Start in eine besondere Saison

Turnen  An diesem Samstag beginnt für die KTV Hohenlohe die neue Runde in der 3. Liga. Allerdings ohn Mike Hindermann und auch ohne Gastturner.

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Silas Bortt hat sich für diese Saison viel vorgenommen. Bei der baden-württembergischen Meisterschaft landete er auf Rang fünf. Nun starten am Samstag die Wettkämpfe der 3. Liga.

Foto: Marc Schmerbeck

Es gibt viele Fragezeichen, viele Unbekannte. Am Samstag um 18 Uhr startet die Saison für die Drittliga-Turner der KTV Hohenlohe mit dem Auswärts-Wettkampf gegen den TV Weißkirchen. Und es wird eine Saison unter besonderen Vorzeichen, wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

So wurden die beiden dritten Ligen nochmals in zwei Gruppen aufgeteilt. Die KTV startet in der 3. Liga Nord B mit insgesamt vier Mannschaften: KTV Hohenlohe, TV Weißkirchen, TSG Sulzbach und Isselhorst von 1894. Die beiden Erstplatzierten kämpfen mit den Teams der Gruppe A überkreuz und ermitteln die beiden Mannschaften, die gegen die besten Teams aus dem Süden um den Aufstieg kämpfen. Die anderen beiden Teams haben noch einen Platzierungswettkampf gegen die Mannschaften aus Gruppe A. Absteiger wird es am Ende keine geben, Aufsteiger schon.

Turner erwarten einen entspannten Herbst

"Die Saison ist ziemlich entzerrt", sagt KTV-Kapitän Philipp Schmidt. "Wir haben lange Pausen zwischen den Wettkämpfen. Das wird ein entspannter Herbst. Da weiß man ja gar nicht, was man mit den freien Wochenenden machen soll."

Die Hohenloher gehen ohne ihre Spitzenturner in die Saison, Mike Hindermann ist derzeit beruflich in Landshut und konnte das komplette Frühjahr nicht trainieren. Schon frühzeitig sagte er deshalb, dass er auf die Wettkämpfe verzichten würde. "Er hätte gerne mitgeturnt. Aber bei dem Schwierigkeitsgrad seiner Übungen ist das ohne Training nicht möglich. Und zurückschrauben will er nicht", sagt Schmidt.

Die KTV verzichtet auf einen ausländischen Turner

Da es keine Absteiger gibt, verzichtet die KTV auch auf einen ausländischen Gastturner. Zumal es auch durch die Corona-Einschränkungen einige Hürden gegeben hätte. Dies war schon beim Start der 1. Bundesliga zu sehen, als einige Mannschaften mit und die anderen ohne Gastturner antraten.

Schmidt geht davon aus, dass einige andere Teams ebenfalls auf Ausländer verzichten werden. Aber weil es noch nicht ganz klar ist, tut er sich schwer, die Ligagruppe einzuschätzen. Mit Hindermann und einem Gastturner hätten die Hohenloher einen der vorderen Plätze angepeilt. So gehen sie erstmal etwas abwartend in die Wettkämpfe. So werden die Nachwuchskräfte Bastian und Benjamin Hofmann sowie Micha Schmidt öfter an die Geräte gehen. "Silas Bortt hat sich einiges vorgenommen", sagt Schmitt. "Er hat sich ja in der Corona-Pause ein Fitnessstudio eingerichtet und war dann auch auf den Punkt fit", sagt Schmidt. Am vergangenen Wochenende wurde Bortt bei der baden-württembergischen Meisterschaft Fünfter. Sein Teamkamerad Benjamin Hofmann landete auf Platz vier im Mehrkampf. "Wegen Corona gab es keine Gerätefinals", sagt Schmidt, der als Kampfrichter mit dabei war.

Los geht es mit zwei Auswärts-Wettkämpfen

"Wir wollen jetzt sehen, was auf uns zukommt", sagt Schmidt. "Die Jungen können ja was. Mal sehen, zu was es reicht. Es wäre gut, wenn wir gleich gewinnen." In einem normalen Jahr würden die Hohenloher als Favorit gegen den TV Weißkirchen gelten. Die KTV startet zunächst mit zwei Auswärts-Wettkämpfen, bevor zum Abschluss Isselhorst in Öhringen zu Gast ist. Bis dahin soll dann auch ein Hygienekonzept fertig sein. "Es gibt da Bestimmungen der DTL", sagt Schmidt.

Unter anderem muss es getrennte Zonen für Zuschauer und Athleten geben. Das ist in der Öhringer Hohenlohehalle realisierbar. Noch hat sich Schmidt aber nicht ausgiebig damit beschäftig. Denn zunächst fahren die Hohenloher zu zwei Auswärtskämpfen nach Sulzbach bei Frankfurt. Die Halle dort teilen sich Weißkirchen und Sulzbach (Termin des zweiten Wettkampfes: 24. Oktober). Am 14. November hat dann die KTV ihren Heimwettkampf gegen Isselhorst.

Zweite Mannschaft

Nach vier Wettkämpfen wurde die Saison der zweiten Mannschaft in der Oberliga abgebrochen. "Wir hätten die Klasse gehalten", sagt Philipp Schmidt. "Stand jetzt, geht es im Februar wieder los. Aber derzeit weiß man ja nie, was kommt."


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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