Sipahi glaubt weiter an die EM-Chance

Futsal  Das deutsche Futsal-Nationalteam um den Öhringer Mert Sipahi hofft trotz der unglücklichen 2:4-Niederlage in der Schweiz beim Rückspiel der EM-Quali noch auf ein Happy End.

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Vor dem Tor ließen Mert Sipahi und seine Kollegen zu viel liegen.

Foto: privat

Sie hätten es leichter haben können. Viel leichter. "Wir hatten uns genug Torchancen erspielt", sagte Mert Sipahi. Doch die deutsche Nationalmannschaft um den Öhringer kehrt mit einem unglücklichen 2:4 (1:1) vom Play-off-Hinspiel der EM-Qualifikation aus der Schweiz zurück.

Keine Zeit, um lange zu hadern

Für Sipahi "enttäuschend, denn wir hatten uns einen Sieg erhofft. Aber so ist der Sport." Lange Zeit zu hadern blieben ihm und seinen DFB-Kollegen nach Freitagabend ohnehin nicht. Das Rückspiel steigt bereits an diesem Montagabend (19 Uhr)in Ludwigsburg.

Trotz des deutschen Chancentods im ersten Aufeinandertreffen mit der Schweiz lebt der Glaube, das Ticket für die zweite Gruppenphase noch zu lösen. Dort geht es von Dezember an gegen Spanien, Slowenien und Lettland um den Einzug in die Endrunde. Die zwei Tore aufzuholen wird nicht leicht sein, aber auf jeden Fall machbar", gibt sich Mert Sipahi kämpferisch. Nutzen die Deutschen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten des Hinspiels, sollte durchaus noch etwas möglich sein.

Bundestrainer bleibt optimistisch

Das weiß auch der Bundestrainer. "Wenn wir auf die Fakten des Spiels schauen, denke ich, das Ergebnis hätte auch gut andersherum ausgehen können. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt mit vielen Torchancen und zwei Zehn-Meter-Freistößen", resümierte Marcel Loosveld die Partie. Trotz der schwierigen Ausgangslage bleibt der Coach optimistisch: "Jetzt wissen wir klar und deutlich, was uns im Rückspiel am Montag erwartet. Ich glaube an meine Spieler und dass wir mit einer sehr guten Leistung das nötige Ergebnis holen".

In der GoEasy Arena in Siggenthal hatte seine Mannschaft anfangs gezeigt, wie es geht. Bereits nach 45 Sekunden war Deutschland durch Manuel Fischer in Führung gegangen. Danach drückte die Schweiz aufs Tempo, kam aber gegen die gut organisierte deutsche Defensive nur selten zu Abschlüssen und wenn, war DFB-Keeper Philipp Pless zur Stelle.

Überlegenheit nicht genutzt

Das deutsche Team war deutlich gefährlicher: Einen Freistoß von Muhammet Sözer blockte Andres Silva auf der Linie (9.), Ian Prescott Claus traf kurz darauf aus spitzem Winkel nur den Pfosten (11.). Das Tor aber machten die Eidgenossen (14.). Die Deutschen blieben trotzdem am Ball, erhöhten die Schlagzahl, konnten ihre Überlegenheit aber weiter nicht in ein Tor ummünzen. Gleich zwei Zehn-Meter-Freistöße blieben dabei ungenutzt.

Auch im zweiten Durchgang fehlte die letzte Konsequenz vor dem Tor. In der 26. Minute hatte Onur Saglam zudem Pech mit einem weiteren Pfostenschuss. Dann fiel aus dem Nichts die Schweizer Führung (31.). Deutschland drückte weiter, fing sich aber einen Konter zum 1:4 (36.) ein. Saglam schaffte in der 39. Minute immerhin noch das 2:4.

Nach zwei gemeinsamen Trainingseinheiten soll es an diesem Montag besser klappen, versichert Sipahi: "Natürlich wollen wir in die Endrunde der Quali kommen. Dazu gehört Wille, Leidenschaft und gesunde Aggressivität." Und eine bessere Chancenverwertung.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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