Der Neckarsulmer Markus Pommer will beim GT-Masters-Rennen auf Kurs bleiben

Motorsport  Markus Pommer hat das Ziel, beim GT-Masters-Rennen auf dem Red-Bull-Ring wieder das Siegergefühl zu spüren. Nach Fahr- und Technikfehlern zuletzt heißt die Devise aber: Bloß nicht zu viel riskieren.

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Markus Pommer möchte gemeinsam mit Callaway-Competition-Teamkollege Jeffrey Schmidt erneut vorneweg fahren.

Foto: imago images/Eibner

Die großzügige Auslauffläche des Red-Bull-Rings könnte für Markus Pommer zum Wendepunkt in der GT-Masters-Saison werden. "Von der Charakteristik her liegt die Strecke der Corvette gut", sagt Pommer über den Kurs in der Steiermark. Das liege am hohen Drehmoment seines Sportwagens, das sich gut für schnelle und mit zahlreichen Steigungen versehene Strecken eigne. "Auch der Asphalt ist feinporig", sagt der Neckarsulmer. Mit seinem Teamkollegen Jeffrey Schmidt blickt er daher optimistisch auf die Rennen diesen Samstag und Sonntag (jeweils um 13 Uhr auf Sport1) im GT-Masters-Kalender.

Abgesehen vom Sieg vor einer Woche auf dem Sachsenring, ist die Saison für das Piloten-Duo des Teams Callaway Competition aus Leingarten bisher eher durchwachsen verlaufen. Gründe dafür sind Fahr- und Technikfehler.

Der Gegner hat extrem hart verteidigt

Auf dem Lausitzring kam es zu einem Unfall bei einem Überholmanöver. "Die Lücke war da, aber der Gegner hat extrem hart verteidigt", erinnert sich Markus Pommer. Entsprechend sei der Zusammenstoß auch als Rennfehler gewertet worden. Auf dem Hockenheimring gab es Probleme mit einem Kabelschaden im Getriebe - obwohl alle Teile richtig verbaut worden seien. "Da haben wir einfach Pech gehabt."

Die Devise laute nun: "Nicht zu viel riskieren und alles an Punkten mitnehmen, was geht", meint Pommer.

Der Anteil der Frauen in der Serie ist gestiegen

Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. "Die GT-Masters-Serie wird jedes Jahr stärker", sagt Pommer. Zudem entwickelt sie sich ständig weiter. Eine weitere Beobachtung, die der Rennfahrer macht, ist der steigende Frauen-Anteil in der Serie. "Als ich angefangen habe, war das eher selten", meint er.

Inzwischen fährt er mit Simona de Silvestro, Carrie Schreiner und Rahel Frey auch gegen ein weibliches Trio. Pommer stört das nicht. "Für mich ist es wichtig, gegen die Besten zu fahren." Die 22-jährige Schreiner hat bei 22 Starts drei Pole-Positions eingefahren. Zuletzt mit Dennis Marschall im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring. Der erste Rennsieg steht aber noch aus.

Auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg möchte Markus Pommer die Erfolgsgeschichte des Traditionsteams aus Leingarten fortschreiben, denn Callaway Competition ist der dienstälteste Rennstall im GT-Masters und hat die meisten Siege und Pole-Positions eingefahren. Dazu kommt noch zwei Mal die Fahrergesamtwertung.

Den Gesamtsieg hat Pommer schon abgehakt

An den Gesamtsieg glaubt Markus Pommer, der in seiner zweiten Saison für Callaway fährt, inzwischen nicht mehr. "Unser Ziel ist es, in der Tabelle hochzukommen und den einen oder anderen Sieg oder Podestplatz zu erreichen." Auch die noch ausstehenden Strecken im niederländischen Zandvoort und Oschersleben liegen der Corvette.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Pommer und Jeffrey Schmidt aus Liestal inzwischen eingespielt sind, was sich auch bei den Wechseln auszahlt: "Wir haben einen ähnlichen Fahrstil", sagt Markus Pommer. Das wirkt sich bei der Fahrzeugeinstellung aus. Daran arbeiten sie ständig, wie an der mentalen Fitness.


Daub

André Daub

Volontär

André Daub arbeitet seit Oktober 2019 als Volontär bei der Heilbronner Stimme.

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