Dritte Liga im Volleyball kommt für SV Sinsheim als Überraschungspaket daher

Volleyball  Die Frauen des SV Sinsheim gehen gut vorbereitet in neue Drittliga-Saison. Der Abgang von Nadine Himmelhan schmerzt den Volleyball-Dritliga-Meister von 2019.

Von von Martin Peter
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Im Vorjahr behielten Hanna Baumann (Mi.) und Marie-Christin Werner (re.) mit Sinsheim die Oberhand gegen Konstanz, das diesmal als Favorit gilt.

Foto: Klaus Krüger

Ein Schlussstrich hat in der vergangenen Saison gefehlt. Die beiden Spiele, die die Volleyballerinnen des SV Sinsheim vor nun einem Jahr bestritten haben, waren erfolgreich. "Wir hatten einen guten Lauf, ich glaube, wir wären am Ende weit vorne gelandet", sagt Trainer Peter Lember. Dann war Lockdown und es ging nicht weiter. "So haben wir kein Ergebnis für das, was wir gefühlt haben." Das macht auch eine Aussicht auf die neue Drittliga-Saison, die am Wochenende beginnt, für Peter Lember nicht leichter. Der Vorfreude tut das aber keinen Abbruch.

 

Wie lief die Vorbereitung?

Im Grunde gut. Im Lockdown hatte Lember seine Frauen klassisch zwei Mal pro Woche zum Cyber-Workout gebeten, das sei vom Team gut angenommen worden. Seit der Hallenöffnung Mitte Juni ist der SV wieder im Vorbereitungsbetrieb, den der Trainer in drei Phasen unterteilt hat. "In der ersten Phase ging es um Ballgewöhnung und die Grundtechniken", sagt Lember. Sprünge kamen erst in Phase zwei dazu, Phase drei bestand dann aus Taktik und Trainingsspielen. "Die Einheiten hatte hohe Qualität", ist der Trainer zufrieden.

Wie liefen die Vorbereitungsspiele?

Unterschiedlich. Am Ende des Trainingslagers setzte es gegen Zweitligist Holz ein 0:3. "Da waren wir allerdings auch platt", sagt Lember. Auch in Bad Soden - ebenfalls ein Zweitligist - verlor Sinsheim im allerersten Spiel nach der langen Pause 1:3. Das Rückspiel, die Generalprobe, gewannen die Kraichgauerinnen indes mit 3:2. "Das war sensationell, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht", meint Lember. Das hat beim SV Sinsheim das Gefühl gestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wie hat sich die Mannschaft in der langen Pause verändert?

Fast gar nicht. "Leider gab es keinen Neuzugang", sagt der Trainer. Zwar waren einige Spielerinnen zum Probetraining da, entschieden sich aber anders. Schwerer wiegt der einzige Abgang: Mit ihrer Libera Nadine Himmelhan, die eine Pause einlegen will, verliert Sinsheim eine Topspielerin. Defensiv ist die 30-Jährige eine Macht gewesen, die Gegner bezeichneten sie wegen ihrer Abwehrarbeit respektvoll als Gummiwand. Mit Sophia Beutel wird eine 17-Jährige nun Libera. Sie sei jung, ehrgeizig und habe große Fortschritte gemacht. "Wir haben wieder eine coole Truppe", sagt Lember.

Mit welchem Ziel geht das Team in die neue Saison?

Oben mitspielen: Das sei immer der Anspruch beim Meister von 2019, so Lember. "Ob es für ganz oben reicht, können wir jedoch nicht sagen." Der Trainer hat diesmal darauf verzichtet, dass die Mannschaft selbst ein Ziel ausruft. "Wir wissen fast nichts von den anderen Mannschaften."

Gibt es trotzdem einen Favoriten?

Für Peter Lember ja. "Ich sehe Konstanz ganz oben", sagt er. Die Mannschaft sei letzte Saison bereits stark gewesen, habe einen guten Trainer. Auch der MTV GA Stuttgart sowie Auftaktgegner Bad Vilbel seien gut. Ansonsten ist die 3. Liga ein kleines Überraschungspaket. Mit Lebach hat noch ein Team zurückgezogen. so dass nur neun Teams dabei sind.

Was ist zum Auftakt am Samstag beim SSC Bad Vilbel drin?

Sinsheim hofft auf einen guten Start, "wir wollen nach Möglichkeit unsere maximale Leistung abrufen". Auf die Frage, wo man steht, dürfte es am Samstag für den SV Sinsheim erste Erkenntnisse geben.


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