor einem Jahr, als lediglich Ballkinder, Helfer und einige Sponsoren auf die Anlage durften.

Auf die Anlage kommen, mitfiebern, klatschen, erleben

Damals hatte es aufwendig produzierte Livebilder vom Neckar-Cup bei L-TV und als Stream auf dem Tennis Channel gegeben - bei L-TV waren bis zu 25000 Zuschauer dabei. "Das war vergangenes Jahr wichtig, damit die Fans virtuell beim Turnier dabei sein konnten", sagt Tom Bucher. Dieses Mal werde online lediglich noch der Standard-Stream der ATP angeboten - denn die Zuschauer sollen auf die Anlage kommen, mitfiebern, klatschen, sich Autogramme holen, den Neckar-Cup erleben.

Diesmal wird es keine Spiele unter Flutlicht geben, die Night Sessions, Glanzlichter in den Jahren 2017 bis 2019, wurden gestrichen. "Das hätte hohe Kosten verursacht", erklärt Tom Bucher. Zumal es im Mai abends doch oft noch kühl und klamm ist - die Spieler waren nicht immer begeistert, wenn sie eine Nachtschicht einzulegen hatten, sahen ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Center Court wird optimiert: Ansprechende LED-Werbung

"Dafür optimieren wir in diesem Jahr den Center Court", sagt Tom Bucher. Die Techniktürme sind verschwunden, es werde auch nicht mehr mit zahlreichen Werbebannern gearbeitet, "sondern auf optisch ansprechendere LED-Werbung am ganzen Court" umgestellt. Der Neckar-Cup bekommt kein neues Gesicht, aber ein frisches Make-up, wird ein bisschen aufgehübscht.

Das Gesicht des Neckar-Cups sind und bleiben die Tennisprofis - und die zahlreichen Helfer. "Wir werden 60 Ballkinder, 35 nun wieder zum Teil internationale Linienrichter und 110 ehrenamtliche Helfer auf der Anlage haben", sagt Mine Cebeci. Ballkinder und Linienrichter hatten am Samstag ihre Einweisung. Es gab einen Ansturm. "Wir haben Kindern Absagen erteilen müssen", sagt Metehan Cebeci - was man als gutes Zeichen, als Fingerzeig, werten kann: Der Neckar-Cup zieht nach wie vor, da wollen viele dabei sein. Auch wieder die Zuschauer?

Cebecis Wunsch: Sonne, volle Tribünen, ein Lächeln

Der Turnierdirektor sagt es so: "Sonne, Fans, volle Tribünen - ein Lächeln in jedem Gesicht", das wünscht sich Metehan Cebeci für die Woche. Könnte was werden, der Wetterbericht sieht schon einmal gut aus: Die Sonne soll ihr Lächeln zeigen.

 
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