Einsatzfähige Corvette, angeschlagener Luca-Sandro Trefz

Motorsport  Leingartener GT-Masters-Rennstall hat den Brandschaden bereinigt. Wüstenroter Audi-Pilot braucht auf dem Sachsenring Medikamente.

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Luca-Sandro Trefz ist schon vor diesem GT-Masters-Wochenende auf dem Sachsenring gehörig verschnupft. Im Wortsinne. "Mich hat es mit einer Erkältung ziemlich erwischt", krächzt der Wüstenroter vor den Läufen in seinem Audi R8 von Montaplast by Land-Motorsport an diesem Samstag und Sonntag (jeweils 16.30 Uhr/Nitro).

Trotzdem muss der 19-Jährige funktionieren. Die Erkältung soll ihn keinesfalls aus dem Verkehr ziehen. "Es ist kein Corona - ich habe schon fünfmal getestet", betont er. Ein Backup für seinen Platz an der Seite von Christopher Haase gäbe es ohnehin nicht und "die Strecke liegt dem Auto - wir sollten schon zweimal in die Punkte kommen, sonst wird es schwer, das in der restlichen Saison wieder aufzuholen". Damit Trefz in die Spur findet, "habe ich alles eingeworfen, was geht - es war schon ein bisschen wärmer im Auto und die Gesundheit wird an diesem Wochenende mein großes Handicap sein, aber das Training lief trotzdem schon mal ganz gut".

Ein Erfolg schon vor dem ersten Kilometer

Alles andere als gut lief das vergangene Rennwochenende für den Leingartener Corvette-Rennstall Callaway Competiton, als die C7 GT3-R bei einem Brand einen erheblichen Schaden erlitt. Trotzdem können Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt wieder in einen einsatzfähigen Dienstwagen steigen - ein Erfolg für die kleine Equipe noch vor den ersten Kilometern.

Bereits wenige Tage nach dem Feuerzwischenfall hatte Geschäftsführer Ernst Wöhr versprochen: "Wir werden am Sachsenring dabei sein." Und er hielt sein Wort, das mit erheblicher Arbeit für das Leingartener Team verbunden war. "Aufgrund der großen Hitzeentwicklung musste eigentlich der gesamte Vorderwagen, samt Motor ersetzt werden. Ein besonderer Dank geht an unsere Lieferanten, welche uns trotz der kurzen Zeitschiene unkompliziert und schnell mit fehlenden Bauteilen versorgen konnten", erklärt Teammanager André Zanke. "Nun hoffen wir mal, dass die Arbeit diesmal auch belohnt wird", sagt Wöhr.

Ein Grund zum Feiern, vielleicht auch zwei oder gar drei

Für Kirchhöfer sind die Rennen auf dem Sachsenring als Lokalmatador schon immer von großer Bedeutung. In diesem Jahr ist es für den gebürtigen Leipziger jedoch noch einmal etwas ganz Besonderes. Der 27-Jährige feiert bei seinem Heimrennen schließlich sein 20-jähriges Motorsport-Jubiläum. "Es gibt daher auf jeden Fall einen Grund zum Feiern - hoffentlich gibt es auch einen zweiten und dritten. Da es auf dem sehr anspruchsvollen Sachsenring viele Kiesbetten gibt, wird jeder Fehler sofort bestraft. Das bringt noch zusätzliche Würze rein", sagt Kirchhöfer.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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