Youngster Trefz macht als GT4-Halbzeitmeister auf sich aufmerksam

Motorsport  Damit hatte auch Luci Trefz selbst nicht wirklich gerechnet. Nach sechs Rennen steht der 18-jährige Wüstenroter als Halbzeitmeister an der Spitze des Feldes der ADAC-GT4-Germany.

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Luci Trefz

Foto: Archiv/Veigel

"Eigentlich bin ich schon überrascht", gestand der Racing-Rookie ehrlich. Mit Platz zwei am Samstag und einem Sieg am Sonntag war Trefz auf dem Sachsenring an der Seite des ebenfalls erst 19-jährigen Julien Apothéloz im Mercedes AMG des Team HTP-Winward zur Gesamtführung gefahren. Und die möchte er in der zweiten Hälfte der GT4-Serie verteidigen: "Wir werden versuchen, unseren Vorsprung auszubauen. Das wird aber nicht leicht, jeder hat einen jetzt im Visier."

Die besondere Herausforderung spornt den Youngster aber auch an: "Gerade die gestandenen Konkurrenten wie einige Ex-GT-Masters-Piloten fahren extrem hart, aber nicht unfair. Es macht schon Spaß, sich erfolgreich mit Rennfahrern zu messen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen."

Bessere Angebote als Meister

Genau das ist eines Tages auch das große Ziel von Luci Trefz. Und dabei hilft es ihm natürlich, wenn er mit Erfolgen wie am vergangenen Wochenende auf sich aufmerksam machen kann. Bereits beim Auftakt auf dem Nürburgring hatte Trefz gemeinsam mit Apothéloz den ersten Saisonsieg eingefahren, um in Hockenheim erneut auf dem Podium zu stehen. "Nächstes Jahr würde ich gerne in der GT3 dabei sein. Als Meister gäbe es dafür natürlich bessere Angebote."

Trotz allem Anspruch bleibt der junge Mann aber auf dem Boden: "Das Auto ist eben auch top. Wir können nur so schnell sein, weil wir ein gutes Team und einen super Chefingenieur hinter uns haben."


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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