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Waldenburg nimmt Kurs aufs Finale

Die SGi Waldenburg gewinnt ihre beiden Duelle am Wochenende mit 3:2 und steht in der Bundesliga Süd mit der Luftpistole auf Rang drei. Die Finalteilnahme ist dem Team kaum mehr zu nehmen, wenngleich das nächste Wettkampf-Wochenende Kopfzerbrechen bereitet.

Marc Schmerbeck
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Waldenburg nimmt Kurs aufs Finale
Camille Jedrzejewski zeigte sich bei ihren Auftritten für die SGi Waldenburg an Position eins ganz stark. Sie gewann auch gegen Kehlheim-Gmünd und Waldkirch ihre Duelle. Foto: Marc Schmerbeck

Die Waldenburger Luftpistolen-Schützen ließen sich auch von kleinen Turbulenzen in Günzburg nicht stoppen und holten sich 3:2-Siege gegen Kelheim-Gmünd und Waldkirch - beide direkte Konkurrenten im Kampf um einen Platz für das Bundesliga-Finale.

Nach sieben von elf Duellen steht die Schützengilde mit bisher nur einer Niederlage gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer der Bundesliga Süd, den ESV Weil am Rhein, mit 12:2 Punkten auf Rang drei. "Es hat sehr gut funktioniert", sagte Trainerin Claudia Odermatt, die das Wettkampfwochenende zu Hause über das Internet verfolgte. Die hohen Inzidenzen hatten sie davon abgehalten, mitzureisen.

Zu Beginn sieht es beide Male nicht gut aus für Waldenburg

Dabei durfte sie per Liveticker "zwei Krimis" verfolgen. Beide Male sah es zu Beginn der Duelle nicht gut aus. Die ersten Hochrechnungen ließen eher auf Siege der Gegner schließen. Doch die Waldenburger behielten die Nerven, holten sich angeführt von den beiden Spitzenschützinnen Camille Jedrzejewski und Doreen Vennekamp die Siege. Wie schon zuletzt überzeugte die Französin Jedrzejewski zwei Mal. Gegen Kelheim-Gmünd am Samstag kam sie auf 381 Ringe und besiegte damit Philipp Grimm.

Die bis dato ungeschlagenen Kelheimer punkteten an Position zwei mit Simon Weiß (377) gegen Vennekamp (372) und Monika Karsch (385) gegen Tobias Backes (381). Doch die Ausgeglichenheit der Waldenburger Mannschaft zeichnete sich einmal mehr aus. Tobias Bumb (367) und Christian Freckmann (376) holten an den hinteren Positionen die Punkte zwei und drei. Der Sonntag startete dann turbulent.

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Am Wochenende beginnt für die Schützengilde Waldenburg die Bundesliga-Saison mit der Luftpistole. Auftakt-Wochenende in München ohne Zuschauer.

Waldkirch findet Schlupfloch, um mit zwei nicht vollständig geimpften Schützen anzutreten

Es ging nun gegen Waldkirch und die Gastgeber hatten laut Odermatt ein Schlupfloch gefunden, um zwei Schützen einzusetzen, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben - trotz 2G-Regelung. Andere Teams hatten darauf verzichtet. Doch die Waldenburger ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. "Wir haben trotzdem unser Ding durchgezogen und waren am Ende souverän", sagte Odermatt.

Jedrzejewski steigerte sich im Vergleich zum Vortag sogar noch einmal und holte mit 386 Ringen den Punkt. Wieder hatten Vennekamp (375) und Backes (369), die zu Beginn der Saison stets über 380 Ringe erzielten, das Nachsehen und Bumb sowie Freckmann holten die entscheidenden Punkte.

Die Ausgeglichenheit ist der große Vorteil der SGi

"Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und ein richtiges Team", sagte Odermatt. "Das ist ein großer Vorteil. Es macht Spaß, das strahlen sie auch aus. Der Wohlfühlfaktor macht unheimlich viel aus." Und so holte das Team die beiden wichtigen Siege auf dem Weg ins Finale, bei dem sich dann die jeweils besten vier Teams aus dem Süden und Norden gegenüberstehen.

"Viel kann nicht mehr schief gehen", meinte Odermatt. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Rang fünf. Jedoch macht den Waldenburgern das nächste Wettkampfwochenende Kopfzerbrechen. Denn am 11./12. Dezember finden auch in Frankreich Meisterschaften statt, weder Jedrzejewski noch Landsmann Florian Fouquet stehen damit zur Verfügung. Auch der Portugiese Joao Costa ist in seiner Heimat gefordert.

Waldenburg hat nun zwei Wochen Zeit, die Personalprobleme zu lösen

Jens Klossek, der nachrücken könnte, hat nur an einem Tag Zeit und ein Einsatz von Abdullah Ustaoglu ist auch noch fraglich. Von daher ist die Mannschaft jetzt in den nächsten beiden Wochen gefragt, die Personalprobleme zu lösen. "Wir sind am Sprechen und Schauen", sagt Odermatt. "Aber wer weiß, ob bei den steigenden Inzidenzen die Wettkämpfe nicht abgesagt werden. In Bayern sind sie ja teilweise über 1000. Die Akzeptanz ist bei uns in der Mannschaft im Moment sehr hoch. Bei uns sind auch alle durchgeimpft, das ist ein Vorteil. Aber wir sind da nun auch von der Politik und der Liga abhängig."

Derzeit würden die Waldenburger die Saison gerne durchziehen, weil sie nach der langen Wettkampfpause vor der Saison in einer ausgesprochen guten Form sind und viel Spaß an ihrem Sport haben.

SGi Waldenburg - SV Kelheim-Gmünd 3:2 (1877:1879)
Camille Jedrzejewski - Philipp Grimm 381:379
Doreen Vennekamp - Simon Weiß 372:377
Tobias Backes - Monika Karsch 381:385
Tobias Bumb - Christoph Schultheiß 367:364
Christian Freckmann - Carina Wimmer 376 : 374

SV Waldkirch - SGi Waldenburg 1867:1871
Matthias Holderried - Camille Jedrzejewski 382:386
Ole-Harald Aas - Doreen Vennekamp 379:375
Sebastian Kugelmann - Tobias Backes 372:369
Michael Holderried - Tobias Bumb 367:369
Lea Kleesattel - Christian Freckmann 367:372

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