Für Eduard Popp ist es wichtig, überhaupt wieder kämpfen zu können

Ringen  Wegen der Corona-Pandemie haben zu wenige Top-Nationen für die geplante Weltmeisterschaft in Belgrad zugesagt, deshalb wird dort nun ein Weltcup ausgerichtet. Eduard Popp ist dabei.

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Der Unterländer Vorzeige-Ringer Eduard Popp geht als WM-Fünfter des Jahres 2019 ins olympische Jahr 2021. Die anvisierten Titelkämpfe 2020 im Dezember in Serbien finden nicht statt. Aufgrund der Coronavirus-Situation hatten zu wenige Top-Nationen ihre Teilnahme zugesagt.

Gerungen wird in Belgrad aber dennoch. Statt der Weltmeisterschaften wird ein Weltcup ausgerichtet. Mit dabei sind die deutschen Top-Athleten - unter anderem auch Eduard Popp.

Sportdirektor: Reise ist gesundheitlich verantwortbar

"Wir werden auf jeden Fall teilnehmen. Aufgrund der Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen halten wir das für gesundheitlich verantwortbar", sagte der Sportdirektor des Deutschen Ringer-Bundes, Jannis Zamanduridis, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Mit Blick auf die Olympia-Qualifikationsturniere im Frühjahr ist das eine wichtige Vorbereitungsmaßnahme für uns." Abgesagt hat der dreimalige Weltmeister Frank Stäbler. Die Nachwirkungen einer Corona-Infektion hindern ihn daran.

Was die Olympischen Spiele betrifft, herrscht bei Popp Gelassenheit, er ist ja als WM-Fünfter bereits für Tokio qualifiziert. Und so trifft ihn die WM-Absage beziehungsweise die Herabstufung des Turniers zu einem Weltcup nicht hart und kam auch nicht überraschend. "Intern war schon länger die Rede davon, dass es so kommen könnte. Die Trainer informierten uns bereits im Vorfeld", erzählt Popp, der in dieser Woche zwischen seinem Wohnort Neckarsulm und dem Trainingszentrum in Heidelberg pendelt.

Nächste Woche Trainingslager im Schwarzwald

"Für mich ist das nicht so tragisch, auch wenn es jetzt keine Weltmeisterschaften mehr sind", sieht sich Popp in seinen Planungen, der Olympia-Vorbereitung, keinesfalls zurückgeworfen. "Plan ist, dieses Turnier zu bestreiten. Wichtig ist, 2020 überhaupt nochmals einen Wettkampf bestreiten zu können. Nächste Woche geht es ins Trainingslager auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald. Dort werden dann auch die weiteren Pläne für das nächste Jahr besprochen."

Eduard Popp lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, der Fokus ist gesetzt, und der ist auf Japan ausgerichtet. Seine zweite Teilnahme an Olympischen Spielen ist sein großes Ziel. 


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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