Tennis
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Erster Aufschlag in der Oberliga

Die Künzelsauer Männer legen los, ebenso die Verbandsligisten aus Heilbronn und Friedrichshall.

Lars Müller-Appenzeller
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Erster Aufschlag in der Oberliga
Treten mit unveränderter Mannschaft nach dem Aufstieg in der Oberliga an: Marino Höhnke und seine Teamkollegen vom TSV Künzelsau. Foto: Archiv/Gesper  Foto: Gesper

Am Sonntag (10 Uhr) geht es endlich wieder los, es soll eine unbeschwerte Tennis-Saison werden: zum einen, was Corona betrifft, zum anderen, was die Zielsetzung anbelangt. Das Ziel heißt bei den in die Oberliga aufgestiegenen Männern des TSV Künzelsau Klassenerhalt. Bei den Verbandsliga-Kollegen des TC Bad Friedrichshall und vor allem des TC Heilbronn soll es deutlich mehr sein. Ein Überblick:

TSV Künzelsau:

"Der Klassenerhalt wird sehr, sehr schwer", weiß Chris Bauer, Spielertrainer der Oberliga-Männer aus Hohenlohe, die vor dem Tennis-Abenteuer ihres Lebens stehen. Denn die Mannschaft bleibt nach dem "nicht unbedingt eingeplanten Aufstieg" (Bauer) unverändert. "Wir haben keinerlei Oberliga-Erfahrung, weshalb es besonders schwierig mit Prognosen wird", sagt der Mannschaftsführer vor dem Heimspiel am Sonntag (10 Uhr) gegen den Mitaufsteiger SPG SSV Ulm/TK Ulm - das erste von sieben Spielen kann schon mitentscheidend sein, denn drei Mannschaften steigen ab.

Wie gehabt bilden die beiden Tschechen Matej Kracik und Jan Hebelka ("Er spielt seit mehr als zehn Jahren bei uns") die Führungsspitze. Dahinter folgt auf der Meldeliste Kraciks Bruder Simon, der eingesetzt werden könnte, so Bauer, aber nicht eingesetzt werden soll. Die Nummer drei wird Marino Höhnke sein, gefolgt von Philipp Aschoff und Chris Bauer, der sagt: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mal nicht mit Marino und Philipp gespielt habe." Der Vorteil der Künzelsauer liegt auf der Hand: Die eingespielte Truppe sollte in den Doppeln Vorteile haben.

Zum Thema Neuzugänge sagt Chris Bauer: "Wir halten immer die Augen offen, aber hier um Künzelsau ist es schwierig. Um neue Spieler zu bekommen, müsste man gezielt auf die Jagd gehen, auch mit Geld. Und das ist nicht unser Wille." Entsprechend schwer dürfte es eben mit dem Klassenerhalt werden.

TC Bad Friedrichshall:

Erster Aufschlag in der Oberliga
Das ist das Ziel des TC Bad Friedrichshall mit Noah Eberhard: etablieren in der oberen Tabellenhälfte der Verbandsliga. Es geht mit einem Heimspiel los. Foto: Archiv/Seidel  Foto: Seidel, Ralf

"Das sportliche Ziel ist die Etablierung in der oberen Tabellenhälfte", sagt Elias Hlubek, der Mannschaftsführer der Verbandsliga-Männer aus dem Kocherwald. Die Saison wird sportlich, sieben Spiele stehen auf dem Programm - eine Mannschaft steigt auf, zwei müssen runter in die Bezirksoberliga. Los geht es für die nicht großartig veränderte Mannschaft mit einem Heimspiel am Sonntag (10 Uhr) gegen Aufsteiger Turnerschaft Esslingen. "Das sollten wir gewinnen, um einen guten Start zu haben", sagt Sportwart Udo Graser. Er hält die Gruppe mit dem TV Reutlingen III für eine Wundertüte. Ein bisschen kann das auch für seine erste Herrenmannschaft gelten. Neue Nummer eins der Mannschaft um Trainer Michael Gysin ist Adam Kalivoda, so dass Abiturient Noah Eberhard auf Position zwei rutscht. Joel Ockernahl studiert in Bulgarien, Lars Pauschert in Rumänien, Alen Salibasic ist in den USA. Aber die Personaldecke wird groß genug sein.

TC Heilbronn:

Erster Aufschlag in der Oberliga
Ist aus den USA zurück: Rudi Christiansen und der TC Heilbronn würden diesmal gerne den Sprung von der Verbands- in die Oberliga schaffen. Foto: Archiv/Berger  Foto: Berger, Mario

Traditionell lassen die Verbandsliga-Männer vom Trappensee die Saison im Liberté ausklingen. Die vergangene Saison war durchwachsen, der ersehnte Aufstieg konnte in der Lokalität am Marktplatz wieder nicht gefeiert werden. Doch diesmal sind die Vorzeichen andere, auch wenn der Argentinier Juan Cruz Scoppetta wieder nicht zur Verfügung stehen wird. Rudi Christiansen bleibt im Gegensatz zu 2021 nicht in den USA, die Nummer eins ist zurück. "Zudem haben wir drei Neuzugänge", berichtet Mannschaftsführer Mathieu Meyer, der nun auf Position zwei rutscht. "Schön zu wissen, dass das Team steht, wir auch mal variieren können." Das erste Spiel beim TC Waiblingen sieht Meyer als Standortbestimmung, es folgen ein zweites Auswärtsspiel und nach der einmonatigen Pause drei Heimspiele. Die drei Neuen sind Rückkehrer Kerim Akkocaoglu, der zugezogene Richard Pressler und der wegen der Liebe nach Heilbronn gekommene Georg Barbunopulos. Ob es am 24. Juli im Liberté etwas zu feiern gibt?

 
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