Schefold und Hanselmann trotz Patzer deutsche Meister

Kunstrad  Das Weltmeister-Duo des RV Öhringen ist in Moers zwar nicht vollauf zufrieden, aber einmal mehr mit dem Titel. Ende Oktober findet in Stuttgart die Weltmeisterschaft statt.

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Der Auftritt von Serafin Schefold (mit Bart) und Max Hanselmann im Finale war nicht perfekt ausbalanciert, bereitet dem Duo aber kein Kopfzerbrechen.

Foto: Schmerbeck

Eine Überraschung war es nicht. Die Favoriten haben sich den deutschen Meistertitel geholt. Serafin Schefold und Max Hanselmann gewannen in der Klasse Zweier Open erwartungsgemäß. Dass sie mit ihrer Übung im Finale aber nicht zufrieden waren, war deutlich zu sehen.

Nur 155,07 Punkte gab es vom Kampfgericht für das Duo vom RV Öhringen. Ein Sturz, nachdem sie bei der Standdrehung mit den Rädern zusammengerasselt waren, verhinderte ein besseres Ergebnis.

Doch der Puffer bei der aufgestellten Punktzahl, bei der Schwierigkeit der Kür, ist so groß, dass sie sich auch einen Patzer leisten können. So verwiesen Schefold/Hanselmann die Langenselbolder Styber/Rödiger, die ebenfalls ein WM-Ticket ergatterten, auf Rang zwei. Trotz des Titelgewinns am Samstag gönnten sich Schefold/Hanselmann keine Pause. Schon am Montag standen sie wieder in der Trainingshalle.

Drei Wochen mit vollem Programm

"Die nächsten Wochen sind vollgepackt, da können wir nicht frei machen", sagt Schefold. Am nächsten Wochenende findet ein Vorbereitungslehrgang mit der Nationalmannschaft statt. Die Woche darauf das Weltcup-Finale in Albstadt und danach mittwochs das erste Training für die WM in der Stuttgarter Porsche Arena, die vom 29. bis 31 Oktober stattfindet. Am 30. Oktober steht der Zweier-Wettbewerb bei der Weltmeisterschaft an. Natürlich mit den Titelverteidigern und Weltrekordhaltern Schefold/Hanselmann als Favoriten. Klar ist im Moment aber nur, dass die Zweier-Konkurrenz bei der WM samstags stattfindet. Einen festen Zeitplan gibt es noch nicht. "Es ist nicht sicher, wie viele Nationen anreisen", sagt Serafin Schefold. "Es könnte sogar sein, dass es keine Vorrunde gibt."

Die insgesamt dritte deutsche Meisterschaft

Der DM-Titel in Moers war der dritte für Schefold/Hanselman nach 2017 und 2018. Und während das Duo im Finale patzte, legte es eine souveräne Vorrunde hin. "Da sind wir 166,95 Punkte gefahren. Das war richtig gut, wir haben wenige Fehler gemacht", sagt Schefold. Und das bei einem Kampfgericht, das verhältnismäßig streng wertete. Hier qualifizierten sich auch Styber/Rödiger (Langenselbold) für die WM. Allerdings hatten ihre Konkurrenten Tisch/Stapf fast nur noch theoretische Chancen.

Zeitüberschreitung sorgt für zusätzliche Abzüge

Im Finale legten Styber/Rödiger 151,96 Punkte vor. Tisch/Stapf kamen nur auf 147,23 Zähler. Schon früh in ihrer Kür patzten dann Schefold/Hanselmann. Doch sie fuhren ruhig weiter. Am Ende ging ihnen die Zeit aus, die letzte Übung war außerhalb der fünf Minuten, was für zusätzlichen Abzug sorgte. Trotzdem war es am Ende noch ein deutlicher Vorsprung. "So war es spannender als geplant. Wir hätten gerne eine bessere Kür gezeigt", meinte Schefold. "Einen Kopf machen wir uns aber nicht. So ein Fehler ist schnell mal passiert. Das sind Nuancen. Aber normalerweise sind wir bei dieser Übung auch im Training sicher. Letztlich hat es ja gereicht."

Nun arbeiten sie nochmals intensiv an ihrer Übung, damit es bei der WM dann ebenfalls keine Überraschung gibt.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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