Drei Tage Regionsmeisterschaften in Schwaigern

Schwaigern  Erstmals gibt es vorab Trainingsmöglichkeiten für Spring- und Dressurreiter. Voller Turnierkalender bis Ende Oktober.

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Nein, Einhörner werden nicht starten: Aus diesen Elementen werden in Schwaigern die Sprung-Hindernisse gebaut − nur die Stangen fehlen. Foto: Mario Berger

Alles bleibt anders: Zwar gibt es seit Juni für die Amateurreiter reichlich Turnierangebote, doch in der Pandemie kann immer noch nicht von normalen Abläufen die Rede sein.

Früher waren die Regionsmeisterschaften mehr oder weniger der Schlusspunkt der (Freiland-)Turniersaison im Pferdesportkreis (PSK) Franken; dieses Jahr sind die von Freitag bis Sonntag beim Reiterverein Schwaigern ausgetragenen Titelkämpfe der Auftakt bemerkenswerter Aktivitäten der hiesigen Vereine: Bis Ende Oktober schließen sich Turniere in Leingarten (Freiland), Weinsberg, Horkheim, Heilbronn, Nordheim und Gellmersbach (alle Halle) an.

"Tolles Dressurfeld" am Start

"Im Moment wollen alle Vereine Turniere ausrichten, die Ausfälle aus dem Frühjahr nachholen", sagt Frank Uhde. Der PSK-Vorsitzende vom RV Ilsfeld ist bei Turnieren als Richter tätig und merkt schmunzelnd an: "Ich sollte mich klonen lassen."

Klar ist aber, dass er von Freitag bis Sonntag höchstselbst im Richterturm beim RV Schwaigern sitzen wird, schließlich sind die Meisterschaften stets ein Höhepunkt im Turnierkalender. Das bestätigt der Blick auf die Nennungen: "Das Dressurfeld ist richtig toll", urteilt Oliver Schmiech, zweiter Vorsitzender des RV Schwaigern. 54 Starter haben sich beispielsweise in der A*-Prüfung gemeldet, 28 in der M*-Prüfung am Sonntag (14 Uhr). Bemerkenswert sind auch die 39 in den Sport einsteigenden Starterinnen und Starter im Reiterwettbewerb: "Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr", freut sich Schmiech. Auch in Corona-Zeiten geht was, es kommt was nach.

Mit Blick auf das Feld der zwölf Springer der M*-Prüfung mit Stechen am Sonntag (16 Uhr) sagt Oliver Schmiech aber: "Das ist schon schmal." Das hat auch damit zu tun, dass das Turnierangebot gerade groß ist. "Jeder nimmt jedem irgendetwas weg. Die Ausschreibungen sind meist fast gleich", sagt Frank Uhde. "Für die Reiter ist das gut, für die Vereine ein bisschen blöd."

Neu: Vorab abreiten

Gut, wenn man der umgarnten Kundschaft etwas Besonderes anbieten kann: Erstmals können Springer und Dressurreiter vorab auf dem Rasenplatz abreiten, bekommen dort Aufgaben gestellt und anschließend Korrekturen. Am Dienstag betreute der PSK-Sprungbeauftragte Uli Collée eine Gruppe, an diesem Donnerstag kümmert sich Frank Uhde um etwa zehn Dressurreiter.

Die Vereine haben es nicht leicht, hatten zuletzt mit Corona- und Herpesvirus zu kämpfen, ebenso mit Hitze und Wasser (wie jüngst zweimal in Ilsfeld). Für die Durchführung von Turnieren braucht es mehr Mut denn je. Am Montagabend (20 Uhr) tagt in der Lauffener Reithalle nach langer Zeit wieder der PSK. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Die Turniermeldungen für 2022. Die Frage ist, ob auch kommendes Jahr alles anders bleibt.

 Acht Meister gesucht

Bei den Regionsmeisterschaften des Pferdesportkreises Franken beim RV Schwaigern geht es drei Tage zur Sache. Los geht es am Freitag um 9 Uhr mit der Dressurpferdeprüfung Klasse A. Am Samstag und Sonntag sind die ersten Prüfungen um 7.30 Uhr beziehungsweise um 8 Uhr vorgesehen. Höhepunkte sind die M*-Prüfung in der Dressur am Sonntag (14 Uhr) und das abschließende M*-Springen mit Stechen (16 Uhr). Anschließend findet die Ehrung der Regionsmeister der acht Klassen E-, A-, L- und M-Championat (jeweils Dressur und Springen) statt.

 


Lars Müller-Appenzeller

Lars Müller-Appenzeller

Stv. Leiter Sportredaktion

Fußball, Tennis, Ski alpin: Sport bewegt - Tag für Tag auch Lars Müller-Appenzeller. Der Mann vom Bodensee ist seit dem Sommermärchen 2006 für die Heilbronner Stimme sportlich unterwegs.

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