Liefert Markus Pommer das Beste zum Schluss?

Motorsport  Beim ELMS-Finale in Portugal soll Markus Pommers Lernkurve ihren Höhepunkt erreichen. Im letzten Rennen der Saison zählt für den Heilbronner Rennfahrer, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

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Ein letztes Mal steigt Markus Pommer am Sonntag in den Dienstwagen von BHK Motorsport und will bleibenden Eindruck hinterlassen.

Foto: Imago Images/MPS AGENCY

Der letzte Eindruck ist oftmals der, der in Erinnerung bleibt. Markus Pommer ist lange genug im Geschäft, um das zu wissen. "Meistens wird man am letzten Rennen gemessen", sagt der Heilbronner vor dem Finale der European Le Mans Series (ELMS) und betont: "Ich will nochmal alles rausholen."

Der einzige permanente deutsche LMP2-Pilot des hochkarätigen Starterfeldes will an diesem Sonntag im portugiesischen Portimão ein letztes Mal voll angreifen. Über vier Stunden steht ein erfolgreicher Abschluss seiner Debüt-Saison in der höchsten Prototypen-Klasse Europas im Vordergrund.

Pommer hofft in Portugal auf einen krönenden Abschluss

Die Lernkurve des 30-Jährigen hat in den vergangenen fünf Rennen stetig nach oben gezeigt. Mit Platz neun fuhr Pommer den britisch-italienischen Dienstwagen von BHK Motorsport an der Seite von Francesco Dracone und Sergio Campana zuletzt in Spa erstmals in die Top Ten und damit sein bislang bestes Ergebnis ein. Nun hofft er auf den krönenden Abschluss.

"Die aggressive Strecke kommt uns entgegen, die Aerodynamik ist nicht ganz so wichtig wie anderswo", sagt Pommer. Schon vor der Saison hat er gewusst, dass die Topteams unerreichbar sein werden, weil ganz andere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um an zeitbringenden Details zu feilen. "Es war klar, dass wir dagegen nicht anstinken können."

Im Simulator hat er ein paar Dinge ausprobiert

An sich selbst konnte der erfahrene Racer in der Vorbereitung aber durchaus noch etwas schrauben. "Ich habe ein paar Sachen im Simulator in Österreich ausprobiert", sagte er zu mehreren Vorbereitungs-Sessions auf dem virtuellen Autodromo Internacional do Algarve. Die Original-Strecke hat es absolut in sich. 2016 hatte Pommer bei GT3-Tests schon einmal das Vergnügen, auf dem anspruchsvollen Berg- und Tal-Kurs in Portugal seine Runden zu drehen.

Viel wichtiger sind für den Heilbronner aber die Lehren aus der laufenden Saison: "Ich will unbedingt an Spa anknüpfen." Ende September wäre in Belgien sogar noch ein bisschen mehr als der neunte Rang drin gewesen, hätte die Traktionskontrolle gegen Ende nicht den Geist aufgegeben. Es war allerdings eines der kleineren technischen Probleme, die sich wie ein Faden durch die Läufe des BHK-Motorsport-Mobils zogen. "Wir hatten schon immer wieder Pech", sagt Pommer zu seinem "Lehrjahr".

Noch hat sich der Rennfahrer keine Gedanken über die Zukunft gemacht

Wenn dieses nach dem Finale am Sonntag beendet ist, könnte es künftig noch steilere Lernkurven bei Markus Pommer geben. Ob wieder im selben Team und der ELMS? "Ich bin definitiv angekommen und möchte auf jeden Fall weiterfahren, habe mir aber noch gar keine Zukunftsgedanken gemacht", sagt er.

Sicher weiß Markus Pommer nur, dass der letzte Eindruck oftmals besonders zählt. Da ist es gut, dass sich schon das Training in Portugal "sehr positiv angefühlt hat - wir haben unser Programm durchgezogen und hatten gute Long-Runs". Nun stehen die letzten Kilometer der Saison an. Und es sollen die erfolgreichsten werden.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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