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"Wir wollen von Sonntag bis Samstag spielen"

Nach dem Ende des neckar Cups: Turnierdirektor Metehan Cebeci spricht über einen Antrag bei der ATP, von einem relativen Zuschauerplus und das Wetter.

Von unserem Redakteur Lars Müller-Appenzeller
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"Wir wollen von Sonntag bis Samstag spielen"
Zieht gut gelaunt Bilanz: Turnierdirektor Metehan Cebeci. Foto: Dennis Mugler

Der Turnierdirektor lebt die Liebe fürs Detail vor: Auf dem Weg zum Bilanzgespräch sammelt Metehan Cebeci noch eben weiße Papierschnipsel vom roten Teppich, dann zieht er unter den 6. Heilbronner Neckar-Cup zufrieden den ersten Schlussstrich. Das sagt der 49-Jährige über ...

 

  • ... das Wetter: "Tagsüber waren die Temperaturen okay. Sobald die Sonne allerdings weg war und vor allem abends wurde es schon erfrischend. Wir sind froh, dass wir im Gegensatz zum Vorjahr diesmal nur einen kurzen Schauer als Unterbrechung hatten."

  • ... die Zuschauerzahl: "Es sind mehr als im Vorjahr, als wir 7000 Zuschauer an neun Tagen hatten. Diesmal waren es auch 7000 − an nur sieben Turniertagen plus den Pre-launch-Tag am Sonntag, so erklärt sich die Steigerung. Die ATP wollte es so, dass wir diesmal vier Tage lang auf drei Plätzen parallel gespielt haben, so dass sich die Zuschauer auf drei Plätze verteilt haben. So war dieses Mehr nicht unbedingt zu sehen. Der Vip-Bereich mit seinen mindestens 100 Plätzen war die ganze Woche von 12 bis 21 Uhr voll."

  • ... die Auszeichnung als bestes Challenger-Turnier 2018 am Donnerstag: "Eine Auszeichnung ist immer schön. Das i-Tüpfelchen war, dass wir den Award im Namen der Spieler zum zweiten Mal hintereinander bekommen haben. Das macht uns stolz und gibt uns Kraft für die nächsten Schritte."

  • ... den Modus für das Turnier 2020: "Ich bin mir sicher, dass es vonseiten der Spielerorganisation ATP erneut eine Änderung geben wird. Ob zurück vom 48er-Feld in einem 64er-Tableau auf 32, weiß ich nicht. Aber mit Sicherheit, was die Qualifikation betrifft: Wir hatten zwei Quali-Sieger; auch beide Verlierer kamen als Lucky Loser ins Hauptfeld rein. Warum also eine Quali spielen? Und was wäre gewesen, wenn sich ein weiterer Spieler verletzt hätte? Wir hätten keinen weiteren Lucky Loser vor Ort gehabt. Zudem bin ich mir sicher, dass wir nächstes Jahr wieder früher anfangen. Ich werde in den nächsten Tagen den Antrag stellen, dass wir am Sonntag beginnen und das Finale am Samstag spielen. Das Auftaktwochenende ist wichtig für uns Veranstalter. Da kommen viele Zuschauer − weil sie mehr Zeit haben als unter der Woche. Wenn wir das Finale am Samstag spielen, haben die Profis mehr Zeit, um nach Paris zu reisen, wo die Quali für die French Open am Montag beginnt."

  • ... das sportliche Fazit: "Ich bin immer noch überrascht, wie viele Anfragen wir für eine Wildcard hatten und vor allem, wie viele außergewöhnlich gute Spieler dabei waren. Einmal mehr: Auf diesem Niveau kann jeder jeden schlagen, man kann nicht vorhersagen, wer gewinnt. Besonders gefallen hat mir, wie Arthur De Greef und Dennis Novak im Halbfinale gekämpft haben, obwohl sie körperlich kaputt waren. Und die Ruhe von Filip Krajinovic hat mich beeindruckt: Er weiß, was er auf dem Platz machen muss − wenn es nicht läuft."

  • ... die Ausrichtung eines ATP-Turniers: "Das ist auf dieser Anlage nicht machbar. Und das will ich auch gar nicht. Ich bin Tennistrainer, betreibe eine Tennisschule: Sinn und Zweck des Turniers ist und bleibt es, junge Spieler nach oben, Kinder zum Tennis zu bringen."

 

 

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