Youngster Luci Trefz aus Wüstenrot steigt für die GT Masters ins Cockpit

Motorsport  Der 19-jährige Luci Trefz aus Wüstenrot startet mit Profi Christopher Haase in die ADAC-GT-Masters-Saison.

Email

Luca-Sandro Trefz aus Wüstenrot, misst sich mit den Großen der Szene.

An diesem Wochenende startet das ADAC GT Masters in Oschersleben. Die sieben Rennwochenenden umfassende Saison mit den GT 3-Sportwagen zählt europaweit zu den bekanntesten ihrer Art.

Mittendrin: Newcomer Luci Trefz aus Wüstenrot, der für Montaplast by Land-Motorsport an den Start gehen wird. Der 19-Jährige weiß um diese Riesenchance, mit den ganz Großen der Szene auf der Rennstrecke mitzumischen, bleibt aber bescheiden: "Nach unten ist immer leichter zu korrigieren als nach oben, daher habe ich den Schritt gewagt", sagt er. Es sei riskant von einem Mercedes AMG GT auf einen Audi R 8 umzusteigen. "Er fährt sich komplett anders und hat eine hohe Aerodynamik. Einen Audi muss man aggressiver fahren, also schneller in die Kurve hinein."

Hohe Kurvengeschwindigkeiten

Die Kraft, die den Audi auf die Straße drückt und hohe Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht, sei, so der Youngster, für den Körper ermüdend. Daher hat sich Luci Trefz mit Ausdauer- und Fitnessübungen auf die Saison vorbereitet. "Alle Kraft bringt nichts, wenn man keine Kondition hat." Gezielte Fitnessübungen mit seiner Trainerin dreimal die Woche seien genauso wichtig wie Joggen.

In jungen Jahren schon viel erreicht

Luci Trefz weiß, wovon er redet. 2019 hat er den Pro-Am-Titel der GT4 European Series geholt und sich nur ein Jahr später mit zwei Siegen den dritten Platz in der Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany gesichert. Parallel zu den GT-Masters-Rennen wird der 19-Jährige Anfang Juni auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring starten. Vor dem Rennen oder während eines Qualifyings ist er nervös, gibt der junge Motorsportler zu. "Aber sobald es losgeht, denke ich nicht mehr viel nach, dann bin ich in einem Tunnelmodus und konzentriere mich nur noch auf die Strecke, um möglichst schnell nach vorne zu kommen", sagt Trefz.

Ein Youngster auf der Überholspur: Luci Trefz steigt für die GT Masters ins Cockpit

Der 19-jährige Luci Trefz teilt sich im GT-Masters mit Christopher Haase das Cockpit eines Audi R8 LMS GT3 im gelb-grünen "Mamba-Design".

Fotos: Gruppe C Photography

Youngster trifft auf Profi

Luci Trefz wird sich im GT-Masters mit dem erfahrenen Audi-Sport-Piloten Christopher Haase (33) das Cockpit teilen. "Ich habe großes Glück, ihn als Profi neben mir zu haben. Er kann mir viel beibringen", sagt Luci Trefz. "Was ich an ihm bewundere, ist, dass er vor Rennen die Ruhe weg hat. Und wenn er dann im Auto sitzt, ist er einer der schnellsten Sportpiloten, die es gibt."

Haase habe während eines Rennens die nötige Aggressivität und den Biss, den es braucht, um bei 31 Autos und 62 Konkurrenten nach vorne zu kommen. "Im GT Sport ist es schwer zu überholen. Das geht nur mit Mut und viel Risiko."

 

Lisa Könnecke

Lisa Könnecke

Volontärin

Lisa Könnecke arbeitet seit Februar 2020 als Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

Kommentar hinzufügen