Dritter Sieg am dritten Spieltag
Niedernhall schlägt sich im neuen Klassement manierlich − Junges Zweitliga-Team sammelt wichtige Erfahrung

Auch beim zweiten Heimspieltag haben die Niedernhallerinnen in Liga zwei überzeugt. Zumindest im zweiten Anlauf. Denn nachdem es gegen die routinierte Mannschaft vom TSV Gärtringen eine in dieser Form unerwartete Niederlage gab, wurde der FV Glauchau-Rothenbach aus Sachsen klar mit 3:1 Sätzen besiegt.
Dass es gegen Gärtringen nicht einfach werden sollte, war schon vor dem ersten gespielten Ball klar. Ein Gegner mit Spielerinnen, die etliche Jahre Erstligaerfahrung haben, erwartete die jungen Niedernhaller Mannschaft, die zudem auf die beiden Landwehr-Schwestern verzichten musste.
Trotzdem ging es gut los für den heimischen TSV. Gärtringen konnte nicht viel Angriffsdruck aufbauen, so dass Niedernhall sicher agierte und den ersten Satz nach 7:3 und 9:4-Führung am Ende mit 11:7 gewann. Der zweite Satz ging so weiter, Niedernhall dominierte bis zur Auszeit zum 7:3. Dann ging die eher schwache Gärtringer Linkshänderin am Schlag aus dem Spiel und machte Platz für Sarah Hoffrichter, die sogar schon für die Nationalmannschaft aufgelaufen war. Niedernhall gelang es nicht, die einzig verbliebene Angreiferin des Gegners aus dem Spiel zu nehmen. Sie brachte die Abwehr mit vielen gut platzierten Bällen immer mehr in Verlegenheit. Dieses Unsicherheit übertrug sich auf die beiden Angreiferinnen. Sowohl Michaela Kress als auch der wieder einmal aufgebotenen Bianca Mollenhauer unterliefen ein paar Eigenfehler und der zweite Satz ging noch verloren.
Niedernhall fand nicht mehr zurück ins Spiel, viele Eigenfehler und Unsicherheiten in Abwehr und Angriff führten zu deutlichen Satzverlusten und schließlich zum verdienten 3:1-Sieg für Gärtringen.
Mit Respekt gingen die Niedernhaller Frauen ins Spiel gegen den Gegner aus Sachsen. Der erste Satz verlief ausgeglichen und der TSV hatte drei Satzbälle. Nach einer Verletzungsunterbrechung, bei der Madeleine Lorenz aus dem Spiel genommen und die Abwehr umgebaut werden musste, war jedoch der Faden kurz gerissen. Der FV kämpften sich zurück, wehrte nicht nur die drei Satzbälle ab, sondern kam zum 13:11-Satzerfolg.
Dann hatte sich aber die neuformierte Abwehr mit Lea Süssmuth, Anna-Lena Marmein in der Mitte und Zweitliga-Debütantin Ramona Czolkos gefangen. Mit der sicheren Defensive kam der Angriffsschwung zurück. Michaela Kress und Bianca Mollenhauer punkteten immer wieder mit druckvollen Angriffsbällen. Glauchau-Rothenbach musste mehr riskieren und leistete sich im dritten Satz eine ganze Serie von Angabenfehlern. Niedernhall holte sich mit drei deutlichen Satzerfolgen den dritten Sieg am dritten Spieltag.
"Eine ganz wichtige Erfahrung für unsere Jungen, dass sie sich im Verlauf des Spieles immer besser gegen diese starken Angriffsbälle behauptet haben. Wenn wir so weitermachen, ist der Klassenerhalt kein Thema", sagte Spielertrainerin Michaela Kress.
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