Volleyball unter anderen Vorzeichen

Volleyball  So gehen die vier Spitzenteams aus der Region in die Spielzeit 2020/2021. TV Hausen in der Oberliga, SG Sportschule Waldenburg sowie SG Untersteinbach/Öhringen in der Landesliga und die Frauen des TV Sinsheim in Liga drei.

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Die Spielpläne stehen bereits fest. Im September starten die Volleyball-Teams der Region in die neue Spielzeit 2020/21. Das ist der Stand bei vier Top-Vereinen:

TV Hausen trainiert im Beachvolleyball-Modus

Angelina Schatz (rechts) und die Drittligaspielerinnen des SV Sinsheim starten ambitioniert in die neue Spielzeit. Für Trainer Peter Lember darf es Platz eins bis drei sein.

Foto: Archiv/Krüger

Der Männer-Oberligist baut auf Sand. Notgedrungen. Bis Mittwochabend trafen sich die Spieler zum Beach-Volleyballspielen. "Jetzt geht die Vorbereitung auf die neue Saison erst richtig los", sagt Ruben Link, mitspielender Abteilungsleiter des TV Hausen. Sie findet nicht in der Halle, sondern im Sandspielfeld und auf dem Sportplatz statt. Mitunter tummelten sich zuletzt acht Spieler auf dem Beach-Volleyballfeld. "Da hat man gemerkt, dass alle heiß sind aufs Spielen", sagt Ruben Link. Alle Spieler haben sich individuell fit gehalten. Los geht die Saison am letzten September-Wochenende.

Erst Anfang September kann das Team von Trainer Kai-Uwe Hollmann in der Halle trainieren. Vier Wochen Vorbereitung in der Halle mit wöchentlich drei Einheiten müssen genügen, bevor das Auswärtsspiel in Tübingen auf dem Spielplan steht. 20 Spiele stehen auf dem Programm. "Für uns geht es um den Klassenerhalt", sagt Ruben Link.

Hausen kann dabei auf einen großen Kader zugreifen, das war in der Vergangenheit nicht immer so. Jan Traub hat aus familiären Gründen aufgehört, zwei Neuzugänge sollen noch kommen. Vor einige Wochen noch sollten auch auf dem Volleyball-Feld noch Abstandsregeln gelten, mittlerweile herrscht auch auf dem Feld wieder Normalbetrieb. Beim Training wird eine Anwesenheitsliste geführt. Nach den Trainingseinheiten werden die Bälle desinfiziert.

TV Sinsheim startet am 12. September in die Saison

Bei 75, 80 Prozent des möglichen Leistungsvermögens sieht Trainer Peter Lember seine Drittliga-Frauen. Bereits am 12. September steht das erste Pflichtspiel an, dann gastiert Aufsteiger USC Konstanz im Kraichgau. Und dann sind gleich vier Neuzugänge mit dabei. Zuspielerin und Eigengewächs Linda Braschnikov (16) soll langsam herangeführt werden, weiter ist schon die gleichaltrige Jana Bachmann, die als Libera am Stützpunkt Stuttgart agierte und nun als Zuspielerin fungieren soll. "Sie macht sich im Training sehr gut, die Anfangsnervosität bei ihr ist jetzt weg", sagt Trainer Peter Lember. Johanna Resch (VfB Ulm) studiert in Heilbronn und hat ihre Stärken auf der Außenposition.

Volleyball unter anderen Vorzeichen

Volle Attacke am Netz: Die SG Sportschule Waldenburg (hier Sebastian Schwiertz und Jannik Sprenger im Block) spielte einst in der Oberliga, nun haben es die Hohenloher als Nachrücker zurück in die Landesliga geschafft.

Foto: Archiv/Schmerbeck

Erfahrung bringt Mareike Dehn mit (zuletzt Studium in Dresden), als Außen verfügt sie wohl über Potenzial für die Start-Sechs. Lediglich Luca Schnabel hat den TV Sinsheim studienbedingt verlassen. 22 Saisonspiele stehen an. "Das wird ein hartes Programm", sagt Peter Lember. Vom 14. bis 16. August steigt in Sinsheim ein Trainingslager. Dort will der Trainer auch mit seinem Team über die Zielsetzung sprechen. Er hat schon ein klare Vorstellung: Rang eins bis drei darf es schon sein. Gewohnte Sphären für die Sinsheimer Mädels. Regionen, in denen sie sich seit Jahren in Liga drei auskennen. "Wir werden mit zwei Zuspielerinnen variabler sein, ein höheres Wechselkontingent haben", sagt Peter Lember. Ob in der neuen Saison Zuschauer zugelassen sein werden? "Wir wissen es noch nicht", sagt der Trainer. Genauso wenig, was im Corona-Fall passiert.

Derby-Vorfreude bei SG Sportschule Waldenburg und SG Untersteinbach/Öhringen

Die SG Untersteinbach/Öhringen schaffte den Landesliga-Klassenerhalt souverän, die Waldenburger stiegen als Nachrücker auf. Damit wird es nächste Saison, die Anfang Oktober beginnt, wieder ein Derby geben. "Wir haben schon wieder trainiert", sagt Konstantin Schneider, Spielertrainer bei Untersteinbach/Öhringen. "Allerdings erstmal um einfach wieder zusammen zu kommen. Die richtige Saisonvorbereitung beginnt dann noch diesen Monat." Für beide Hohenloher geht es erstmal um den Klassenerhalt. Die Waldenburger haben sich nach dem Umbruch wieder etwas gefestigt, doch personell gibt es noch die eine oder andere Lücke. Der Kader der Spielgemeinschaft ist schon seit jeher relativ dünn. "Die Klasse ist sehr abwechslungsreich", sagt Willi Böhringer, der Untersteinbacher Abteilungsleiter. "Der Tabellenplatz sagt nur wenig über die wirkliche Spielstärke aus. Da kann jeder jeden schlagen." Und das hat sowohl ihm als auch den Spielern in der vergangenen Saison großen Spaß bereitet. Auch ab Herbst soll die eine oder andere Überraschung gelingen.


Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik.

Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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