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Waldenburg ist im Abstiegskampf angekommen

Die SG Sportschule verliert beim MTV Ludwigsburg III und ist nun Vorletzter der Landesliga Nord. Nikita Litzbarski wurde schmerzlich vermisst.

Marc Schmerbeck
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Waldenburg ist im Abstiegskampf angekommen
Für Maximilian Wunderlich und seine SG Sportschule Waldenburg wird die Luft in der Landesliga immer dünner. Auch bei Ludwigsburg III gelang trotz manierlicher Leistung kein Befreiungsschlag. Foto: Archiv/Schmerbeck

Vor wenigen Wochen noch herrschte große Vorfreude auf die Saison. Davon ist bei Sebastian Schwiertz, Trainer des Landesligisten SG Sportschule Waldenburg, derzeit nur noch wenig übrig. "Es ist keine leichte Sache mit der Corona-Pandemie", sagt er. "Die spielt uns nicht gerade in die Karten."

Zwar ist die Mannschaft im Prinzip durchgeimpft, "aber wir dürfen nur noch einmal die Woche trainieren", sagt Schwiertz. Öfter dürfen die Volleyballer nicht mehr in die Halle. Dabei haben sie alles getan, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Denn vor dem Training wird auch getestet. Trotzdem können sie nur noch freitags ran. "Und das in der Landesliga zu dieser Phase in der Saison."

In Sieg ins sechs Spielen, Platz sechs

Zumal die Mannschaft spätestens seit Samstag im Abstiegskampf angekommen ist. Dabei war das Team mit einem anderen Ziel in die Runde gestartet. Vorne wollte Schwiertz mit seiner Mannschaft mitspielen. Doch nach nur einem Sieg in sechs Spielen ist Waldenburg Vorletzter. Am Samstag verlor das Team beim vorgezogenen Spieltag 2:3 (26:24, 20:25, 17:25, 25:19, 10:15) beim MTV Ludwigsburg III.

"Wir spielen eigentlich gut", sagt Schwiertz. "Die Elemente, die wir trainiert haben, passen. Aber wir bekommen die PS nicht voll auf die Straße", sagt Schwiertz. Innerhalb eines Spieles fehlt die Konstanz. Das ist Kopfsache. In Ludwigsburg fehlte mit Nikita Litzbarski zudem einer der besten Waldenburger Angreifer, damit war zu wenig Variabilität im Außenagriff vorhanden. "Insgesamt bin ich mit der Leistung zufrieden gewesen", sagt Schwiertz trotz der Niederlage. "Aber Ludwigsburg hat eine erfahrene Mannschaft, die spielen sehr clever." Zu clever für die SG.

Das 26:24 unterstreicht den Kampfgeist der Waldenburger

Den ersten Satz entschieden die Waldenburger noch für sich. Auch wenn es knapp war. Aber das 26:24 unterstreicht den Kampfgeist der Mannschaft. "Stellenweise haben wir sehr ordentlich gespielt", sagt Schwiertz. Im zweiten Satz leisteten sich die Waldenburger dann zu viele Eigenfehler. Ludwigsburg nutzte die Schwächen aus und glich mit 25:20 aus. Auch im dritten Satz dominierten die Gastgeber. "Es hat uns immer ein bisschen gefehlt", sagt Schwiertz. "Wir waren knapp dran."

Doch das Ergebnis, das Ludwigsburg die 2:1-Satzführung brachte, war mit 25:17 relativ deutlich. "Im vierten Satz waren wir dann recht dominant, haben wieder ordentlich gespielt und haben relativ deutlich geführt", sagt Schwiertz. Dann aber schlich sich wieder eine gewisse Lässigkeit ein. Ludwigsburg verkürzte wieder, doch mit 25:19 ging der Satz an die SG - 2:2.

Schwiertz: Es fehlt die Konstanz

Zumindest ein Punkt war damit gewonnen. Der Tiebreak war dann wieder sehr knapp und umkämpft. Mit 8:7 wurden die Seiten gewechselt. Doch dann war Ludwigsburg wieder besser und holte sich mit 15:10 den Sieg. "Stimmungstechnisch war es bei uns geil", sagt der Coach. "Aber es hat ein bisschen gefehlt." Ein Problem, das sich schon durch die ganze Saison zieht. "Wir wissen, was wir können, schaffen es aber nicht, unsere Leistung konstant abzurufen. Das ist jetzt wirklich schwierig. Trainingstechnisch sehe ich uns ziemlich weit oben. Wir müssen jetzt arbeiten und einfach weitermachen. Die Stimmung bei uns ist trotzdem gut. Wir kämpfen jetzt eben um den Klassenerhalt. Das ist ja auch spannend."

Für Waldenburg stehen erstmal drei Wochen Pause an. Dann würde am 18. Dezember ein Heimspieltag anstehen. "Wenn es weitergeht", sagt Schwiertz. "Die Tendenz geht ja eher wieder zu einer Art Lockdown." Aber so lange der Spielbetrieb nicht offiziell pausiert oder eingestellt wird, müssen die Waldenburger die Spannung hoch halten. "Das ist gar nicht so einfach, wenn wir jetzt drei Wochen Pause haben und in der Zeit nur drei Mal in die Halle können", sagt Schwiertz. "Vielleicht können wir noch das eine oder andere Testspiel organisieren. Das würde uns mehr bringen als Training."

Während die Waldenburger nun auf eine längere Pause zusteuern, hat die SG Untersteinbach/Öhringen am Samstag einen Heimspieltag. Zu Gast sind in der Öhringer Auhalle der Spitzenreiter SG Volley Alb/Brenztal (Spielbeginn 17 Uhr) und der SV Fellbach IV. Die Gastgeber stehen auf Rang vier mit zehn Punkten.

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