Tischtennis
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Etwas Freude und ganz viel Frust bei den Tischtennis-Teams der Sport-Union Neckarsulm

Neckarsulmer Zweitliga-Männer planen nach 0:6-Klatsche im Kellerduell für die 3. Liga. Die Frauen vergbenen in der 3. Bundesliga nach 5:3 mit 5:5 einmal mehr noch den Sieg.

Alexander Bertok
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Etwas Freude und ganz viel Frust bei den Tischtennis-Teams der Sport-Union Neckarsulm
Frust I: Josef Braun wartet in dieser Saison weiter auf den ersten Einzelsieg.

Vorweihnachtliche Stimmung war in der Ballei-Sporthalle am späten Sonntagnachmittag beim Gang in die kurze Winterpause nicht zu spüren. Zu ernüchternd waren die Ergebnisse der Neckarsulmer Top-Teams beim abschließenden Heimspieltag des Jahres 2021. Die Zweitliga-Männer verloren ihr Kellerduell gegen den 1. FC Saarbrücken II sang- und klanglos 0:6 und rutschten im Tableau hinter die punktgleichen Gäste auf den letzten Tabellenplatz ab. Die Frauen gaben in der 3. Bundesliga Süd gegen den TV 1921 Hofstetten eine 5:3-Führung zum 5:5 aus der Hand und bleiben Siebter. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf Rang neun, dem ersten Abstiegsplatz.

"Was soll ich sagen?", wirkte Alexander Mohr, Trainer der SUN-Männer, nach der zweiten 0:6-Klatsche in Folge ratlos. "Das ist schon Frust pur. Tendenziell ist es jetzt so, dass wir für die dritte Liga planen." Man sei zwar nur zwei beziehungsweise drei Zähler hinter den gesicherten Plätzen acht und sieben zurück, "aber nach den letzten Vorstellungen weiß ich nicht, wo wir diese Punkte holen sollen. Da müsste jetzt in der Winterpause nochmals ein Ruck durch die Mannschaft gehen".

Kopfsache bei den SUN-Männern

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Frust II: Andrey Semenov und die SUN-Männer mit zweiter 0:6-Pleite in Folge.

Vieles ist Kopfsache, da in den entscheidenden Phasen der Gegner über wichtige Punktgewinne jubelt. Beide Eingangsdoppel wurden jeweils im fünften Satz verloren. "Da liegt das eine Doppel im Entscheidungssatz plötzlich 0:5 hinten und das andere 1:6 - ich weiß nicht, was da passiert ist", sagte Mohr. Liang Qiu verlor danach ebenso in fünf Sätzen. Auch Julian Mohr, Andrey Semenov und Josef Braun, der weiterhin auf seinen ersten Einzelpunkt wartet, lieferten nicht.

"Ich denke, es ist gut, dass nach zwei 0:6-Niederlagen jetzt Pause ist, um über Weihnachten den Kopf etwas frei zu bekommen", hofft Mohr auf ein erfolgreicheres Jahr 2022. "Vielleicht können wir in der Rückrunde nochmals angreifen, um doch noch das Unmögliche möglich zu machen. Aber im Moment sieht es relativ schlecht für uns aus." Am 15. Januar geht es mit dem Rückspiel in Saarbrücken weiter und das muss definitiv gewonnen werden.

Frust über verpassten Sieg größer als Freude nach 5:5

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Frust III: Thi Minh Thu Nguyen verliert zum 5:5-Endstand. Fotos: Bertok

Ein Punkt gegen den punktgleichen Tabellenachten Hofstetten geholt, doch bei Trainer Christian Hofmann war der "Frust über den verpassten Sieg größer", als die Freude mit dem 5:5 den siebten Platz verteidigt zu haben. "Wenn man 5:3 führt, will man auch gewinnen", sagte Hofmann. "Aber das hatten wir ja schon öfters, das wir es am Ende nicht nach Hause bringen. Und so fehlen uns eigentlich zwei oder drei Punkte. Dann wären wir jetzt viel entspannter."

Beim 5:5 in Wombach führte die SUN 5:4 und bei den 4:6-Niederlagen gegen Sindelfingen und Stuttgart jeweils 4:3. Zudem wäre beim 5:5 gegen Schwabhausen ein Sieg möglich gewesen. "Generell sind wir aber zufrieden", sagte Hofmann.

Rückkehrerin Horvathova fehlt noch der Rhythmus

Nach langer Verletzungspause feierte Simona Horvathova ihre Saisonpremiere im Neckarsulmer Team. "Ihr fehlt noch der Rhythmus", sagte Hofmann über die Slowakin, die das Doppel an der Seite von Minh Thao Nguyen wie auch eines ihrer zwei Einzeln verlor. Einen 2:3-Rückstand drehten Thi Minh Thu Nguyen, Hessenthaler und Horvathova zum 5:3. Doch Felicia Behringer (2:3) und Nguyen (0:3) spielten vergeblich auf den Siegpunkt.

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Freude: Kathrin Hessenthaler gewinnt ihr zweites Einzel nach 0:2 noch 3:2.

Erfolgreichste SUN-Spielerin war einmal mehr Kathrin Hessenthaler. Die Nummer eins punktete im Doppel und in beiden Einzeln. Eindrucksvoll ihre mentale Stärke im zweiten Einzel, als sie nach 0:2-Satzrückstand noch 3:2 siegte. "Kathrin ist in einer super Form und wird immer variabler. Es macht richtig Spaß mit ihr", freute sich Hoffmann mit seiner Punktgarantin.

Die Neckarsulmerinnen haben das Hinrundenspiel in Chemnitz ausstehen, dass noch ohne Termin nach der Weihnachtspause ausgetragen wird. Die Rückrunde startet am 16. Januar beim VfL Sindelfingen. Bis dahin sollte auch Horvathova ihren Rhythmus gefunden haben, was auch die Stimmung im Neckarsulmer Lager verbessern sollte.

 
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